Die Folgen: Gar nicht harmlos
Nach heutigem Wissensstand wirken E-Zigaretten weniger negativ auf die Gesundheit als herkömmliche Zigaretten. Ihr Dampf enthält nicht so viele schädliche Substanzen wie der Rauch von Tabakzigaretten. Es fehlen aber bisher Studien zur Langzeitwirkung, weil die Geräte noch nicht lange auf dem Markt sind.
Sicher ist aber bereits: Der Dampf ist alles andere als harmlos. So macht das Nikotin, das die meisten Liquids enthalten, extrem schnell abhängig. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Gesundheit. Außerdem werden beim Vapen eine große Zahl an festen und flüssigen Stoffen inhaliert, die das Herzkreislaufsystem und die Lunge schädigen können. Substanzen wie Formaldehyd, Acetaldehyd und das zelltoxische Acrolein sind potenziell krebserregend. Übrigens: Bei den nikotinfreien Varianten von Liquids müssen Hersteller noch nicht einmal angeben, was genau drinsteckt.
Das sind die Risiken im Überblick:
- Nikotin setzt Stresshormone frei, erhöht den Blutdruck und das Thrombose-Risiko. Das tut es auch, wenn es über die E-Zigarette aufgenommen wird. Vor allem was das Risiko für Schlaganfälle, Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen angeht, schneidet die E-Zigarette nicht besser ab als die normale Zigarette.
- Eine Studie aus Südkorea zeigte, dass Ex-Raucher*innen, die auf E-Zigaretten umgestiegen sind, deutlich häufiger an Lungenkrebs erkranken als jene, die komplett mit dem Rauchen aufgehört haben.
- Dieselbe Studie ergab, dass Konsumenten von E-Zigaretten häufiger unter Erektionsstörungen leiden.
- Acetaldehyd und Formaldehyd reizen Haut- sowie Schleimhäute und schädigen die Atemwege. Außerdem gelten sie als krebserregend.