KI verändert die Arbeit, und Sie führen den Wandel

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant. Führungskräfte stehen vor der Aufgabe, Orientierung zu geben, Teams mitzuziehen und den Wandel aktiv, empathisch und mutig zu gestalten.

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Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant. Führungskräfte stehen vor der Aufgabe, Orientierung zu geben, Teams mitzuziehen und den Wandel aktiv, empathisch und mutig zu gestalten.

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Wie KI den Arbeits­alltag verändert

KI kann Texte schreiben, Präsentationen erstellen, Daten analysieren oder helfen, Bewerbungen zu prüfen – Aufgaben, die früher viel Zeit kosteten, werden heute in Sekunden erledigt. Die Ergebnisse unserer Studie zur Arbeitswelt haben gezeigt: Bereits rund 4 von 10 Beschäftigten setzen regelmäßig KI-Technologien ein, bei den unter 30-Jährigen ist es sogar über die Hälfte.

Viele erleben diese Entwicklung als Entlastung: Routineaufgaben gehen schneller, die Arbeitsqualität steigt, und durchschnittlich werden 5,7 Arbeitsstunden pro Woche eingespart. Das klingt nach Fortschritt – es bringt aber auch neue Anforderungen mit sich.

Etwa die Hälfte der Befragten empfindet den Umgang mit KI als belastend, insbesondere jüngere Mitarbeitende, die nun Aufgaben übernehmen müssen, die nicht immer zu ihren Fähigkeiten passen.

Hier zeigt sich, dass Führung eine neue Qualität braucht: Sie muss Sicherheit geben, wo sich Rollen verschieben – und Lernräume schaffen, in denen Beschäftigte sich weiterentwickeln können.

Ein Blick in die Zukunft von KI im Arbeits­umfeld

KI verändert nicht nur, wie wir arbeiten, sondern auch, was wir tun. In den nächsten Jahren wird sie Berufsbilder, Qualifikationen und ganze Arbeitsprozesse neu definieren. Viele Bereiche werden durch Künstliche Intelligenz automatisiert, während menschliche Fähigkeiten wie Kreativität, Entscheidungsstärke und soziale Kompetenz an Bedeutung gewinnen. So entstehen neue Aufgaben im Datenmanagement, in der Ergebnisprüfung oder in der kreativen Zusammenarbeit mit KI-Systemen.

In vielen Betrieben wird diese Entwicklung bereits aktiv begleitet. Fast jede*r 2. berichtet, dass die Nutzung von KI gefördert oder zumindest ausdrücklich erlaubt ist. Unternehmen, die frühzeitig in Weiterbildung investieren, profitieren von effizienteren Abläufen, höherer Qualität und motivierteren Teams.

Gleichzeitig wächst der Druck: Mehr als 1/3 der Beschäftigten sorgt sich laut unserer Studie um die eigene berufliche Zukunft – bei den Jüngeren ist es rund die Hälfte. Diese Unsicherheit zeigt: Der technologische Wandel ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Kultur. Gute Führung erkennt beides – Chancen und Sorgen – und bringt sie in Balance.

Information

Studie zur Arbeitswelt

Unsere Studie „Arbeiten 2025“ zeigt, wie KI, neue Technologien und Unsicherheiten den Arbeitsalltag verändern – und welche Folgen das für Gesundheit, Zufriedenheit, Stressempfinden und Zukunftsängste hat.

Mitarbeitende bei der KI-Transfor­mation mitnehmen: So gelingt es

Als Führungskraft bestimmen Sie, ob Veränderung Angst oder Aufbruch bedeutet. Empathie, Geduld und Beteiligung sind dabei die wichtigsten Führungsinstrumente.

  • Erklären Sie die Gründe: Machen Sie transparent, warum KI eingesetzt wird und welchen Nutzen sie bringt – für das Unternehmen und für die Mitarbeitenden.

  • Fördern Sie Kompetenz: Viele fühlen sich im Umgang mit KI unsicher. Schulungen, gemeinsame Tests und praxisnahe Workshops helfen, Wissen aufzubauen und Hemmschwellen abzubauen. Gleichzeitig stärkt ein hohes Maß an Resilienz die Fähigkeit, Veränderung gelassen zu gestalten. Untersuchungen der Bundesinstituts für Berufsbildung zeigen, dass Mitarbeitende mit höherer Qualifikation deutlich häufiger KI nutzen als solche ohne technische oder akademische Ausbildung. Für Führungskräfte heißt das: unterschiedliche Ausgangslagen aktiv berücksichtigen. Beschäftigte mit weniger Erfahrung brauchen klare Erklärungen, gezielte Schulungen und Zeit zum Ausprobieren. Wer bereits Erfahrung mit KI hat, profitiert dagegen von Freiräumen, um das Wissen im Team weiterzugeben. So entsteht ein Lernumfeld, in dem alle voneinander profitieren – unabhängig vom fachlichen Hintergrund.

  • Nehmen Sie Ängste ernst: Während einige Mitarbeitende begeistert sind, reagieren andere skeptisch oder überfordert. Planen Sie bewusst Zeit für Gespräche ein. Kleine Routinen – etwa das regelmäßige Testen des Stresslevels – helfen, Überlastung früh zu erkennen und gegenzusteuern.

  • Gestalten Sie Prozesse gemeinsam: KI verändert Aufgaben. Routinen fallen weg, Entscheidungs- und Kommunikationsaufgaben nehmen zu. Binden Sie Ihr Team aktiv in diese Umgestaltung ein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nutzung von KI in Unter­nehmen

1. Ausgangssituation analysieren: Erfassen Sie, wo Ihr Team steht: Welche KI-Tools sind im Einsatz? Welche Kompetenzen oder Vorbehalte gibt es?

2. Chancen und Einsatzmöglichkeiten definieren: Identifizieren Sie Prozesse, die KI unterstützen kann – und Bereiche, in denen menschliche Erfahrung unersetzlich bleibt.

3. Kompetenzen aufbauen: Schulen Sie gezielt – von Tool-Trainings bis zu Workshops, in denen Mitarbeitende eigene Ideen für KI-Anwendungen entwickeln. Achten Sie darauf, dass sich alle im Team mitgenommen fühlen: Manche benötigen eine klare Einführung und mehr Begleitung, andere wünschen sich Freiraum, um selbst zu experimentieren. Wenn Sie diese Unterschiede bewusst einplanen, fördern Sie Wissen, Vertrauen und Akzeptanz gleichermaßen.

4. Prozesse anpassen: Prüfen Sie Rollen und Zuständigkeiten neu. KI verändert Aufgabenverteilungen grundlegend: Routinetätigkeiten werden automatisiert, dafür entstehen neue Verantwortlichkeiten – etwa für die Bewertung von KI-Ergebnissen, den Datenschutz oder die Qualitätssicherung. In vielen Teams bilden sich zudem neue Rollen wie KI-Koordinator*innen oder Data-Verantwortliche, die Schnittstellen zwischen Menschen und Technologie gestalten. Achten Sie darauf, dass solche Veränderungen transparent verlaufen und niemand das Gefühl bekommt, „überflüssig“ zu werden. Nur wenn klar ist, welche Chancen KI eröffnet, kann Akzeptanz entstehen.

5. Monitoring und Feedback: Sammeln Sie regelmäßig Rückmeldungen, machen Sie Fortschritte sichtbar und passen Sie Prozesse an. Erfolg zeigt sich nicht nur in Zahlen, sondern auch in kleinen Schritten: Wenn Mitarbeitende sicherer im Umgang mit KI werden, Prozesse reibungsloser laufen oder die Akzeptanz im Team steigt. Bleiben solche Erfolge aus, ist das ein Hinweis darauf, genauer hinzuschauen: Liegt es an fehlendem Wissen, an zu hohen Erwartungen oder an unklarer Kommunikation? Führen Sie Gespräche, fragen Sie gezielt nach Hindernissen und justieren Sie die Umsetzung gemeinsam nach. So bleibt der Wandel ein Lernprozess, statt eine Belastung zu werden.

Führung in der KI-Transformation: 5 praktische Tipps

Viele Ängste entstehen, wenn unklar ist, was sich verändert. Kommunizieren Sie früh, ehrlich und regelmäßig. Sagen Sie klar, was schon entschieden ist – und was noch offen bleibt.

Führen Sie KI nicht mit einem Big Bang ein. Starten Sie mit Pilotprojekten, sammeln Sie Erfahrungen und passen Sie Prozesse an. Das senkt die Hemmschwelle und steigert die Akzeptanz.

Nutzen Sie das Wissen im Team. Mitarbeitende, die KI bereits nutzen, können zu Multiplikator*innen werden. Peer-Learning stärkt die Selbstwirksamkeit und fördert eine offene Lernkultur.

Angst vor Veränderung im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz ist keine Schwäche. Geben Sie Raum für Sorgen, aber auch für Neugier. So verwandeln Sie Unsicherheit in Energie.

Zeigen Sie auf, wo Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag hilft – z. B. bei der Entlastung von Routineaufgaben oder der Fehlervermeidung. Konkrete Erfolge machen Veränderung greifbar und motivieren Ihr Team.

Führung in Zeiten von KI heißt Zukunft gestalten

KI ist kein Gegner, sondern ein Werkzeug. Aber jedes Werkzeug braucht jemanden, der weiß, wie man es nutzt. Wenn Sie Mitarbeitende aktiv begleiten, Kompetenzen aufbauen und den Dialog fördern, schaffen Sie nicht nur Akzeptanz, sondern Begeisterung.

Führung im KI-Zeitalter bedeutet: Menschen befähigen, mit Technik klug umzugehen – und dabei gesund, motiviert und selbstwirksam zu bleiben.

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