Studie Arbeiten 2025

Unsere Studie „Arbeiten 2025“ zeigt, wie KI, neue Technologien und Unsicherheiten den Arbeitsalltag verändern – und welche Folgen das für Stress, Gesundheit, Zufriedenheit und Zukunftsängste hat.

Unsere Studie „Arbeiten 2025“ zeigt, wie KI, neue Technologien und Unsicherheiten den Arbeitsalltag verändern – und welche Folgen das für Stress, Gesundheit, Zufriedenheit und Zukunftsängste hat.

Die Arbeitswelt im Wandel

Die Arbeitswelt steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Neue Technologien und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern die täglichen Aufgaben und Anforderungen, während wirtschaftliche Unsicherheiten zusätzlichen Druck erzeugen. Wie erleben Beschäftigte diese Veränderungen? Welche Auswirkungen haben sie auf Stress, Gesundheit und Arbeitszufriedenheit und wie gehen sie mit diesen Belastungen um? Die Studie „Arbeiten 2025“ gibt Antworten. Sie beleuchtet nicht nur die physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten, sondern auch die Auswirkungen von KI im Arbeitsalltag sowie die beruflichen Zukunftsängste.

Information

Zur Studie

Für die Studie wurden insgesamt 1.230 Arbeitnehmer*innen in Deutschland ab 18 Jahren, repräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bundesland im September / Oktober 2025 online befragt. Die Studie zeigt auf, wie Arbeitnehmer*innen Stress und Arbeitsklima wahrnehmen und wie sie mit Erkrankungen und Ausfallzeiten umgehen. Darüber hinaus gibt die Befragung einen Einblick über den Einsatz von KI im Berufsleben sowie in die beruflichen Zukunftsängste der Arbeitnehmenden.

Portrait von P. Thamm: Psychologin und Resilienz-Trainerin

Unsere Expertin

Patrizia Thamm ist Referentin der Gesundheitsförderung bei der Pronova BKK, Wirtschaftspsychologin sowie Trainerin für Resilienz und Achtsamkeit.

Zwischen Techno-Stress und Zukunfts­angst: Wie Beschäftigte heute gesund bleiben

Durch die Nutzung von KI verändert sich der Alltag vieler Arbeitnehmer*innen tiefgreifend. Das hat mentale Auswirkungen. Viele Beschäftigte fühlen sich überfordert, erschöpft und verlieren das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit. Andere versuchen trotz Stress und Erschöpfung weiter zu funktionieren. Die Pronova BKK hat die Herausforderungen in einer repräsentativen Befragung untersucht. Wirtschaftspsychologin Patrizia Thamm ordnet die Ergebnisse ein und sagt, wie Selbstfürsorge, Führungsverhalten und betriebliche Gesundheitsförderung dabei helfen, in einer beschleunigten Arbeitswelt gesund zu bleiben.

Pronova BKK: Patrizia, 60 % der Beschäftigten melden sich laut Studie krank, obwohl sie arbeitsfähig wären. Sie treffen damit die sogenannte Bettkantenentscheidung. Wie bewertest du dieses Verhalten aus Sicht der Prävention? Ist das eher ein Zeichen von Nachlässigkeit oder von wachsendem Gesundheitsbewusstsein?

Thamm: Wenn die Krankmeldung dazu dient, bei psychischer Überlastung oder körperlichen Beschwerden rechtzeitig zu handeln und gesund zu werden, dann ist sie ein Ausdruck wachsenden Gesundheitsbewusstseins und eine legitime und wertvolle Strategie der Selbstfürsorge. Problematisch wird es aber, wenn Krankmeldungen zur Ausweichstrategie werden. Z. B. bei jedem kleinen Problem, bei alltäglichem Stress oder nach jeder intensiven Arbeitsphase. Dann kann das auf eine geringe Frustrationstoleranz, fehlende Resilienz oder eine Überempfindlichkeit gegenüber Stress hinweisen. Fällt die Bettkantenentscheidung regelmäßig zugunsten der Krankmeldung aus, sollte man Ursachenforschung betreiben und gegebenenfalls Unterstützung suchen.

Pronova BKK: Gerade jüngere Beschäftigte melden sich deutlich häufiger krank, obwohl sie arbeitsfähig sind. Ist das auch ein Motivationsproblem?

Thamm: Das lässt sich nicht pauschal sagen. Häufig steckt ein komplexes Zusammenspiel aus psychischer Belastung, Motivation und Arbeitskultur dahinter. Gerade die junge Generation legt viel Wert auf Sinn, Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten. Fehlen diese Faktoren, kann das zu einem Motivationsdefizit führen. Arbeit wird dann eher als Pflicht empfunden, nicht als sinnvolle Tätigkeit. Das Ergebnis ist häufig ein stiller Rückzug weniger aus Bequemlichkeit, sondern aus fehlender Identifikation mit der Aufgabe.

Pronova BKK: Die Studie zeigt, dass viele Menschen mit Rückenschmerzen, Erkältung oder psychischen Beschwerden weiterarbeiten. Welche Risiken siehst du darin und wo verläuft die Grenze zwischen Engagement und Selbstgefährdung?

Thamm: Die Grenzen sind hier nicht klar gezogen. Wenn Engagement in Selbstaufopferung übergeht, wird die körperliche oder psychische Gesundheit ernsthaft gefährdet. Ein entscheidender Punkt ist der Verlust des Körperbewusstseins. Wer Symptome wie Schmerzen oder Erschöpfung ignoriert, riskiert langfristig eine Entkopplung von Körper und Geist. Das kann schwerwiegende Folgen haben, etwa chronische Beschwerden oder psychische Erkrankungen. Deshalb sollte man Warnsignale des Körpers ernst nehmen und ein Gespür entwickeln, wann die eigenen Belastungsgrenzen erreicht sind.

Pronova BKK: Was würdest du jemandem empfehlen, der morgens auf der Bettkante sitzt und unsicher ist, ob er sich krankmelden soll.

Thamm: Manchmal ist eine Krankmeldung der einzige und gesunde Weg, um langfristig leistungsfähig zu bleiben. Wichtig ist aber, innezuhalten und ehrlich den eigenen Zustand zu prüfen. Sind die körperlichen oder psychischen Symptome so stark, dass eine Auszeit wirklich notwendig ist? Bei Beschwerden wie etwa Rückenschmerzen oder einer Erkältung, sollte man realistisch einschätzen, ob man ansteckend oder die Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt ist. Dann ist eine Krankmeldung sinnvoll, um eine Verschlimmerung zu vermeiden. Anhaltende Erschöpfung muss ebenfalls ernst genommen werden – auch ohne körperliche Krankheit. Eventuell ist es lohnenswert mit Vertrauten oder Vorgesetzten über die Situation zu sprechen, um Verständnis und Entlastung zu erhalten.

Pronova BKK: Was können Unternehmen und Führungskräfte tun, um Mitarbeitende zu unterstützen, bevor es überhaupt zur Bettkantenentscheidung kommt?

Thamm: Eine offene Kommunikationskultur ist zentral: Beschäftigte müssen Beschwerden ansprechen können, ohne Angst vor Stigmatisierung oder Konsequenzen. Darüber hinaus helfen regelmäßige Pausen, flexible Arbeitszeiten und Unterstützungsangebote, um Resilienz und Gesundheitskompetenz zu stärken. Führungskräfte sollten zudem als Vorbilder auftreten. Wer selbst auf eine gesunde Balance achtet, signalisiert dem Team, dass Selbstfürsorge erwünscht ist.

Weitere Fragen an Patrizia Thamm

Pronova BKK: Viele Beschäftigte berichten, dass sie durch KI im Schnitt fast 6 h pro Woche gewinnen. Ist das aus deiner Sicht ein Fortschritt für die Gesundheit oder verschiebt sich der Stress nur?

Thamm: Wenn monotone Routineaufgaben reduziert werden, die Informationsflut sinkt und kreative Prozesse unterstützt werden, entlastet das unsere kognitiven Ressourcen und kann die Belastung senken. KI kann unseren Arbeitsalltag also tatsächlich gesünder machen. Vorausgesetzt, wir verwenden den gewonnenen Zeitpuffer bewusst zur Erholung. Nutzen Arbeitgebende die zusätzliche Zeit aber sofort wieder für neue Aufgaben, entsteht das Gegenteil. Technischer Druck und komplexere Erwartungen können eine psychische Belastung auslösen, den sogenannten Techno-Stress.

Pronova BKK: 2/3 der jungen Beschäftigten übernehmen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Aufgaben, die nicht ihren Kompetenzen entsprechen. Warum kann das problematisch werden?

Thamm: Das ist sowohl aus betriebswirtschaftlicher als auch gesundheitlicher Perspektive gefährlich. Wenn Menschen durch KI-gestützte Arbeit Aufgaben erledigen, die nicht zu ihren Fähigkeiten passen, dann geht das Gefühl von Sinn und beruflicher Identität verloren. Außerdem sinkt das Vertrauen in die eigene Kompetenz und die Selbstwirksamkeit geht verloren, also aus eigener Kraft etwas zu bewirken. Gleichzeitig entsteht erhöhter Stress, weil man für Resultate die Verantwortung trägt, ohne echte Kontrolle zu haben. Insgesamt erhöht das das Risiko für Überforderung und macht anfälliger für Burn-out und psychische Erkrankungen.

Pronova BKK: 55 % der Befragten empfinden ihre Arbeit durch KI als fehleranfälliger oder unsicherer. Was bedeutet das für das mentale Wohlbefinden?

Thamm: Fehleranfälligkeit ist an sich kein Problem, entscheidend ist der Umgang damit. Wenn Unternehmen offen über Fehler sprechen und sie in die Lernkultur integrieren, ist das die beste Prävention und kann Resilienz fördern. Werden Patzer aber verschwiegen oder tabuisiert, entstehen Misstrauen und mentaler Druck. Fehlerhafte KI führt zu einem Ambivalenzerleben. Man schätzt die Vorteile, fürchtet aber gleichzeitig Fehlentscheidungen. Dieses ständige Schwanken zwischen Vertrauen und Misstrauen erzeugt kognitive Dissonanz. Insgesamt kann dies die mentale Belastung erhöhen und das Vertrauen in digitale Prozesse langfristig schwächen.

Pronova BKK: Welche Rolle spielt betriebliche Gesundheitsförderung, wenn KI den Arbeitsalltag so stark verändert?

Thamm: Betriebliche Gesundheitsförderung muss sich innovativ weiterentwickeln, indem verstärkt mentale Anpassungsprozesse und Veränderungsbereitschaft unterstützt werden. Wichtig sind Schulungen zu digitalem Stress und Techno-Stress-Management. Dort lernen Beschäftigte, Unsicherheiten im Umgang mit Technologie abzubauen. Ebenso zentral ist die Förderung von psychologischer Sicherheit. Mitarbeitende sollen Neues ausprobieren dürfen, ohne Angst vor Fehlern zu haben. Rollen- und Aufgabenveränderungen sollten transparent begleitet werden, um Überforderung zu vermeiden. Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie können über Erfahrungen mit KI sprechen und eine offene Kommunikationskultur vorleben.

Pronova BKK: Fast jede 2. Person, die KI nutzt, fürchtet um den eigenen Arbeitsplatz. Was rätst du denjenigen, die jetzt Verunsicherung spüren?

Thamm: Diese Angst ist völlig nachvollziehbar. Sie entsteht durch das Gefühl der KI ausgeliefert zu sein. Deshalb ist es wichtig, die Kontrolle zurückzugewinnen, indem wir KI als Werkzeug begreifen und aktiv in die eigene Arbeit integrieren. Das schafft Kontrolle statt Ohnmacht. Neugier wirkt hier angstlösend. Wer KI-Tools aktiv ausprobiert und sich Wissen aneignet, ersetzt diffuse Ängste durch konkrete positive Erfahrungen. Außerdem ist es wichtig, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten auszubauen, indem wir uns bestehende Kompetenzen bewusst machen aber auch beruflich offen bleiben für neue Rollen, Aufgaben und Lernwege. Soziale Unterstützung und Gespräche im Team stärken das Zugehörigkeitsgefühl und ermöglichen es gemeinsam wirksame Strategien zu entwickeln. Denn Wissen, ein gestärktes Selbstvertrauen, Offenheit für Weiterentwicklung und sozialer Austausch sind die besten Mittel gegen Zukunftsangst im digitalen Wandel.

Pronova BKK: 3 von 10 Beschäftigten geben an, schon einmal unter Quiet Cracking gelitten zu haben. Sie stehen unter Druck, wirken aber nach außen engagiert. Warum ist dieses Phänomen so gefährlich?

Thamm: Weil Quiet Cracking still, schleichend und oft unsichtbar verläuft. Die Betroffenen funktionieren nach außen weiter, innerlich sind sie aber bereits erschöpft oder ausgebrannt. Die Überlastung bleibt für Führungskräfte und Kolleg*innen lange unerkannt und Prävention greift zu spät. Hinzu kommt: Viele ziehen sich emotional zurück und sprechen nicht über ihre Belastung.

Pronova BKK: Warum halten viele ihre Erschöpfung geheim? Was hindert sie daran, sich Hilfe zu holen?

Thamm: Vor allem die Angst vor negativen Konsequenzen. Viele befürchten, als schwach zu gelten oder berufliche Nachteile zu erleiden. Manche möchten keine zusätzliche Belastung für das Team sein oder Konflikte vermeiden. Häufig spielt auch der Wunsch nach Kontrolle eine Rolle. Wer seine Erschöpfung verschweigt, glaubt, die Situation selbst im Griff zu behalten. Zudem wollen viele das eigene Selbstbild wahren um kompetent, belastbar und leistungsfähig zu erscheinen. Kurzfristig gibt das Sicherheit, langfristig verstärkt es aber die Isolation und verschlimmert die Belastung.

Pronova BKK: Warum ist Dauerstress zusammen mit fehlender Wertschätzung so ungesund für die Psyche?

Thamm: Weil hier 2 zentrale psychische Schutzmechanismen gleichzeitig geschwächt werden. Dauerstress raubt permanent Energie und erschöpft Körper und Geist. Fehlende Wertschätzung verhindert zugleich die Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse wie Sinn, Kompetenz und Zugehörigkeit. Dann entsteht ein gefährlicher Teufelskreis. Die Ressourcen werden immer knapper, das Gefühl der Entwertung wächst. Langfristig führt das zu Demotivation, innerem Rückzug, Konflikten. Und einem erhöhten Risiko für Burn-out, der lauten Schwester der leisen Überforderung.

Pronova BKK: Die Studie zeigt, dass das Führungsverhalten entscheidend ist: 52 % der Betroffenen sagen, Vorgesetzte fordern Dinge ein, die sie selbst nicht vorleben. Wie stark beeinflusst Führung die mentale Gesundheit?

Thamm: Anerkennung und Feedback der Führungskräfte sind kein „nice to have“, sondern entscheidend für psychische Stabilität und mentales Wohlbefinden. Vorgesetzte können durch ihre Art zu führen psychologische Sicherheit schaffen. Sie reduziert Stress, stärkt Engagement und fördert Vertrauen. Darüber hinaus wirken Wertschätzung, konstruktives Feedback und Lob positiv auf Motivation und Selbstwert. Fehlen dagegen Transparenz und Anerkennung entsteht Frustration und das Gefühl des Kontrollverlusts wächst – ein starker Stressfaktor im Arbeitsleben. Deshalb gilt: Wer respektvoll, fair und transparent führt, stärkt die mentale Gesundheit seines Teams.

Pronova BKK: Was hilft Betroffenen, um aus der stillen Überlastung herauszukommen?

Thamm: Eine Kombination aus Selbstreflexion, Selbstfürsorge und sozialer Unterstützung. 1. Schritt ist, regelmäßig innezuhalten und ehrlich zu reflektieren: Wie hoch ist mein Stresspegel? Habe ich noch Zugang zu meinen Bedürfnissen und Gefühlen? Dann gilt es, klare Grenzen zu setzen durch Arbeitszeiten, Pausen, Prioritäten. Hilfreich sind Gespräche mit Vorgesetzten oder Kolleg*innen, um die Belastung zu teilen. Wer über seine Erschöpfung spricht, bricht die Isolation. So wird signalisiert, dass Hilfe anzunehmen in Ordnung ist. Und schließlich: bewusste Regeneration durch Hobbys, soziale Kontakte, Achtsamkeit oder Entspannungstechniken.

Pronova BKK: Laut Studie fürchten viele Menschen, durch Krisen, Stress oder Automatisierung ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Wie können Krankenkassen hier die Arbeitnehmer*innen im Sinne der Gesundheitsförderung unterstützen?

Thamm: Indem sie gezielt die Fähigkeit fördern, mit Krisen und Belastungen umzugehen, etwa durch Programme, die auf Resilienz, Achtsamkeit und Stressbewältigung ausgerichtet sind. Workshops und Schulungen helfen Mitarbeitenden ihre psychische Widerstandskraft zu stärken und Warnsignale zu erkennen.

Pronova BKK: Fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen sorgt sich um ihre berufliche Zukunft. Warum ausgerechnet die junge Generation, die als besonders flexibel und anpassungsfähig gilt?

Thamm: Das wirkt nur auf den 1. Blick überraschend. Die heutige Welt ist geprägt von wirtschaftlicher Instabilität, Klimawandel und globalen Konflikten. Diese Dauerbelastung erzeugt ein Gefühl von Ohnmacht und Unbeständigkeit. Selbst anpassungsfähige junge Menschen geraten dadurch unter permanenten Anpassungsdruck. Sie wachsen bereits mit dem Bewusstsein auf, dass ihre Zukunft von Krisen bestimmt ist. Keinen Einfluss zu haben, macht es schwer, optimistisch nach vorne zu schauen und langfristige Perspektiven zu entwickeln. Entsprechend stark sind Ängste und psychische Belastungen.

Pronova BKK: Was hilft Arbeitnehmer*innen, um die Sorgen zu sortieren und wieder mehr Sicherheit zu empfinden?

Thamm: Sie sollten zunächst das Gefühl „Wenn ich meinen Job verliere, verliere ich alles“ hinterfragen. Hilfreich ist es, reale Risiken nüchtern abzuwägen. Was kann tatsächlich passieren? Was kann ich aktiv tun? Auch der Fokus auf eigene Stärken und Ressourcen stärkt das Sicherheitsgefühl. Sich frühere Erfolge, Fähigkeiten und Erfahrungen bewusst zu machen, schafft Zuversicht. Achtsamkeitstechniken und Atemübungen helfen, ängstliche Gedanken zu unterbrechen und wieder Ruhe zu finden.

Pronova BKK: Laut Studie würden mehr als die Hälfte der Beschäftigten gerne den Job wechseln, aber nur wenige werden aktiv. Was steckt dahinter?

Thamm: Viele Menschen wünschen sich Veränderung, fürchten aber die Unsicherheit, die ein Jobwechsel mit sich bringt. Gerade in unsicheren Zeiten erscheint das Risiko zu groß, Vertrautes aufzugeben. Hinzu kommt: Manche empfinden ihr aktuelles Arbeitsumfeld trotz Unzufriedenheit als stabilisierend. Sie behalten lieber Kontrolle über eine belastende Situation, als eine ungewisse einzugehen.

Pronova BKK: Was können Arbeitgebende tun, um Sicherheit zu vermitteln?

Thamm: Unklarheit über wirtschaftliche Entwicklungen oder Veränderungen im Unternehmen schürt Unsicherheit und Misstrauen. Transparenz ist daher das wirksamste Mittel gegen Angst. Arbeitgebende sollten regelmäßig über die Lage, geplante Veränderungen und Zukunftsaussichten informieren. Zudem können sie in Weiterentwicklung und Umschulung investieren. So können Mitarbeitende sich an neue Anforderungen anpassen. Ebenso wichtig ist eine offene Unternehmenskultur, in der Sorgen und Ängste ausgesprochen werden dürfen. So entsteht Vertrauen und das Gefühl, dass man Teil des Wandels ist.

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  • Thema: Arbeiten 2025 – Arbeitsklima, Ängste, Ausfälle und KI
  • Termin: 12.03.2026, 10:00-11:30 Uhr

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Studienergebnisse

Nach abgeschlossener Veröffentlichung stehen hier die Studienergebnisse zum Download zur Verfügung. Pressevertreter*innen wenden sich bis dahin gerne an den aufgeführten Pressekontakt.

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