Stammzellenspende: Warum sie so wichtig ist

Es ist ein wichtiges Thema, das uns alle angeht: die Stammzellenspende. Wir klären auf, worum es bei einer Stammzellenspende geht und warum sie für viele erkrankte Kinder und Erwachsene die letzte Hoffnung sein kann.

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Es ist ein wichtiges Thema, das uns alle angeht: die Stammzellenspende. Wir klären auf, worum es bei einer Stammzellenspende geht und warum sie für viele erkrankte Kinder und Erwachsene die letzte Hoffnung sein kann.

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Worum es bei der Stammzellenspende geht

Bei der laufenden Erneuerung des Blutes werden Blutzellen im Knochenmark aus sogenannten Stammzellen gebildet. Bei einer bösartigen Erkrankung wie Leukämie ist dieser Prozess gestört. Für eine Heilung müssen mittels einer Transplantation die Blutstammzellen eines gesunden Spendenden auf den erkrankten Menschen übertragen werden. Auf diese Weise lässt sich in vielen Fällen der gestörte Blutbildungsprozess wieder normalisieren. Entscheidende Voraussetzung für den Erfolg ist dabei die möglichst genaue Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spendenden und Empfangenden. Und hierin liegt auch die größte Herausforderung. Übrigens: Die Begriffe Stammzellenspende und Knochenmarkspende sind bedeutungsgleich.

So funktioniert die Suche nach spendenden Personen

Die Suche nach Spenderinnen und Spendern beginnt immer bei den nächsten Familienangehörigen. Bei Geschwistern besteht beispielsweise eine Chance von 25 % auf Heilung. Bei Eltern und anderen nahen Verwandten ist die Chance schon geringer. Sollte auf diesem Weg keine passende Spenderin oder kein passender Spender gefunden werden, muss unter Nichtverwandten gesucht werden.

Weil die Kombinationsmöglichkeiten der Gewebemerkmale sehr groß sind, müssen unzählige Proben ausgewertet werden. Deswegen ist es so wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als Blut-Stammzellenspenderinnen oder -spender registrieren. Denn in manchen Fällen hilft leider nur eine solche Stammzellenspende, um heilen zu können.

Wo finde ich eine Spendenzentrale?

Es gibt in Deutschland mehrere Spendenzentralen, bei denen du dich registrieren lassen kannst. Sämtliche dort erfassten Spendendaten werden im Zentralen Knochenmarkspende-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm anonymisiert in einer Datenbank zusammengefasst. Die enge Zusammenarbeit aller Datenbanken weltweit erhöht die Chancen, einen gewebeverträglichen, spendenden Menschen zu finden.

Stammzellenspenderin oder -spender werden geht ganz leicht

Du kannst dich als freiwillige Spenderin oder Spender von Blutstammzellen registrieren lassen, wenn du gesund, volljährig und nicht über 55 Jahre alt bist. Wichtig ist, dass du körperlich fit bist. Eine medikamentös gut eingestellte Bluthochdruckerkrankung ist übrigens kein Ausschlussgrund, sofern es noch nicht zu einer Vorschädigung von Gefäßen gekommen ist. Die Entscheidung, ob du spenden darfst, trifft im Einzelfall ein fachärztliches Team.

Ausschlusskriterien für eine Stammzellenspende

Tatsächlich gibt es Erkrankungen oder Lebensumstände, die eine Stammzellenspende ausschließen:

  • Krebs und andere bösartige Erkrankungen (auch nach der Heilung)
  • Schwere Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Lebensumstände, die ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Risiko für durch Blut übertragene schwere Infektionskrankheiten bergen (z. B. Drogenabhängigkeit)
  • Andere schwere Erkrankungen, bei denen eine Spende eine Gefährdung des Spendenden oder des Empfangenden nach sich ziehen kann
  • Schwere / chronische Infektionskrankheiten (z. B. HIV / AIDS, chronische Hepatitis)

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