Darum ist frühe Allergie-Prävention so wichtig
Allergien wie Neurodermitis, Nahrungsmittel- oder Tierhaarallergien, Heuschnupfen oder Asthma gehören heute zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Viele Eltern achten deshalb besorgt auf mögliche Anzeichen – etwa trockene, juckende Haut, wiederkehrende Rötungen, Bauchschmerzen, Durchfall nach bestimmten Lebensmitteln oder häufiges Niesen und Husten ohne klare Erkältung.
Gerade im Säuglings- und Kleinkindalter sind solche Beschwerden häufig unspezifisch. Sie können vorübergehend auftreten, ohne dass bereits eine Allergie vorliegt. Ein wichtiger Punkt dabei: Allergische Erkrankungen entstehen meist schrittweise.
Das hängt mit der Entwicklung des Immunsystems zusammen. Es ist in dieser Phase noch formbar und lernt erst nach und nach, zwischen harmlosen und schädlichen Reizen zu unterscheiden. Gelingt diese sogenannte Toleranzentwicklung nicht ausreichend, kann es später zu übermäßigen Abwehrreaktionen kommen – etwa auf Lebensmittel, Pollen oder andere Umweltstoffe.
Genau in diesem sensiblen Zeitfenster kann frühe Allergie-Prävention ansetzen. Eltern können diesen Reifungsprozess aktiv unterstützen – ohne den Anspruch der Perfektion und ohne strenge Regeln, aber mit Wissen darüber, was dem kindlichen Immunsystem nachweislich guttut.