Kaffeekonsum gestiegen
Hilfe und Entlastung suchen die Deutschen vor allem in Gesprächen mit der Familie und mit Freunden (48 Prozent). Viele versuchen außerdem, sich mit Sport (29 Prozent) und Musik oder einem Buch (43 Prozent) von den Sorgen abzulenken. Auch die Corona-Nachrichten einmal bewusst abzuschalten wirkt für einige (31 Prozent) wohltuend. Jeder Sechste greift zu einem Glas Wein oder Bier. „Die Pandemie wirft den gewohnten Alltag durcheinander und die Menschen fragen sich: Wie lange werden wir noch mit der Krise leben müssen? Ein solcher Dauerzustand der Unsicherheit ist für die menschliche Psyche eine besondere Belastung. Die Deutschen sind deshalb auf der Suche nach Wegen zur Stressbewältigung“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der Pronova BKK.
Mit einer guten Tasse Kaffee fühlen sich viele Deutsche dem Corona-Alltag besser gewachsen. Der Konsum koffeinhaltiger Getränke hat sich seit Krisenbeginn deutlich erhöht. 16 Prozent sagen, dass sie mehr Koffein zu sich nehmen, nur fünf Prozent haben ihren Konsum gedrosselt. Koffein ist das in Deutschland am häufigsten konsumierte Genussmittel vor Alkohol und Nikotin. Der Alkoholkonsum hat dagegen im Corona-Jahr 2020 anscheinend nicht zugenommen: 14 Prozent geben an, seit Beginn der Krise weniger Alkohol zu trinken, zehn Prozent trinken häufiger. Tendenziell wird aber mehr geraucht. Acht Prozent greifen häufiger zur Zigarette, vier Prozent seltener.