Dein Körper in SSW 3
Die Zygote beginnt sofort nach der Befruchtung damit, sich zu teilen. Aus einer Zelle werden 2, dann 4, dann 8 ... Jede dieser Zellen hat eine andere Aufgabe. Während sich die Zygote zu einer Zellkugel weiterentwickelt, wandert sie Richtung Gebärmutterhöhle. Dort nistet sie sich gegen Ende der 3. Schwangerschaftswoche ein. In diesem Zeitraum wird aus der Zygote die Blastozyste – ein 5-6 Tage alter Embryo, der aus etwa 200 Zellen besteht.
2 Hormone spielen jetzt eine wichtige Rolle:
- Östrogen wird in den heranreifenden Follikeln in den Eierstöcken gebildet. Es sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut und gut durchblutet wird – die optimale Vorbereitung für die Einnistung der befruchteten Eizelle. Außerdem unterstützt es den Zervixschleim, der während der fruchtbaren Tage für die Spermien durchlässiger wird.
- Progesteron (auch Gelbkörperhormon genannt) übernimmt nach dem Eisprung eine wichtige Rolle. Es stabilisiert und erhält die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut. Gleichzeitig beruhigt es die Muskulatur der Gebärmutter, damit sich die befruchtete Eizelle ungestört einnisten kann.
Was es mit der Einnistungsblutung auf sich hat
Wenn sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnistet, kann es zu einer leichten Blutung kommen. Der Grund: verletzte Blutgefäße bei der Einnistung. Keine Sorge, gefährlich ist diese Blutung nicht. Sie zeigt, dass sich das befruchtete Ei erfolgreich in der Gebärmutter festgesetzt hat. Ein gutes Zeichen!
Die Einnistungsblutung ist meist hellrosa bis bräunlich, sehr schwach und dauert nur 1-2 Tage. Sie tritt oft auf, bevor die nächste Periode fällig wäre. Es kann also sein, dass du sie mit einer leichten Monatsblutung verwechselst. Die Einnistungsblutung verursacht meist keine Schmerzen. Eventuell spürst du aber ein leichtes Ziehen im Unterleib.
Wenn die Blutung stärker oder schmerzhaft ist, solltest du sicherheitshalber deine Ärztin oder deinen Arzt aufsuchen.