Ursachen für Gelenkprobleme
Warum sich eine Arthrose oder eine entzündliche rheumatische Erkrankung entwickelt, lässt sich nicht immer eindeutig beantworten. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen. Einige davon kannst du sogar selbst beeinflussen.
Arthrose: Wenn der Knorpel abbaut
Bei einer Arthrose nutzt sich der Gelenkknorpel über viele Jahre hinweg ab. Dieser Prozess beginnt häufig schleichend, oft zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Laut Robert Koch-Institut haben 32,2 % der Menschen im Alter von 65-79 Arthrose. Bei den 80-Jährigen sind es 41 %. Neben dem Alter können auch frühere Verletzungen oder Operationen eine Rolle spielen. Ebenso belasten Fehlstellungen wie X- oder O-Beine die Gelenke. Das gilt auch für ein höheres Körpergewicht. Darüber hinaus gibt es eine genetische Veranlagung, die beeinflussen kann, wie anfällig deine Gelenke sind.
Rheumatoide Arthritis: Wenn das Immunsystem fehlreagiert
Die genauen Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind noch nicht vollständig geklärt. Fest steht: Das Immunsystem richtet sich gegen die Gelenkinnenhaut und löst dort eine chronische Entzündung aus. Bestimmte Faktoren können das Risiko dafür erhöhen. Dazu zählen eine genetische Veranlagung oder das Geschlecht: Frauen erkranken 3x so oft wie Männer. Auch Übergewicht sowie bestimmte Umweltfaktoren wie Viren oder Schadstoffe am Arbeitsplatz spielen eine Rolle. Genauso dein Lebensstil: Z. B. kann Rauchen den Verlauf einer rheumatoiden Arthritis ungünstig beeinflussen.
Überlastung: Wenn das Maß nicht stimmt
Bei einer Überlastung spielt oft dein Bewegungsverhalten eine wichtige Rolle. Das kann z. B. passieren, wenn du dein Training zu schnell steigerst oder Bewegungen über längere Zeit einseitig ausführst. Auch ein Ungleichgewicht zwischen einzelnen Muskelgruppen kann dazu führen, dass Gelenke stärker beansprucht werden. Umgekehrt kann auch Bewegungsmangel die Beschwerden begünstigen: Wird dein Körper plötzlich stärker gefordert, kann die neue Belastung zu viel sein.