Negative Effekte durch Gaming
Gaming hat teilweise einen schlechten Ruf. Wichtig zu wissen: Probleme entstehen meist dann, wenn das Spielen andere wichtige Bereiche im Alltag verdrängt, z. B. Bewegung, Schlaf oder Zeit mit Familie und Freund*innen. Außerdem kommt es darauf an, was und wie lange du spielst bzw. deine Kinder spielen.
Macht Gaming aggressiv?
Diese Sorge kennen viele Eltern. Nach dem heutigen Forschungsstand gibt es keine überzeugenden Belege dafür, dass Gaming aggressiv macht. Zwar können manche Spiele kurzfristig aufregen oder frustrieren. Dass jemand dauerhaft aggressiv wird, lässt sich dadurch aber nicht erklären. Viel wichtiger sind andere Faktoren, z. B. Familie, Freundeskreis oder die psychische Gesundheit.
Bewegungsmangel beim Gaming
Wer oft vor dem Bildschirm sitzt und spielt, bewegt sich meist im Alltag zu wenig. Auf Dauer kann das zu Übergewicht und einer schlechteren Fitness beitragen.
Körperliche Beschwerden durch Gaming
Langes Sitzen und eine einseitige Haltung können beim Gaming den Körper belasten. Häufig zeigen sich Verspannungen im Nacken und in den Schultern, Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen. Auch trockene Augen und schmerzende Handgelenke können die Folge sein.
Ab wann wird Gaming zur Sucht?
Wer gerne und oft spielt, ist nicht automatisch süchtig. Die Dauer des Spielens ist dabei nicht entscheidend. Eher geht es darum, welche Rolle das Gaming bei dir oder deinen Kindern im Alltag einnimmt.
Mögliche Warnzeichen sind z. B.:
- Gaming steht meist an 1. Stelle.
- Schule, Beruf oder Hobbys geraten in den Hintergrund.
- Freundschaften und Zeit mit der Familie werden vernachlässigt.
- Es wird weitergespielt, obwohl dadurch Probleme entstehen, z. B. schlechte Noten oder Konflikte im Job.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt die sogenannte Gaming Disorder als Erkrankung an. Wenn du das Gefühl hast, dass Gaming deinen Alltag bestimmt oder dir hilft, mit Stress oder belastenden Gefühlen umzugehen, solltest du dir Unterstützung holen. Auch Eltern sollten aufmerksam werden, wenn sich ihr Kind stark zurückzieht oder das Spielen immer mehr Raum einnimmt.