Wie entwickelt sich das Gehör des Babys?
Das Gehör bildet sich als eines der ersten Sinnesorgane aus und funktioniert jetzt immer besser. Das Baby kann inzwischen akustische Signale wahrnehmen – ein guter Zeitpunkt also, mit deinem Baby „ins Gespräch zu kommen“, ihm vorzulesen, vorzusingen oder eine Spieluhr vorzuspielen. Babys können sich – wenn auch nicht bewusst – nach der Geburt an das erinnern, was sie im Bauch gehört haben. Schon in den ersten Lebensstunden können Babys die Stimmen der Eltern von anderen unterscheiden und bevorzugen dabei die vertrauten Klänge.
Ab der Mitte der Schwangerschaft reagiert das Baby auch körperlich auf Hörreize, z. B. zuckt es bei lauten Geräuschen. Eine Studie des Institute of Psychology der Universität Gdansk hat gezeigt: Babys haben eine schnellere Herzfrequenz und bewegen sich stärker, wenn sie laute Klänge hören. Leise Musik oder sanftes Sprechen wirken dagegen beruhigend.
Wissenschaftler*innen haben viele positive Effekte von Musik bzw. Singen in der Schwangerschaft erforscht. Musik und Gesang in der Schwangerschaft kann z. B. auch die Stimmung und das Wohlbefinden der werdenden Mutter verbessern und die Mutter-Kind-Bindung unterstützen – so das Ergebnis einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Archiv für Gynäkologie und Geburtshilfe“ veröffentlicht wurde. Positiv sind auch die Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung sowie auf die spätere sprachliche Entwicklung des Kindes.
Wunder der Natur: Die Nabelschnur
Die Nabelschnur ist die Lebensader des ungeborenen Kindes – sie sichert seine Versorgung und ermöglicht das gesunde Wachstum bis zur Geburt. Sie entsteht schon früh, etwa ab SSW 5, aus dem Gewebe des Embryos und wächst in der Schwangerschaft weiter mit. Am Ende misst sie ca. 50-60 cm und hat einen Durchmesser von 1,5-2 cm. Sie ist spiralförmig gedreht – so bleibt sie flexibel und widerstandsfähig. In der Nabelschnur verlaufen 3 Blutgefäße: 2 Arterien und 1 Vene. Über die Vene erhält das Baby Sauerstoff und Nährstoffe aus der Plazenta, über die Arterien werden Abfallstoffe und Kohlendioxid zurückgeleitet.
Sobald das Blut nach der Geburt in der Nabelschnur aufgehört hat zu pulsieren, dies ist in der Regel nach 5-10 min der Fall, wird die Nabelschnur an 2 Stellen abgebunden und dazwischen durchtrennt. Ab jetzt übernehmen die eigene Lunge und der Verdauungstrakt die Versorgung des Babys. Die Begleitperson hat die Möglichkeit, die Nabelschnur zu durchtrennen, wenn sie und die Mutter dies möchten – ein emotionaler Moment. Da die Nabelschnur keine Nervenenden hat, ist das für dich und dein Baby schmerzfrei. Etwa 3-10 Tage nach der Geburt fällt der Nabelschnurrest ab. Die entstehende Narbe in der Mitte des Bauchs ist der Nabel.