Was sind Hantaviren?
Hantaviren sind Viren, die weltweit vorkommen und vor allem von Nagetieren übertragen werden, z. B. von Mäusen oder Ratten. Die Tiere selbst zeigen keine Symptome, können das Virus aber über Kot, Urin und Speichel ausscheiden.
In Deutschland spielen vor allem das Puumala-Virus und das Dobrava-Belgrad-Virus eine Rolle. Das Puumala-Virus wird hauptsächlich durch die Rötelmaus übertragen, das Dobrava-Belgrad-Virus durch bestimmte Mausarten, etwa die Brandmaus.
Hantavirus-Erkrankungen sind selten, aber meldepflichtig. Wird eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen, wird dies anonymisiert bzw. mit den notwendigen personenbezogenen Daten an das Gesundheitsamt weitergegeben.
Die Fallzahlen schwanken von Jahr zu Jahr, weil auch die Nagetierbestände unterschiedlich groß sind. Ein höheres Risiko haben Menschen, die viel Kontakt zu möglichen Nagetier-Lebensräumen haben – etwa bei der Gartenarbeit, Holzarbeiten, Renovierungen oder beim Reinigen von Schuppen und Kellern. Vorsicht ist auch für Katzenbesitzer*innen sinnvoll, wenn ihre Katze Mäuse oder Ratten mit nach Hause bringt.