Die aktuelle Folge bei Youtube
Autismus: Warum die Diagnose oft spät gestellt wird und warum sie so wichtig für die Betroffenen ist
Veronique Kouchev merkt schon als Kind, dass sie die Welt anders wahrnimmt als viele Menschen um sie herum. Sie versteht unausgesprochene soziale Regeln nicht und kann die Reaktionen anderer oft nicht richtig deuten.
Die Folgen: Schon im Kindergarten und in der Schule wird sie ausgegrenzt, missverstanden und gemobbt. Obwohl sie früh Kontakt zu Psycholog*innen hat, dauert es bis zu ihrem 17. Lebensjahr, bis sie endlich die Diagnose erhält: Autismus. Für Veronique ist diese Diagnose kein Schock, sondern eine lang ersehnte Erklärung. Plötzlich ergibt vieles Sinn.
Jetzt mal ehrlich: Wie schwierig ist es, sich jeden Tag an eine Welt anzupassen, die einen nicht versteht?
In dieser Folge erzählt Veronique, welche Strategien ihr bei Reizüberflutung, Stress und Konflikten helfen und warum sie ihr „Anderssein“ heute auch als Stärke begreift. Gemeinsam mit PD Dr. Mandy Roy, Psychiaterin und Leiterin der Autismus-Ambulanz an der Asklepios Klinik Nord, sprechen wir außerdem darüber:
- Was eine Autismus-Spektrum-Störung eigentlich ist
- Warum viele Betroffene erst spät diagnostiziert werden
- Welche Herausforderungen Reizüberflutung und soziale Erwartungen mit sich bringen
- Warum insbesondere autistische Frauen häufig lange übersehen werden
- Weshalb eine Diagnose für viele Betroffene eine wichtige Erklärung und Entlastung sein kann