Kartoffelturm: Anbauen mit wenig Platz

Um Kartoffeln anzubauen, braucht man keinen eigenen Acker. Mit dem genialen Kartoffelturm erntest du schon bald auf dem Balkon oder im Kleingarten dein eigenes Kartoffelglück. Wir zeigen dir, wie’s geht.

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Um Kartoffeln anzubauen, braucht man keinen eigenen Acker. Mit dem genialen Kartoffelturm erntest du schon bald auf dem Balkon oder im Kleingarten dein eigenes Kartoffelglück. Wir zeigen dir, wie’s geht.

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Kartoffelturm: Kartoffeln pflanzen super leicht gemacht

Hey, du wolltest immer schon Kartoffeln pflanzen, aber hast keinen großen Gemüsegarten? Du planst als Familie ein leichtes Anbauprojekt, für das man keinen besonders grünen Daumen braucht? Kein Problem! Der Anbau der Knollen gelingt mühelos auf dem Balkon, im Kleingarten oder auf der Terrasse. Kartoffelpflanzen sind sehr anpassungsfähig und stellen keine hohen Ansprüche.

Alles, was du brauchst, sind unsere Tipps für einen tollen Kartoffelturm. Für den Balkon empfiehlt sich die Variante mit einem hohen Pflanzgefäß, das man im Handel kaufen kann. Auf der Terrasse oder in einem kleinen Garten sorgt der selbstgebaute Turm aus Drahtgittern und Bambusmatten für ein gutes Wachstum der Pflanzen und einen hohen Ertrag.

Wann du bzw. ihr am besten starten solltet? Am besten schon im Frühjahr: Der April ist der ideale Monat, um loszulegen.

Die Vorbereitung: in 3 Schritten zum Kartoffelturm

1. Besorge Estrichmatten oder Kaninchendraht, Bambus- oder Schilfmatten sowie Draht oder Kabelbinder.

2. Forme aus dem etwa 80 cm breiten Draht eine rund 1 Meter hohe Röhre mit einem Durchmesser von ca. 60 cm. Befestige die Enden mit Draht oder Kabelbindern.

3. Die Röhre mit den Bambus- oder Schilfmatten auskleiden, mit Bambusstangen stabilisieren und so aufstellen, dass der Turm nicht kippen kann – und überschüssiges Wasser gut abfließt.

Wenn du lieber ruckzuck loslegen möchtest, kauf fertige Pflanzgefäße. Hohe und vorzugsweise schwarze Töpfe sind optimal, denn hier erwärmt sich die Erde gut – das bringt mehr Ertrag. Tipp: An den Seiten schneidest du Löcher mit einem Durchmesser von etwa 10 Zentimetern aus, damit die Triebe später auch seitlich einen Weg ans Licht finden.

Information

Tipp

Estrichmatten haben einen stabileren Stand als Kaninchendraht und lassen sich ebenfalls gut in Form biegen. Zur Stabilisierung kann man zusätzlich ein paar große Steine einlegen.

Die Befüllung

Ab Ende April geht es ans Befüllen deines Kartoffelturms:

  • Für eine gute Drainage etwa 5 bis 10 cm Kies, Blähton oder Heu einfüllen.
  • Darauf füllst du etwa 10 bis 15 cm Sand gemischt mit Erde oder Kompost.
  • Im Abstand von etwa 5 cm die Kartoffeln kreisförmig legen und mit einer Schicht von 15 bis 20 cm Erde bedecken. Frühe Sorten sind besonders gut geeignet. Tipp: Verwende Pflanzkartoffeln oder Bio-Speisekartoffeln.
  • Achte darauf, dass du das Ganze feucht hältst (aber nicht durchnässen, sonst droht Kartoffelfäule).
  • Wenn die Keime etwa 10 bis 15 cm lang sind, bedeckst du sie erneut mit Erde, bis nur noch die Blattspitzen zu sehen sind.
  • Diesen Vorgang wiederholst du so lange, bis das Gefäß bis oben befüllt ist – so bilden sich mehrere Schichten an Kartoffelknollen.

Der Ertrag deiner Ernte lässt sich deutlich steigern, wenn du die Kartoffeln gleich in mehreren Schichten einlegst:

  • Die erste Schicht Kartoffeln mit 15 cm Erde bedecken und eine zweite, versetzt gelegte Schicht Kartoffeln legen.
  • Nach diesem Prinzip kannst du den Turm bis oben befüllen.

Gießen, pflegen und das Grün genießen

Nun heißt es abwarten und regelmäßig deine Kartoffeln gießen. Die Erde sollte feucht, aber nicht matschig sein, damit die Knollen nicht zu faulen beginnen. Mit der Zeit werden sich nicht nur oben, sondern auch an den Seiten des Turms jede Menge Triebe zeigen. Tipp: Für die bessere Entwicklung der Seitentriebe trennst du einfach Stücke aus den Matten heraus. So wird schließlich der ganze Turm ein Hingucker, der mit Kartoffellaub bedeckt und erfrischend grün ist.

Kartoffelernte

Das Glück der reichen Ernte

Faustregel: Sobald das Laub der Kartoffelpflanzen trocken wird, beginnt die Erntezeit. Allerdings zahlt es sich aus, wenn du noch geduldig bist. Denn nach 2 weiteren Wochen nehmen die Kartoffeln deutlich an Umfang zu. Dann kannst du den Turm entweder schichtweise abtragen oder komplett öffnen und deine selbstgezüchteten Kartoffeln ernten. Bleibt nur noch, ein leckeres Kartoffelrezept rauszusuchen und los geht’s!

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