Fettleber: Ursachen und Vorbeugung

Lange machte man Alkohol für eine vergrößerte Leber verantwortlich. Doch auch Zucker kann zu einer Verfettung des Stoffwechselorgans führen. Hier erfährst du die wichtigsten Infos und 5 praktische Tipps zur Vorbeugung.

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Lange machte man Alkohol für eine vergrößerte Leber verantwortlich. Doch auch Zucker kann zu einer Verfettung des Stoffwechselorgans führen. Hier erfährst du die wichtigsten Infos und 5 praktische Tipps zur Vorbeugung.

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Von den ersten Symptomen zur Behandlung

Eine Fettleber wird meist mit übermäßigem Alkoholkonsum verbunden. Doch auch ein zu hoher Zuckerkonsum führt oft zu einer krankhaften Vergrößerung des wichtigen Stoffwechselorgans. Schätzungen besagen, dass sogar jeder 3. eine vergrößerte Leber hat – oft unbemerkt. Denn die ersten Symptome wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Blähungen, Völlegefühl oder Druck im rechten Oberbauch werden oft als harmlos abgetan. Meist wird die Fettleber zufällig bei einem routinemäßigen Ultraschall oder einer Blutuntersuchung festgestellt. Dann gilt es eine Behandlung zu starten – denn eine verfettete Leber erhöht das Risiko für Leberentzündungen, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Das Gute: Man kann aktiv werden und die Gesundheit seiner Leber fördern. Eine veränderte Lebensweise mit einer Reduzierung des Zuckerkonsums und einem Plus an Bewegung trägt zu einer deutlichen Erholung der Leber bei.

Hoher Zuckerkonsum begünstigt eine Fettleber

Eine Fettleber ist eine sogenannte Wohlstandserkrankung und die Folge des Überangebots an Nahrung und Kalorien. Früher machte man fast ausschließlich Alkoholkonsum oder eine zu große Fettzufuhr für die krankhafte Vergrößerung der Leber verantwortlich. Doch heutzutage wissen wir, dass auch ein hoher Zuckerkonsum – besonders in Form von Fruktose – die Verfettung der Leber begünstigt. Fruchtzucker, der z. B. in zuckerhaltigen Getränken oder Fertigprodukten zu finden ist, kann von der Leber nicht komplett verarbeitet und abtransportiert werden. Vielmehr werden die kurzkettigen Kohlenhydrate in Fettsäuren umgewandelt und für Notzeiten in die Leber eingelagert. Bei einem ständigen Nachschub an Zucker verfettet die Leber dabei zusehends – ein erhöhtes Erkrankungsrisiko ist die Folge.

Erhöhtes Diabetes-Risiko

Diabetes zählt nicht nur zu den möglichen Ursachen einer Fettleber, sondern kann auch durch diese ausgelöst werden. Die verfettete Leber produziert selbst mehr Zucker, der den Blutzuckerspiegel dauerhaft hochhält. Die Körperzellen sind nicht mehr in der Lage, den Zucker aufzunehmen. Dadurch entsteht eine Insulinresistenz – die Vorstufe von Diabetes Typ 2. Außerdem gibt die Leber einen Botenstoff (Fetuin A) ab, der die Insulinresistenz zusätzlich erhöht und Entzündungen begünstigt, die das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Auch die Leber selbst kann erkranken: Eine Entzündung (Hepatitis) mündet in eine Leberzirrhose, die wiederum ein erhöhtes Leberkrebs-Risiko mit sich bringt. Fettstoffwechselstörungen gehen ebenfalls häufig mit einer Fettleber einher.

5 Tipps, um einer Fettleber vorzubeugen

Die gute Nachricht: Bei einer entsprechenden Änderung der Lebensweise kann sich eine Fettleber bis zu einem gewissen Grad wieder zurückbilden. Am besten ist es allerdings, wenn du gesund lebst und dadurch das Risiko einer Fettleber minimierst.

So kannst du aktiv vorbeugen:

  • Reduziere deinen Zuckerkonsum und vermeide gesüßte Getränke. Übrigens liefern auch reine Fruchtsäfte und süßes Obst eine große Menge an Fruchtzucker, die deiner Leber schaden können.
  • Lass beim Einkauf Produkte mit einem hohen Anteil an Maissirup oder Fructose-Glucose-Sirup besser gleich im Regal liegen.
  • Meide Fastfood und Fertigprodukte.
  • Trink am besten nur wenig Alkohol. Er wird ähnlich wie Zucker verstoffwechselt und belastet die Leber übermäßig.
  • Beweg dich viel, 3 Sporteinheiten pro Woche oder täglich ein zügiger Spaziergang helfen, Übergewicht vorzubeugen oder abzubauen.

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