SSW 2 Der Weg zur Befruchtung

Du bist noch nicht schwanger, aber dein Körper arbeitet bereits jetzt auf Hochtouren: In der 2. Schwangerschaftswoche reifen die Eizellen heran, die fruchtbare Zeit beginnt. Erfahre, was rund um den Eisprung passiert.

Du bist noch nicht schwanger, aber dein Körper arbeitet bereits jetzt auf Hochtouren: In der 2. Schwangerschaftswoche reifen die Eizellen heran, die fruchtbare Zeit beginnt. Erfahre, was rund um den Eisprung passiert.

Das erwartet dich in SSW 2

Auch in der 2. Schwangerschaftswoche bist du noch nicht schwanger. Gezählt wird nämlich ab dem 1. Tag deiner letzten Periode, also noch bevor die Befruchtung überhaupt stattfindet. Diese beiden Wochen gelten rückwirkend als offizieller Beginn der Schwangerschaft. Obwohl es noch keine befruchtete Eizelle gibt, bereitet sich dein Körper intensiv auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Bei einem regelmäßigen Zyklus finden der Eisprung und eine mögliche Befruchtung in der 3. SSW statt – erst dann bist du schwanger. Die medizinisch 2. Schwangerschaftswoche liegt also ca. eine Woche vor einer möglichen Befruchtung.

Dein Körper in SSW 2

In der 2. Schwangerschaftswoche reifen die Eizellen in den Eierstöcken heran. Gleichzeitig wächst die Gebärmutterschleimhaut weiter und wird gut durchblutet, um optimale Bedingungen für eine mögliche Einnistung zu schaffen. Die fruchtbaren Tage und damit die Chance auf eine Befruchtung rücken näher. Jedenfalls dann, wenn du nicht verhütest. Du befindest dich jetzt in der 2. Woche deines Zyklus und damit in der sogenannten Follikelphase. Gegen Ende dieser Woche, also etwa 14 Tage nach Beginn der letzten Regelblutung, erfolgt der Eisprung (Ovulation).

Was passiert in der 1. Hälfte des Zyklus?

  • Deine Periode ist vorbei.
  • Die Eizelle reift in den Eierstockfollikeln heran.
  • Der Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen steigt an und sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut weiter aufbaut. So entstehen ideale Bedingungen, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann.
  • Der Zervixschleim verändert sich: Er wird zunehmend klarer und flüssiger, um Spermien den Weg zur Eizelle zu erleichtern.

Viele Frauen spüren in dieser Zeit mehr Energie und ein allgemein gesteigertes Wohlbefinden – einige bemerken auch ein verbessertes Hautbild oder haben mehr Lust auf Sex. Erste Anzeichen für den baldigen Eisprung können ein veränderter Zervixschleim oder ein Mittelschmerz sein. Der Mittelschmerz, auch Ovulations- oder Intermenstrualschmerz genannt, beschreibt einen Schmerz im Unterbauch und im Becken, der in der Mitte des weiblichen Zyklus auftreten kann und durch den Eisprung ausgelöst wird.

Was passiert beim Eisprung?

Damit du schwanger wirst, muss die reife Eizelle in der 2. Schwangerschaftswoche befruchtet werden.

Die Eizelle wandert durch den Eileiter zur Gebärmutter und kann während eines Zeitfensters von 12-24 h befruchtet werden. Dabei ist es nicht unbedingt wichtig, genau innerhalb dieser 24 h ungeschützten Sex zu haben. Spermien können 3-5 Tage im Körper einer Frau überleben und auf die Eizelle warten.

Auch wenn der Eisprung noch nicht stattgefunden hat: In der fruchtbaren Phase bist du schon 5 Tage früher.

Den ungefähren Zeitpunkt deiner Fruchtbarkeit kannst du mit einem Ovulationstest aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke feststellen. Dabei wird mit einem Teststreifen die Konzentration des Luteinisierenden Hormons (LH) im Urin gemessen. Diese steigt etwa 24-36 h vor dem Eisprung deutlich an. Auch durch die Methode der natürlichen Familienplanung kannst du deine Fruchtbarkeit mithilfe von Körperzeichen und Zyklusbeobachtungen bestimmen.

Zu diesen Beschwerden kann es in SSW 2 kommen

Die meisten Beschwerden und körperlichen Veränderungen, die du jetzt möglicherweise spürst, sind zyklusbedingt und noch nicht auf eine Schwangerschaft zurückzuführen.

Wenn es in deinem Unterbauch zieht, dann kann es sein, dass du die heranreifende Eizelle in den Follikeln spürst. Möglicherweise merkst du am Ende der Woche auch deinen Eisprung. Wärme oder leichte Bewegung tun jetzt gut.

Durch die steigende Östrogenproduktion können die Brüste empfindlich werden. Trage bequeme, stützende Unterwäsche ohne enge Bügel.

Veränderungen im Hormonspiegel können leichte Kopfschmerzen auslösen. Tipps: viel trinken, um den Kreislauf zu stabilisieren, Pausen einlegen und ein Spaziergang an der frischen Luft.

Hormonschwankungen können bei manchen Frauen Blähungen oder ein Völlegefühl verursachen. Ballaststoffreiche Ernährung und sanfte Bewegung fördern die Verdauung.

Auch in dieser Zyklusphase können Hormone deine Stimmung beeinflussen. Achte auf kleine Auszeiten, Bewegung und Dinge, die dir guttun.

Ernährung und Bewegung für deine Fruchtbarkeit

Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um dir und deinem Körper etwas Gutes zu tun. Kleine Bewegungs- und Ernährungsroutinen können viel bewirken und schaffen die besten Voraussetzungen, damit sich ein Baby in deinem Uterus einnistet.

  • Beweg dich leicht: Ob Yoga, Walken oder eine Runde Schwimmen – moderate Bewegung verbessert die Durchblutung, reguliert den Hormonhaushalt und kann die Einnistung einer befruchteten Eizelle begünstigen. 30 min am Tag reichen schon.
  • Iss clever: Zink und Vitamin E unterstützen die Eizellreifung und die Gebärmutterschleimhaut. Hol dir die Power aus Haferflocken, Kürbiskernen, Linsen oder pflanzlichen Ölen. Weniger Zucker tut zusätzlich gut. Ein stabiler Blutzucker wirkt sich positiv auf deine Fruchtbarkeit aus.
  • Verzichte auf Alkohol und Rauchen: Damit tust du dir und deinem zukünftigen Baby etwas Gutes. Die Schadstoffe lagern sich nämlich in deinem Körper ab und können die Fruchtbarkeit und Eizellreifung negativ beeinflussen und nach der Befruchtung der Gesundheit des Embryos schaden.
  • Vergiss die Zähne nicht: Klingt überraschend, ist aber wichtig. Entzündungen durch Parodontitis können die Einnistung der Eizelle stören. Also: Zähne putzen, Zahnseide nutzen und regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle.

SSW 2: Noch kein Arzttermin nötig

Deine Schwangerschaft wird ab dem 1. Tag deiner letzten Periode gerechnet. Auch in der 2. Woche ist noch kein Termin bei deiner Ärztin oder deinem Arzt nötig. Bei Verdacht auf eine Schwangerschaft oder nach einem positiven Schwangerschaftstest kannst du ab SSW 5 zur 1. Vorsorgeuntersuchung, auch Erstuntersuchung genannt, zu deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder einer Hebamme gehen. Idealerweise sollte diese Untersuchung bis zur SSW 9 stattfinden. Dabei wird die Schwangerschaft bestätigt, und du bekommst deinen Mutterpass. Bei diesem 1. Vorsorgetermin stehen einige wichtige Basischecks auf dem Plan:

  • Blutuntersuchungen (Blutgruppe, Rhesusfaktor, Antikörper, HIV, Hepatitis B, Röteln)
  • Urinprobe und Chlamydien-Test
  • Blutdruck- und Gewichtskontrolle
  • Erhebung der Krankengeschichte und Beratung zu Ernährung, Impfstatus, Risiken und Hebammenwahl

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