Sonnenbrand: Tipps für Schutz und Pflege

Deine Haut ist gerötet, brennt und fühlt sich warm an? Ein Sonnenbrand ist unangenehm und kann deine Haut auch langfristig schädigen. Wir zeigen, wie du dich davor schützt und was schnelle Hilfe bringt.
Deine Haut ist gerötet, brennt und fühlt sich warm an? Ein Sonnenbrand ist unangenehm und kann deine Haut auch langfristig schädigen. Wir zeigen, wie du dich davor schützt und was schnelle Hilfe bringt.

Wie entsteht Sonnenbrand?

Im Sommer gibt es nichts Besseres, als draußen zu sein: auf dem Sprungbrett im Freibad, mit einem Eis im Park oder entspannt auf der Liege im Garten. Doch wer zu lange in der Sonne bleibt, riskiert einen Sonnenbrand. Verantwortlich dafür ist nicht die Wärme, sondern die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung). Sie dringt in die Haut ein und schädigt Hautzellen sowie deren Erbgut (DNA). Darauf reagiert die Haut mit einer Entzündung: Sie wird rot, warm, spannt oder beginnt zu brennen.

Das Tückische: Sonnenbrand zeigt sich oft erst Stunden später. Während du in der Sonne bist, fühlt sich die Haut häufig noch unauffällig an. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf Sonnenschutz zu achten.

Wie lange deine Haut ungeschützt in der Sonne bleiben kann, hängt u. a. von deinem Hauttyp ab. Bei hellen Hauttypen können bereits wenige Minuten ausreichen, bis erste Schäden entstehen.

Ist Sonnenbrand gefährlich?

Auch wenn ein Sonnenbrand äußerlich meist schnell abheilt, solltest du jede Verbrennung ernst nehmen. Denn er kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern erhöht langfristig auch das Risiko für Hautkrebs.

Kurzfristige Folgen von Sonnenbrand

Je nachdem, wie lange du in der Sonne warst, kann der Sonnenbrand unterschiedlich stark sein. Typisch ist eine Rötung der betroffenen Stellen. Dazu können weitere Beschwerden kommen, wie z. B.:

  • Wärmegefühl auf der Haut
  • Berührungsempfindliche Haut
  • Brennen
  • Spannungsgefühl
  • Schmerzen
  • Blasen, Schwellungen oder Kreislaufbeschwerden (bei sehr starkem Sonnenbrand)

Die gute Nachricht: Sonnenbrand lässt sich oft vermeiden. Wie du deine Haut vor UV-Strahlung schützen kannst und was bei akuten Beschwerden hilft, erfährst du weiter unten im Artikel.

Langfristige Folgen von Sonnenbrand

Deine Haut leistet jeden Tag ziemlich viel. Sie schützt dich und erneuert sich ständig. Viele UV-bedingte Schäden kann sie reparieren. Manche Schäden an den Hautzellen kann der Körper jedoch nicht vollständig rückgängig machen. Sie können sich über die Jahre ansammeln – und langfristige Folgen haben. Manche zeigen sich nur äußerlich, andere können Erkrankungen fördern:

  • Vorzeitige Hautalterung
  • Pigmentflecken
  • Weißer Hautkrebs
  • Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)

Hautkrebs kann oft erfolgreich behandelt werden, wenn er früh erkannt wird. Deshalb lohnt es sich, Veränderungen der Haut im Blick zu behalten und Vorsorgeangebote wahrzunehmen.

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Auch wenn du keine Veränderungen bemerkst, lohnt sich die regelmäßige Hautkrebsvorsorge. Wir unterstützen dich dabei und beteiligen uns alle 2 Jahre an den Kosten für die Untersuchung. Dabei punktet nicht nur deine Haut: Wir belohnen dich on top mit einem Bonus von jeweils 20 €.

Was hilft schnell bei Sonnenbrand?

Zu lange am See gelegen oder die Schleierwolken überschätzt – schwupps, schon röten sich Wangen, Nacken und Schultern. Einen Sonnenbrand hast du dir schnell geholt. Doch du kannst deine Haut bei der Heilung unterstützen.

Dos & Don’ts bei Sonnenbrand

Dos Don'ts
Schatten suchen Weiter in der Sonne aufhalten
Haut kühlen, z. B. mit einem nassen T-Shirt Eis und Kühlpacks direkt auf die Haut geben, das belastet sie zusätzlich
Kühlende Umschläge: Dabei eignen sich auch Hausmittel wie Quark oder Schwarztee Kokosöl auftragen: Es legt sich wie ein Film auf die Haut und kann verhindern, dass Wärme gut abgegeben wird
Leichte Pflege, die deine Haut mit Feuchtigkeit versorgt Haut mit Zitronensaft oder Apfelessig behandeln: Säure kann die entzündete Haut reizen
Bei Schmerzen oder Juckreiz können rezeptfreie Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Hydrocortison oder Ibuprofen sinnvoll sein. Lass dich dazu in der Apotheke beraten. Haushaltshonig auftragen: Er kann mit Keimen verunreinigt sein
Lockere Kleidung tragen: Weite Kleidung aus atmungsaktiven, weichen Stoffen wie Baumwolle oder Leinen verhindert Reibung auf der verbrannten Haut. Blasen öffnen, die Haut kann sich infizieren
Viel Wasser trinken, um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen Juckende Haut kratzen, lieber mit Feuchtigkeit versorgen

Was bringen After-Sun-Produkte?

Ob als Gel, Lotion oder leichte Creme: After-Sun-Produkte können deiner Haut helfen, sich nach einem Sonnenbrand zu erholen. Im Vergleich zu anderen Pflegeprodukten haben sie einen hohen Wasseranteil. Er verdunstet nach dem Auftragen, das kühlt und beruhigt die Haut. Schau vor dem Kauf am besten auf die Inhaltsstoffe: Aloe Vera kühlt und spendet Feuchtigkeit, Dexpanthenol unterstützt deine Haut beim Regenerieren und wirkt antientzündlich. Fühlt sich deine Haut sehr trocken an, kann Hyaluron helfen, weil es Feuchtigkeit bindet. Vermeide dagegen Alkohol, ätherische Öle oder Duftstoffe. Sie können die Haut zusätzlich reizen oder austrocknen.

Wie lange braucht die Haut zum Regenerieren?

Das kommt darauf an, wie stark dein Sonnenbrand ist. Ein leichter Sonnenbrand erreicht meist nach 6–24 h seinen Höhepunkt. Danach können Rötung und Beschwerden innerhalb von etwa 2–3 Tagen abklingen. Ist der Sonnenbrand stärker und schmerzhaft, kann die Heilung auch 5 Tage oder länger dauern. Wirft die Haut Blasen und schuppt sich anschließend, können bis zur vollständigen Abheilung sogar 2 Wochen vergehen.

Wichtig zu wissen: Auch wenn die Haut äußerlich wieder gesund aussieht, können UV-bedingte Schäden an den Hautzellen zurückbleiben. Deshalb ist jeder Sonnenbrand einer zu viel.

Gönne deiner Haut nach einem Sonnenbrand in jedem Fall eine Pause von der Sonne und gib ihr Zeit, sich zu erholen.

Wann solltest du mit Sonnenbrand zur Ärztin oder zum Arzt?

Mit einem leichten bis mittelschweren Sonnenbrand wird deine Haut in der Regel selbst fertig. Sobald du aber starke Schmerzen hast, eine große Körperfläche betroffen ist oder deine Haut Blasen wirft, solltest du medizinischen Rat einholen. Das gilt auch bei Übelkeit, Schüttelfrost oder Fieber sowie bei Beschwerden, die sich verschlimmern oder nach einigen Tagen nicht zurückgehen.

Was schützt vor Sonnenbrand?

Deine Haut vor der Sonne zu schützen, ist easy. Oft reichen schon ein paar einfache Gewohnheiten, damit du sonnige Tage entspannt genießen kannst. Besonders gut klappt das, wenn du verschiedene Schutzmaßnahmen miteinander kombinierst.

Im Frühjahr oder bei bewölktem Himmel wird die Sonne schon nicht so stark sein, oder? Weil du UV-Strahlung weder sehen noch spüren kannst, kannst du sie leicht unterschätzen. Orientierung bietet der UV-Index. Den kannst du easy online checken – ähnlich wie den Wetterbericht. Die Werte reichen von 1–11. Ab Stufe 3 solltest du dich mit Sonnencreme und der richtigen Kleidung schützen.

Wenn die Sonne besonders hoch steht, ist auch die UV-Belastung am stärksten. Bleibe also zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten oder plane deinen Tag so, dass du nur am Vormittag oder späten Nachmittag draußen bist.

Sonnencreme kann dich vor UV-Strahlen schützen, wenn du ein paar Dinge beachtest. Die richtige Anwendung von Sonnencreme ist wichtig und zum Glück ganz easy.

Übrigens: Auch im Schatten kannst du einen Sonnenbrand bekommen. Denn UV-Strahlen erreichen deine Haut nicht nur direkt von oben, sondern können z. B. von Wasser, Sand oder hellen Wänden reflektiert werden. Am besten cremst du dich also auch im Schatten ein.

Mit spezieller UV-Schutzkleidung kannst du dich ebenfalls vor Sonnenschäden schützen. Shirts, Hosen und Hüte sind meist sehr fein gewebt, weshalb kaum UV-Strahlung an die Haut dringt. Oft sind die Stoffe zusätzlich behandelt, damit sie noch besser schützen. Ob sie zuverlässig sind, können dir entsprechende Gütesiegel verraten, z. B. die Zertifizierung UV-Standard 801.

Kinder vor Sonnenbrand schützen

Kinderhaut braucht in der Sonne extra viel Aufmerksamkeit. Denn sie ist dünner und empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Babys im 1. Lebensjahr sollten nicht direkt in die Sonne. Am besten bleiben sie im Schatten und tragen leichte, dicht gewebte Kleidung mit UV-Schutz sowie eine Kopfbedeckung. Sonnencreme sollte nur ergänzend und nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis verwendet werden. Denn sie ersetzt keinen Sonnenschutz durch Schatten und Kleidung.

Auch wichtig zu wissen: Kleinkinder haben kaum Eigenschutz. Erwachsene können je nach Hauttyp 5–30 min ungeschützt in der Sonne sein, ohne zu verbrennen. Für Kleinkinder gilt das nicht. Egal wie hell oder dunkel ihre Haut ist, sie können schon nach wenigen Minuten einen Sonnenbrand bekommen.

Dabei erhöht jeder Sonnenbrand das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Kinder und Jugendliche sollten deshalb besonders geschützt sein. Dazu gehört neben Sonnencreme ein Sonnenhut mit breiter Krempe, luftige UV-dichte Kleidung, eine Sonnenbrille mit UV-Schutz sowie möglichst viel Zeit im Schatten.

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Autor: Onlineredaktion Pronova BKK Zuletzt aktualisiert: 02.07.2026