Ist eine Keuchhusten-Impfung sinnvoll?
Ja, bei geimpften Kindern verläuft die Erkrankung meist milder, sodass typische Keuchhustenanfälle, Keuchen und Erbrechen ausbleiben können. Deshalb sollte auch ein scheinbar harmloser, aber lang anhaltender trockener Husten immer ärztlich abgeklärt werden.
Die STIKO empfiehlt für Babys, die nicht zu früh geboren wurden, 3 Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten. Frühgeborene sollen 4 Impfungen im Alter von 2, 3, 4 und 11 Monaten erhalten. Auffrischungen sind mit 5-6 sowie mit 9-16 Jahren vorgesehen. Verpasste Impfungen sollten nachgeholt werden.
Auch in jeder Schwangerschaft empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen Keuchhusten. Sie sollte zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels, also ab der 28. Schwangerschaftswoche, erfolgen. Besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt, soll die Impfung bereits im 2. Schwangerschaftsdrittel stattfinden. Diese Empfehlung gilt unabhängig davon, wann zuletzt gegen Keuchhusten geimpft wurde. Die mütterlichen Antikörper gehen auf das ungeborene Kind über und können es in den 1. Lebenswochen schützen.
Auch Erwachsene sollten ihren Pertussis-Schutz prüfen lassen – besonders, wenn sie engen Kontakt zu Babys haben. Die Pronova BKK übernimmt die Kosten für die empfohlenen Impfungen.