Ursachenforschung gegen Kreidezähne auf Hochtouren
MIH ist eine noch relativ junge Zahnerkrankung, deren Auslöser noch nicht endgültig geklärt sind. Vermutlich kommen verschiedene Ursachen für die Entstehung der Krankheit in Frage. Fest steht, dass der Beginn der krankhaften Strukturstörungen des Zahnschmelzes zwischen dem 8. Monat der Schwangerschaft und dem 4. Lebensjahr des Kindes liegt. In diesem Zeitraum findet die Schmelzentwicklung der später betroffenen Schneide- und Backenzähne statt. Bei einem hohen Schweregrad können die Zähne schon beim Durchbrechen des Kiefers schwer geschädigt sein oder absplittern.
Im Fokus der Ursachenforschung steht der Weichmacher Bisphenol A, der in vielen Plastikartikeln steckt, in Babyflaschen aber seit 2011 verboten ist. Laborexperimente zeigten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Bisphenol A-Konsum und der Entstehung von MIH. Aber auch andere Umweltgifte sowie Antibiotikagaben während der Schwangerschaft, chronische Atemwegserkrankungen des Kindes, Infektionskrankheiten und Windpocken können ursächlich sein.
Da die Gründe jedoch nicht abschließend geklärt sind, liegt das Hauptaugenmerk in der Behandlung auf der Erhaltung der erkrankten Zähne und der Verbesserung der Lebensqualität des betroffenen Kindes.