Behandlung von Kopfgneis und Milchschorf
Ob und wie du die Kopfhaut deines Babys behandeln solltest, hängt davon ab, welche Hautveränderung vorliegt. Kopfgneis verursacht meist keine Beschwerden und verschwindet mit der Zeit von selbst. Du musst die Schuppen daher nicht entfernen. Möchtest du sie lösen, weil sie dich z. B. bei der Haarpflege stören, gehe besonders sanft vor.
Bei Milchschorf braucht die entzündete und häufig juckende Haut mehr Aufmerksamkeit. Hier geht es v. a. darum, den Juckreiz zu lindern und die Haut vor weiteren Reizungen zu schützen.
Kopfgneis sanft entfernen: So geht’s
Um bei Kopfgneis die Schuppen zu lösen, kannst du sie zunächst einweichen. Trage dafür am Abend etwas Babyöl oder ein anderes für Babyhaut geeignetes Pflegeöl auf die betroffenen Stellen auf und lasse es über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen kannst du die gelösten Schuppen vorsichtig mit einer weichen Babybürste entfernen. Festsitzende Krusten solltest du nicht abkratzen, da dabei die empfindliche Kopfhaut deines Babys verletzt werden kann. Wasche die Haare anschließend mit einem milden Babyshampoo, um Öl und Schuppenreste auszuspülen.
Manchmal lösen sich zusammen mit dem Kopfgneis auch einzelne Haare. Das ist ganz normal. Die Haare sind häufig mit den Schuppen verklebt und werden beim Ablösen mit herausgezogen. Dein Baby verliert in den ersten Lebensmonaten sowieso sein 1. Haupthaar. Die Haare wachsen also nach.
Was hilft bei Milchschorf?
Bei Milchschorf solltest du die Krusten besonders vorsichtig behandeln. Kratzen oder gewaltsames Ablösen kann die entzündete Haut zusätzlich reizen und kleine Verletzungen verursachen. Davon könnten auch Narben zurückbleiben. Versuche stattdessen, die Beschwerden deines Babys zu lindern und seine natürliche Hautbarriere zu unterstützen.
Eine rückfettende Creme oder Salbe für empfindliche Babyhaut pflegt trockene Haut und unterstützt die natürliche Hautbarriere. Wähle am besten ein Produkt ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Spezielle Milchschorf-Shampoos sind in der Regel nicht nötig. Bade dein Baby möglichst kurz und nicht zu heiß. Achte außerdem darauf, dass ihm nicht zu warm wird, denn Schwitzen kann den Juckreiz verstärken.
Kurze Fingernägel helfen dabei, Verletzungen durch Kratzen vorzubeugen. Bei starkem Juckreiz können für kurze Zeit auch weiche Baumwollfäustlinge für dein Baby sinnvoll sein. Ist die Haut stark entzündet, nässt sie oder leidet dein Baby deutlich unter dem Juckreiz, lasse die Beschwerden kinderärztlich abklären. Je nach Befund kann eine gezielte medizinische Behandlung sinnvoll sein.