Vorzeiger Samenerguss ist ein häufiges Problem
Durchschnittlich braucht ein Mann laut Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) etwa 5-7 min bis zum Orgasmus. Manchmal geht es viel oder sehr viel schneller. Von einem vorzeitigen Samenerguss spricht man, wenn ein Mann bereits nach wenigen Stößen oder unmittelbar nach dem Einführen des Penis in die Vagina bzw. bei Oral- oder Analverkehr kommt. Und dabei der Sex für den Mann oder das Paar nicht als befriedigend empfunden wird, sondern ihn oder beide belastet.
Wie häufig ist das Problem?
Laut einer 2025 im „Journal of Sexual Medicine“ veröffentlichten Meta-Analyse, die 79 Studien mit mehr als 319.000 Teilnehmenden aus 33 Ländern auswertete, sind im Durchschnitt etwa 14 % der Männer von vorzeitigem Samenerguss betroffen. Die gute Nachricht: Oft ist es ein Zeichen, dass Erregung, Atmung und Körperwahrnehmung aus dem Gleichgewicht geraten sind. Und das lässt sich verändern.
Wichtig ist: Keine Panik
Psychische Belastungen wie Unsicherheit, Ängste und Leistungsdruck können den vorzeitigen Samenerguss auslösen. Wenn das passiert, lass dich nicht verunsichern. Es ist vollkommen normal, wenn das ab und an einmal vorkommt. Erst wenn es jedes Mal auftritt und du darunter leidest, lohnt es sich zu handeln. Kommunikation und Einfühlungsvermögen helfen dabei, entspannt zu bleiben. Mit Routine und Technik kannst du lernen, die eigene Erregung besser wahrzunehmen und zu kontrollieren. Es geht nicht nur um die Zeit, sondern darum, dass du und deine Partnerin bzw. dein Partner sich wohlfühlen.