Onkologisches Social Care Projekt OSCAR

Leverkusen, 6. Mai 2021: Heute wurde das in 2018 unter Federführung der pronova BKK gestartete Innovationsfonds-Projekt OSCAR beendet. Erste Ergebnisse des Projektes zeigen, dass sich das Programm positiv auf die Therapie von Menschen mit Krebserkrankungen auswirken konnte. Neben einem Rückgang an Krankenhaus-Aufenthalten konnte zudem eine Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen festgestellt werden.

Mit der Diagnose Krebs ändert sich vieles im Leben von Patientinnen und Patienten. Häufig stellen Erkrankung und Therapie die Betroffenen auf eine körperliche und seelische Belastungsprobe. Dies kann sich maßgeblich auf die Lebensqualität auswirken und ein Voranschreiten der Erkrankung begünstigen. Mit OSCAR – kurz für „Onkologisches Social Care Projekt der BKK“ – wurde unter Konsortialführung durch die pronova BKK ein Versorgungsprogramm geschaffen, um Menschen während ihrer Krebstherapie zu unterstützen und zu begleiten. Ziel war es, so bereits ab Diagnosestellung die Lebensqualität bestmöglich zu optimieren.

Erste Projektbilanz fällt positiv aus

Die heute anlässlich der Veranstaltungsreihe „BKK INNOVATIV – Ergebnisse aus dem Innovationsfonds“ des BKK Dachverbands vorgestellten ersten Erkenntnisse zu OSCAR zeigen auf, dass sich die Zielsetzung des Projekts auch in der Praxis widerspiegelt. So konnte etwa ein Anstieg der gesundheitsbezogenen und krebsspezifischen Lebensqualität der Betroffenen innerhalb der ersten sechs Monate nach Therapiebeginn nachgewiesen werden. Die Beurteilung der Lebensqualität erfolgte unter anderem unter Einbezug symptombezogener Skalen zur Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen bei den Betroffenen. Aus den Ergebnissen geht zudem erkennbar hervor, dass sich die durchschnittliche vollstationäre Verweildauer von Krebspatientinnen und -patienten in Krankenhäusern reduzierte.

„Mit OSCAR ist es uns gelungen, die sozialmedizinische Mitberatung onkologischer Patientinnen und Patienten zu stärken“, fasst Volker Latz, Bereichsmanager Produkte, Leistungen und Innovationen bei der pronova BKK, zusammen. „Die aktivere Einbindung in die Therapiemitgestaltung wirkt sich positiv auf die Lebensqualität von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus und erweist sich gesundheitsökonomisch als tragfähig für den Transfer in die Regelversorgung“, so Volker Latz weiter.

Therapiebegleitung durch die Social Care Nurse

Herzstück des Versorgungsprogramms ist die sogenannte Social Care Nurse, die Menschen in jeder Phase ihrer Krebsbehandlung begleitet und bei der Abstimmung aller therapeutisch-diagnostischen Maßnahmen unterstützt. Die speziell ausgebildete Fachkraft ist als zentrale Ansprechperson ein wichtiges Bindeglied zwischen den Betroffenen und ihren behandelnden Ärztinnen bzw. Ärzten, Pflegenden, Therapierenden und nicht zuletzt den Sozialdiensten sowie Sozialleistungsträgern, wie z. B. Krankenkassen.

Förderung durch den Innovationsfonds

Das Projekt wurde, federführend durch die pronova BKK, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem BKK Dachverband und 40 weiteren Betriebskrankenkassen durchgeführt. Dafür erhielt das interdisziplinäre Projektteam eine Förderung aus dem Innovationsfonds in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessierten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse rund 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon, per Videoberatung, über die App, via E-Mail, im Chat oder in den 60 Service-Centern vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden.

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