SSW 3 Das neue Leben beginnt

In der 3. Schwangerschaftswoche entsteht ein neues Leben: Nach der Befruchtung verschmelzen Ei und Spermium miteinander, die Zellteilung beginnt. Erfahre, welche Prozesse jetzt ablaufen und worauf du achten solltest.

In der 3. Schwangerschaftswoche entsteht ein neues Leben: Nach der Befruchtung verschmelzen Ei und Spermium miteinander, die Zellteilung beginnt. Erfahre, welche Prozesse jetzt ablaufen und worauf du achten solltest.

Das erwartet dich in SSW 3

Mit Beginn der 3. Schwangerschaftswoche bist du nicht nur rechnerisch, sondern auch medizinisch schwanger – jedenfalls dann, wenn die Eizelle erfolgreich befruchtet wurde. Die Chromosomen von Eizelle und Spermium verschmelzen miteinander, die Zellteilung beginnt. Mach dir keine Sorgen, falls es zu einer leichten Blutung kommt. Diese Einnistungsblutung zeigt, dass sich die Eizelle erfolgreich in der Gebärmutter festgesetzt hat.

Vielleicht fragst du dich, ob du jetzt schon einen Schwangerschaftstest machen kannst. Habe noch etwas Geduld: Wenn du schwanger sein solltest, ist der Wert des Schwangerschaftshormons hCG in deinem Urin jetzt noch zu gering. Ein Test wäre zu diesem Zeitpunkt noch nicht aussagekräftig.

Dein Baby in SSW 3

In der 3. Schwangerschaftswoche geschieht etwas Besonderes: die Befruchtung. Während der fruchtbaren Tage trifft eine reife Eizelle im Eileiter auf eine Samenzelle. Gelingt es dem Spermium, in die Eizelle zu dringen, verschmelzen die beiden Zellkerne miteinander – es entsteht die sogenannte Zygote. Aus der Zygote entwickelt sich durch wiederholte Zellteilungen der gesamte Organismus des neuen Menschen.

Wenn sich Eizelle und Spermium vereinen, vereinen sich auch die verschiedenen Chromosomensätze von Mann und Frau. Insgesamt sind es 46 Chromosomen, 23 von jedem Elternteil. Etwa 40.000 Gene sind auf den Chromosomen angeordnet. Die Zygote trägt schon jetzt das vollständige Erbgut beider Elternteile in sich. Sie enthält alle genetischen Informationen, die dein Kind einzigartig machen, z. B. die Augen- oder Haarfarbe und das Geschlecht.

Was ist der Unter­schied zwischen Embryo und Fötus?

Je nach Entwicklungsstadium der Schwangerschaft spricht man entweder von einem Embryo oder einem Fötus.

  • Embryo bezeichnet das ungeborene Kind von der Befruchtung bis zur etwa 8. Schwangerschaftswoche.
  • Fötus bezeichnet das ungeborene Kind ab der 9. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt. Ab diesem Zeitpunkt sind die wichtigsten inneren Organe ausgebildet, und die Körperform lässt deutlich erkennen, dass es ein Baby ist.

Dein Körper in SSW 3

Die Zygote beginnt sofort nach der Befruchtung damit, sich zu teilen. Aus einer Zelle werden 2, dann 4, dann 8 ... Jede dieser Zellen hat eine andere Aufgabe. Während sich die Zygote zu einer Zellkugel weiterentwickelt, wandert sie Richtung Gebärmutterhöhle. Dort nistet sie sich gegen Ende der 3. Schwangerschaftswoche ein. In diesem Zeitraum wird aus der Zygote die Blastozyste – ein 5-6 Tage alter Embryo, der aus etwa 200 Zellen besteht.

2 Hormone spielen jetzt eine wichtige Rolle:

  • Östrogen wird in den heranreifenden Follikeln in den Eierstöcken gebildet. Es sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut und gut durchblutet wird – die optimale Vorbereitung für die Einnistung der befruchteten Eizelle. Außerdem unterstützt es den Zervixschleim, der während der fruchtbaren Tage für die Spermien durchlässiger wird.
  • Progesteron (auch Gelbkörperhormon genannt) übernimmt nach dem Eisprung eine wichtige Rolle. Es stabilisiert und erhält die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut. Gleichzeitig beruhigt es die Muskulatur der Gebärmutter, damit sich die befruchtete Eizelle ungestört einnisten kann.

Was es mit der Ein­nistungs­blutung auf sich hat

Wenn sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnistet, kann es zu einer leichten Blutung kommen. Der Grund: verletzte Blutgefäße bei der Einnistung. Keine Sorge, gefährlich ist diese Blutung nicht. Sie zeigt, dass sich das befruchtete Ei erfolgreich in der Gebärmutter festgesetzt hat. Ein gutes Zeichen!

Die Einnistungsblutung ist meist hellrosa bis bräunlich, sehr schwach und dauert nur 1-2 Tage. Sie tritt oft auf, bevor die nächste Periode fällig wäre. Es kann also sein, dass du sie mit einer leichten Monatsblutung verwechselst. Die Einnistungsblutung verursacht meist keine Schmerzen. Eventuell spürst du aber ein leichtes Ziehen im Unterleib.

Wenn die Blutung stärker oder schmerzhaft ist, solltest du sicherheitshalber deine Ärztin oder deinen Arzt aufsuchen.

Zu diesen Beschwerden kann es in SSW 3 kommen

In dieser frühen Phase zeigen sich noch keine typischen Schwangerschaftsbeschwerden – höchstens leichte zyklusbedingte Unterleibsschmerzen und ggf. die Einnistungsblutung. Es gibt Frauen, die ein sehr feines Gespür für Veränderungen haben, auch wenn medizinisch noch keine eindeutigen Anzeichen einer Schwangerschaft vorhanden sind. Mach dir keine Sorgen, wenn du das nicht fühlst. Jeder Körper ist individuell verschieden, und jeder Mensch empfindet unterschiedlich stark.

Das tut dir und deinem Körper jetzt gut

Beginne mit der Einnahme von Folsäure, falls du es noch nicht tust, und achte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeit.

In der sensiblen Phase der Einnistung solltest du es ruhig angehen lassen. Sorge dafür, dass du genügend Ruhe und Schlaf bekommst, um deinen Körper optimal zu unterstützen.

Versuche, unnötigen Stress zu vermeiden. Dauerhaft kann das Stresshormon Cortisol das Zusammenspiel der für die Schwangerschaft wichtigen Hormone Östrogen und Progesteron durcheinanderbringen.

Sauna, heiße Bäder oder Wärmflaschen direkt auf dem Bauch sind jetzt keine gute Idee. Zu viel Hitze kann die Einnistung stören.

Dein Körper zeigt dir oft intuitiv, was er braucht, ob Ruhe, Bewegung oder einen kleinen Verwöhnmoment.

Wenn du schwanger werden möchtest, solltest du so früh wie möglich keinen Alkohol mehr trinken und nicht mehr rauchen. Beides kann die Fruchtbarkeit und Eizellreifung negativ beeinflussen und nach der Befruchtung der Gesundheit des Embryos schaden.

SSW 3: Noch kein Arzt­termin oder Schwanger­schafts­test nötig

Medizinische Untersuchungen sind in der 3. Schwangerschaftswoche noch nicht vorgesehen. Deine 1. Vorsorgeuntersuchung bei deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder einer Hebamme beginnt ab der 5. Schwangerschaftswoche und sollte bis zur 9. Schwangerschaftswoche abgeschlossen sein. Dabei wird deine Schwangerschaft offiziell bestätigt, du bekommst deinen Mutterpass, und einige wichtige Basischecks stehen an.

Es ist verständlich, dass du dir Gewissheit wünschst – egal ob du gerne schwanger wärst oder nicht. Aber zu diesem frühen Zeitpunkt ist ein Schwangerschaftstest noch nicht sinnvoll. Der Grund: Das Schwangerschaftshormon hCG ist noch nicht in ausreichender Menge vorhanden, um zuverlässig gemessen zu werden. Warte mit dem Testen am besten, bis deine Periode wirklich ausgeblieben ist. Erst dann ist das Ergebnis aussagekräftig. Auch ein Frühtest ist in der 3. Schwangerschaftswoche nicht empfehlenswert, da er zu einem falsch negativen Ergebnis führen kann. Das kann psychisch belastend sein, vor allem, wenn du unbedingt schwanger werden möchtest.

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