Woran du eine Schilddrüsenunterfunktion erkennen kannst
Die Schilddrüse ist klein, aber sie hat großen Einfluss auf deinen Körper. Sie bildet Hormone, die z. B. den Energieverbrauch, die Körpertemperatur, den Herzschlag, die Verdauung und den Zyklus mitsteuern. Produziert sie zu wenig Hormone, liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, auch Hypothyreose genannt. Dann läuft dein Stoffwechsel langsamer als sonst.
Das Problem: Eine Unterfunktion entwickelt sich oft schleichend. Viele Beschwerden wirken zunächst unspezifisch. Genau deshalb wird die Erkrankung manchmal erst spät erkannt. Eine sichere Diagnose erfolgt nicht über ein einzelnes Symptom, sondern über die ärztliche Abklärung und einen Bluttest.
Typische Beschwerden sind:
- Müdigkeit
- Antriebsschwäche
- Frieren
- Verstopfung
- Ein eher langsamer Puls
Hinzukommen können:
- Konzentrationsprobleme
- Gedächtnisstörungen
- Trockene Haut und Haare
- Haarausfall
- Eine heisere Stimme
- Eine leichte bis mäßige Gewichtszunahme
Manche Betroffene fühlen sich auch psychisch verändert, z. B. niedergeschlagen oder ungewöhnlich teilnahmslos.
Auch Muskel- oder Gelenkschmerzen, verlangsamte Reflexe, Kribbeln oder Taubheitsgefühle sind möglich. Bei Frauen können starke oder unregelmäßige Regelblutungen auftreten. Auch die Fruchtbarkeit kann eingeschränkt sein. Das heißt nicht, dass eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist. Aber wenn du einen Kinderwunsch hast, solltest du auffällige Beschwerden oder veränderte Schilddrüsenwerte ärztlich abklären lassen.
Wichtig ist: Diese Symptome sind nicht automatisch ein Beweis für eine Unterfunktion. Viele davon können auch andere Ursachen haben. Genau darum bringt Rätselraten nur wenig. Wenn Beschwerden über längere Zeit bleiben oder mehrere Punkte zusammenkommen, ist ein Termin in der hausärztlichen Praxis sinnvoll.