Das Geschlecht: Soziales Konstrukt oder biologische Grundtatsache des Lebens?

Du denkst, Frauen sind Frauen und Männer sind Männer? Und wer was ist, sagen doch ganz klar die primären Geschlechtsmerkmale? Ganz so einfach ist die Sache vielleicht doch nicht.

Auf einen Blick

  • Das Geschlecht
  • Soziales Konstrukt oder biologische Tatsache?
  • Die Sache mit der Intersexualität

Mann oder Frau oder beides!

Für die einen ist es klar: Man wird als Mann oder Frau geboren. Damit sind bestimmte Eigenschaften verbunden, die einen ein Leben lang begleiten: Frauen sind körperlich anders als Männer, sie fühlen und empfinden anders – und umgekehrt. Die biologischen Merkmale entscheiden also darüber, was und wer man ist.

Die anderen sagen: Falsch, zu Mann oder Frau wird man gemacht – die soziale Prägung, die Erziehung entscheidet darüber. Für diese Position sind die biologischen Merkmale also zweitrangig, man kann über sie hinweggehen.

Eine dritte Position ist eher vermittelnd: Natürlich gibt es unabweisbare biologische Unterschiede. Doch neben diesen biologischen Unterschieden spielen tatsächlich auch die Rollenzuweisung und die Erziehung eine Rolle.

Und ist es nicht so, dass auch Männer, die sich ganz zu ihrem Mannsein bekennen, mitunter eine weibliche Seite in sich spüren? Etwa wenn es darum geht, den Nachwuchs zu versorgen, was traditionell eher Frauensache ist? Ein Phänomen, das ganz selbstverständlich ist und auch bei Frauen auftritt, wenn sie männliche Eigenschaften in sich kultivieren. Die Unterschiede sind nicht so eindeutig, wie die Vertreter der biologischen Position es manchmal gerne hätten.

Die Sache mit der Intersexualität

Selbst in der Natur wird nicht immer klar nach Männlein und Weiblein getrennt. Man spricht dann von Intersexualität. Diese besagt, dass bei der Geburt die Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig ausgeprägt sind und eine der binären Norm entsprechende Zuordnung nicht möglich ist. In der Vergangenheit wurde dann oft eine willkürliche Entscheidung getroffen und intersexuelle Menschen in eine bestimmte Richtung umgeformt. Doch das ist grobes Unrecht – denn wer anders als das betroffene Individuum selbst, kann eine solche Entscheidung treffen?

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