SSW 20 Halbzeit der Schwanger­schaft

In der 20. Schwangerschaftswoche steht ein weiterer Meilenstein an: die Hälfte der Schwangerschaft! Die Entwicklung deines Babys läuft auf Hochtouren – körperlich, geistig und sensorisch. Lies hier, was ansteht.

In der 20. Schwangerschaftswoche steht ein weiterer Meilenstein an: die Hälfte der Schwangerschaft! Die Entwicklung deines Babys läuft auf Hochtouren – körperlich, geistig und sensorisch. Lies hier, was ansteht.

Das erwartet dich in SSW 20

In der 20. Schwangerschaftswoche befindest du dich am Ende des 5. Monats und damit im 2. Trimester deiner Schwangerschaft. Wenn man von einer Dauer von 40 Schwangerschaftswochen ausgeht, hast du jetzt die 1. Hälfte hinter dir!

Warst du schon bei deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme zur 5. Vorsorgeuntersuchung? Wenn nicht, dann steht der Termin sicher in den nächsten Tagen an. Wie gewohnt werden auch diesmal wieder deine Vitalwerte kontrolliert: Blutdruck, Gewicht und Urin geben Hinweise auf dein Wohlbefinden. Auch der Fundusstand – also die Höhe der Gebärmutter – wird gemessen, um das Wachstum deines Babys einzuschätzen.

Parallel zur Vorsorgeuntersuchung findet zwischen SSW 19 und 22 der 2. große Basis-Ultraschall statt. Das Besondere an diesem Termin: Du hast die Wahl zwischen einer Basis-Ultraschalluntersuchung und einem erweiterten Ultraschall – für beides übernimmt die Pronova BKK die Kosten. Bei der Basis-Untersuchung geht es um die körperliche Entwicklung des Ungeborenen allgemein. Bei der erweiterten Variante findet zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung der Organe im Kopf, Rücken, Brustkorb und Rumpf statt, um mögliche Fehlbildungen oder Probleme zu erkennen.

Dein Baby in SSW 20

Der Fötus wiegt in SSW 20 durchschnittlich 330 g und ist ca. 22 cm groß – gemessen vom Scheitel bis zur Ferse (SFL). Dein Baby ist ein kleiner, aktiver Mensch mit einem kräftigen Herzschlag und zunehmender Muskelkraft. Seine Bewegungen werden kräftiger und koordinierter. Viele Schwangere spüren jetzt deutliche Kindsbewegungen – als kleine Tritte oder Flattern im Bauch. Dein Baby bereitet sich Tag für Tag darauf vor, außerhalb des Bauchs zu leben – auch wenn es noch viele Wochen Zeit zum Wachsen braucht.

Das Gehirn deines Babys arbeitet ununterbrochen an der Entwicklung der Nervenzentren. Laut dem Universitätsspital Zürich entwickeln sich pro Minute ca. 250.000 neue Nervenzellen, die sich vernetzen und Signale über den ganzen Körper verteilen.

Auch die Entwicklung der Sinne funktioniert nun immer besser: Das Baby reagiert auf deine Aktivitäten, auf Geräusche von außen, sogar auf den Geschmack des Fruchtwassers und auf Licht. Auch der Tastsinn prägt sich aus: Das Baby kann nach der Nabelschnur greifen oder sein Gesicht berühren.

Dein Körper in SSW 20

Dein Kreislauf leistet in der Schwangerschaft Schwerstarbeit. Dein Herz pumpt mehr Blut – all das, um dich und dein Baby gut zu versorgen. Üblicherweise sinkt der Blutdruck im 1. und 2. Trimester, da sich die Gefäße weiten und so der Widerstand nachlässt. Im Verlauf der Schwangerschaft steigt er aber wieder, zum Ende kann er sogar höher liegen als zuvor.

Blutdruck

Ist der Blutdruck ständig und auch in Ruhe erhöht, sprechen Ärztinnen und Ärzte von Bluthochdruck. Fast jede 10. Frau ist in der Schwangerschaft betroffen. Die Hälfte von ihnen hatte schon vor der Schwangerschaft erhöhten Blutdruck, bei der anderen Hälfte hat er sich erst im Verlauf entwickelt. Der schwangerschaftsbedingte Bluthochdruck tritt meist etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche auf. Unbehandelt kann er Risiken für Mutter und Kind mit sich bringen.

Zum Glück wird dein Blutdruck bei jeder Vorsorgeuntersuchung regelmäßig kontrolliert. So lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen, und es kann gegengesteuert werden. Bei leichten Formen des Bluthochdrucks in der Schwangerschaft wird dir empfohlen, dich mehr zu schonen. Wenn sich der Blutdruck weiterhin nicht verändert, werden gegebenenfalls blutdrucksenkende Medikamente verschrieben. Achte zusätzlich selbst auf mögliche Anzeichen wie starke Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen und sprich sie direkt bei deiner Ärztin bzw. deinem Arzt oder auch deiner Hebamme an.

Übungswehen

Es sind noch viele Wochen bis zur Geburt, aber du spürst immer mal wieder, wie sich deine Gebärmutter zusammenzieht und dein Bauch hart wird? Du fragst dich: Sind das etwa schon Wehen? Ja sind es, aber noch keine „echten“. Je nach Phase der Schwangerschaft treten verschiedene Arten von Wehen auf. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben und unterscheiden sich im Zeitpunkt ihres Auftretens, ihrer Intensität und Regelmäßigkeit.

Ab SSW 20 sind Übungswehen keine Seltenheit. Ein harter Bauch, wie ihn viele Schwangere im 2. oder 3. Trimester verspüren, ist meist ein Symptom harmloser Übungswehen. Kein Grund zur Sorge: Die Kontraktionen haben noch keinen Einfluss auf den Muttermund. Aber sie verbessern die Durchblutung der Plazenta und stellen so eine gute Versorgung des Babys mit Sauerstoff und Nährstoffen sicher. Ein warmes Bad kann helfen, die Kontraktionen zu lindern. Im Gegensatz dazu können echte Geburtswehen durch Wärme stärker werden.

Vorsorge deines Kindes im Blick: Auch nach der Geburt

Nutze die Zeit jetzt, um dich um organisatorische Dinge zu kümmern, die erst nach der Geburt wichtig werden. Such z. B. schon jetzt nach einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt für dein Baby. Die kinderärztliche Praxis wirst du in den kommenden Jahren mit deinem Kind für die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen noch oft besuchen. Die Kosten für die insgesamt 10 Termine (U1–U9 sowie J1) zahlen wir.

Ergänzend zu den gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen kannst du an unserem Premium-Gesundheitsprogramm Starke Kids by BKK teilnehmen. Dann kannst du weitere Vorsorgetermine, Checks und Screenings nutzen.

Los geht’s schon vor der Geburt mit der Vorsorgeuntersuchung „U0“. Du lernst noch in der Schwangerschaft deine zukünftige Kinder- und Jugendarztpraxis kennen und kannst deine Fragen persönlich mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprechen. Sprecht schon jetzt und in aller Ruhe über Themen wie diese:

  • Schlafumgebung
  • Impfungen
  • Stillen
  • Neugeborenen-Screening
  • Gabe von Vitamin K und D (für dein Baby)
  • Hilfsangebote für die ersten Lebensmonate

Profitiere von den Mehrleistungen in jeder Lebensphase deines Kindes und schreibe dein Kind oder deine Kinder einfach bei einer teilnehmenden Praxis ein.

Das solltest du jetzt wissen: Reisen in der Schwanger­schaft

Die 20. Schwangerschaftswoche ist für viele werdende Mütter eine gute Zeit, um Reisen oder Ausflüge zu unternehmen. Übelkeit und Müdigkeit der ersten Wochen haben nachgelassen, und der Bauch ist noch nicht so groß, dass er dich stark einschränkt. Gleichzeitig ist das Risiko für Komplikationen im 2. Trimester deutlich geringer als zu Beginn oder gegen Ende der Schwangerschaft. Das macht das Reisen jetzt meist entspannt und sicher.

Wähle dein Reiseziel aber sorgfältig aus: Meide Gebiete mit hohem Infektionsrisiko und Länder mit Gelbfieber-, Zika- oder Malariagebieten. Diese Krankheiten können schwere Folgen für das Kind haben. Auch Hepatitis E in Südostasien, Indien, Mittelamerika und Zentralafrika stellt ein Risiko dar. Weitere Informationen bietet das Tropeninstitut.

Ob du in der Schwangerschaft in Länder reisen solltest, die eine Reiseimpfung erfordern, solltest du gut abwägen. Die meisten Impfungen werden während der Schwangerschaft nicht empfohlen, da die potenziellen Risiken für Mutter und Kind die Vorteile überwiegen. Hole frühzeitig ärztlichen Rat ein und beachte die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden sowie die spezifischen Anforderungen des Reiseziels. Das Robert Koch-Institut rät: In den meisten Fällen sollte zum Wohl der Schwangeren und des ungeborenen Kindes auf eine wegen eines hohen Infektionsrisikos als gefährlich einzustufende Auslandsreise verzichtet werden.

Informiere dich außerdem über die medizinische Versorgung vor Ort und bedenke die klimatischen Veränderungen. Über deine anstehenden Reisepläne und andere Sicherheitsvorkehrungen rund ums Reisen in der Schwangerschaft sollest du mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme sprechen.

Mit diesen Tipps kommst du bequem ans Ziel

Auch das Thema An- und Abreise bzw. die Wahl des Fortbewegungsmittels solltest du bedenken. Egal wohin es geht und wie du verreist: Deinen Mutterpass und deine Versichertenkarte solltest du immer dabeihaben.

Natürlich spricht für dich als Schwangere nichts dagegen, selbst Auto zu fahren – wenn du dich körperlich fit genug fühlst und ein paar Dinge beachtest.

  • Achte beim Anschnallen darauf, dass der untere Teil des Gurtes tief unterhalb des Bauches und eng am Becken anliegt. Der Schultergurt sollte zwischen den Brüsten verlaufen. So ist der Druck im Falle eines Aufpralls gut verteilt, und der Beckengurt schneidet nicht in deinen Bauch ein. Übrigens: ADAC-Crashtests haben gezeigt, dass spezielle Schwangerschafts-Gurtsysteme den Schutz nicht verbessern, stattdessen erhöhen sie die Verletzungsgefahr sogar.
  • Checke deine Sitzposition: Die Rückenlehne sollte steil gestellt und der ganze Sitz möglichst weit zurückgeschoben werden. Du solltest das Lenkrad aber noch gut umfassen und die Pedale durchtreten können, ohne dass du mit dem Becken nach vorne rutschst. Der Babybauch sollte möglichst viel Abstand zum Lenkrad haben. Auch als Beifahrerin solltest du auf ausreichenden Abstand zum Armaturenbrett achten. Der ADAC empfiehlt 30 cm.
  • Lege regelmäßig (mindestens alle 2 h) eine Pause ein, um die Beine zu bewegen und dich zu strecken. Trage außerdem bequeme Kleidung, bei Bedarf auch Kompressionsstrümpfe, und trink auf der Fahrt ausreichend.

Im Zug oder Bus hast du den Vorteil, dass du dich leicht bewegen kannst und die Toilette in der Regel gut erreichbar ist. Stehe zwischendurch auf oder strecke die Beine, damit die Durchblutung gefördert wird und du dich wohlfühlst.

Auch Fliegen ist in der 20. Schwangerschaftswoche meist problemlos, sofern keine Risikoschwangerschaft vorliegt. Achte darauf, ausreichend zu trinken, zwischendurch aufzustehen und Kompressionsstrümpfe zu tragen, um den Komfort zu erhöhen und das Risiko von Beinvenenthrombosen zu reduzieren. Du solltest die Airline frühzeitig über deine Schwangerschaft informieren und immer deinen Mutterpass mitnehmen.

Gut zu wissen: Viele Fluggesellschaften fordern ab der 28. Schwangerschaftswoche ein ärztliches Attest. Aus diesem muss hervorgehen, dass es keine gesundheitlichen Bedenken gibt, die gegen eine Flugreise sprechen. Die meisten Fluggesellschaften erlauben Flüge bis zur 36. Schwangerschaftswoche, wobei es hier auch Unterschiede geben kann. Informiere dich vor der Buchung über die Reisebedingungen.

Mehr drin – für dich und dein Baby

Wechsle zur Pronova BKK und erlebe Vorsorge, die nicht beim Mindestmaß aufhört: Bei uns bekommst du umfangreiche Vorsorgeleistungen, Zuschüsse für Vitamine, Tests und die Hebammen-Rufbereitschaft, Unterstützung für die Geburtsvorbereitung und digitale Programme, die dich durch die Schwangerschaft begleiten.