Wie Selbstwahrnehmung und Körperbild zusammenhängen
Selbstwahrnehmung beschreibt, wie du dich selbst siehst, einschätzt und erlebst. Dazu gehören deine Gedanken, Gefühle, Stärken, Unsicherheiten und Bedürfnisse. Auch dein Körperbild ist ein Teil davon. Es beschreibt, wie du deinen Körper wahrnimmst, bewertest und dich in ihm fühlst. Vielleicht kennst du das: An manchen Tagen schaust du in den Spiegel und fühlst dich wohl. An anderen fällt dein Blick sofort auf Dinge, die du an dir verändern würdest. Diese Sicht auf dich selbst ist Teil deiner Selbstwahrnehmung.
Dabei entsteht dein Körperbild nicht allein vor dem Spiegel. Es wird durch viele Einflüsse geprägt: durch Erfahrungen, Kommentare, Familie, Freundeskreise, gesellschaftliche Schönheitsideale und soziale Netzwerke. Auch verletzende Kommentare oder Erfahrungen mit Bodyshaming können beeinflussen, wie Menschen ihren eigenen Körper wahrnehmen.
Hinzu kommt: Menschen vergleichen sich von Natur aus mit anderen. Das hilft dabei, sich selbst einzuordnen. Belastend kann es werden, wenn diese Vergleiche fast ausschließlich mit idealisierten Bildern stattfinden. Wer ständig scheinbar perfekte Körper sieht, kann leicht zum Eindruck gelangen, mit dem eigenen Aussehen nicht zu genügen.
So kann eine verzerrte Selbstwahrnehmung entstehen. Dann wirken vermeintliche Makel plötzlich viel größer, als sie tatsächlich sind. Der Blick richtet sich immer stärker auf das, was angeblich nicht stimmt, statt darauf, was den eigenen Körper ausmacht.
Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind dafür anfällig. In dieser Lebensphase verändert sich der Körper, die eigene Identität entwickelt sich, und die Meinung anderer hat oft einen hohen Stellenwert. Wenn soziale Medien dann immer wieder dieselben Schönheitsideale zeigen, kann das den Druck zusätzlich verstärken.