Als modernes Arbeitsleiden ist Quiet Cracking sogar weiter verbreitet als die innere Kündigung, zeigt die Studie: 24 % der Befragten haben schon mal innerlich gekündigt. 31 % haben dieses Verhalten bei Kolleg*innen beobachtet.
Der Grund für diese Phänomene: Dauerstress, fehlende Wertschätzung und lange Arbeitszeiten prägen für viele den Berufsalltag. 42 % nennen zu viel Stress als Hauptursache für ihre Unzufriedenheit. 40 % beklagen fehlende Wertschätzung am Arbeitsplatz und 29 % leiden unter Überstunden, Schichtarbeit und ständiger Erreichbarkeit. Patrizia Thamm, Wirtschaftspsychologin und Resilienz-Trainerin bei der Pronova BKK, erklärt, warum gerade die stille Überlastung so gefährlich ist: „Quiet Cracking verläuft schleichend und oft unbemerkt. Die Betroffenen funktionieren nach außen weiter, sind innerlich aber bereits erschöpft oder ausgebrannt. Die Überlastung bleibt für Führungskräfte und Kolleg*innen lange unerkannt. Deshalb greift die Prävention oft zu spät.“