Wie ungesund sind Tattoos?

Sowohl viele der verwendeten Tattoo-Farben als auch das Stechen selbst stehen wegen damit verbundener gesundheitlicher Risiken immer wieder in der Diskussion. Worauf solltest du achten?

Auf einen Blick

  • Neue Regeln für Tattoo-Farben seit Januar 2022
  • Infektionsrisiken durch die Nadel
  • Das solltest du beachten

Warum ein Tattoo?

Gründe für Tattoos gibt es viele: Du möchtest deinen Körper gestalten, eine Erinnerung an eine Person oder ein schönes Ereignis sichtbar machen, Vorlieben zum Ausdruck bringen oder deine Zugehörigkeit zu einer Gruppe für jedermann sichtbar bekennen.

Doch zwei Dinge bleiben immer gleich: Es werden Farben verwendet und die Farben müssen mit einer Nadel unter die Haut gebracht werden. Beides ist mit Risiken für deine Gesundheit verbunden, die du vorher kennen solltest.

Neue Regeln für Tattoo-Farben seit Januar 2022

Weil sehr viele Tattoo-Farben gesundheitsschädigend sind, dürfen die meisten dieser Farben seit Januar 2022 nicht mehr verwendet werden. Zugelassen sind nur noch Schwarz, Weiß und Grau – das sind momentan die einzigen Tattoo-Farben, die sich auch ohne schädliche Zusätze herstellen lassen.

Infektionsrisiken durch die Nadel

Nicht nur viele der bislang verwendeten Farben sind gesundheitsschädlich und deshalb inzwischen verboten. Beim Stechen des Tattoos mit der Nadel entstehen zahlreiche kleine Wunden, von denen jede einzelne ein Risiko für Infektionen mit Pilzen, Viren oder Bakterien darstellt.

Du möchtest aber trotzdem ein Tattoo – das solltest du beachten:

  • Entscheide dich nicht spontan für ein Tattoo, sondern wäge sorgsam ab.
  • Achte auf gute Hygiene beim Tätowierer: Verkaufs- und Tätowierraum sind getrennt, benötigte Utensilien sind steril verpackt.
  • Wähle ein Studio, das von sich aus über eventuelle Risiken informiert und Hinweise zur Pflege des Tattoos gibt.
  • Achte darauf, dass nur die zugelassenen Farben verwendet werden.

Du möchtest deine Tattoos wieder loswerden – das musst du wissen:

  • Ein einmal gestochenes Tattoo lässt sich nicht ohne Weiteres wieder entfernen. Die hierzu nötige Laserbehandlung sollte man nur von einem entsprechend ausgebildeten Hautarzt durchführen lassen.
  • Beim Lasern werden die Farbpigmente zerstört, durch Blutbahnen und Lymphe abtransportiert und über Niere oder Darm ausgeschieden – die Organe werden entsprechend belastet.
  • Das Lasern kann schmerzhaft sein, Stechnarben können sichtbar werden.
  • Selbst die Entfernung eines kleinen Tattoos kann über 1.000 Euro kosten und erfordert mehrere Sitzungen. Eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen.

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