Schlechte Noten für Regierung, Gesundheitsämter und Schulen
Geht es um das Agieren in der Pandemie, bekommt die Bundesregierung von allen Institutionen das schlechteste Urteil. Nur 20 Prozent der jungen Bürgerinnen und Bürger geben den Regierenden die Schulnote 1 oder 2. Zum Vergleich: das Krankenhauspersonal erhält von 55 Prozent diese guten Noten. 30 Prozent geben Politikerinnen und Politikern ein „mangelhaft“ oder „ungenügend“.
Mit einer Durchschnittsnote von 2,4 schätzt die Generation Z die Rolle der Ärztinnen und Ärzte, genauso wie die der Mitarbeitenden im Krankenhaus sowie der Angestellten in Pflegeheimen am besten ein. Darauf folgen die Hausärzte und Kliniken mit einer 2,5. Auch Arbeitgeber haben sich nach Ansicht der jungen Menschen recht gut geschlagen in der Pandemie, sie werden von jedem Zweiten mit den Höchstnoten bewertet (Note 2,7).
Am unteren Ende der Rangliste stehen neben der Bundesregierung (Durchschnittnote 3,7) auch die jeweiligen Landesregierungen (3,5). Von den Gesundheitsämtern sowie von Schulen und Kitas (beide Note 3,2) sind die 16- bis 29-Jährigen ebenfalls in der Pandemie enttäuscht. „Der Kardinalfehler war aus Sicht der jungen Deutschen die verschlafene Digitalisierung in Deutschland“, erklärt Mühlhausen. „Eine Generation, die sich offen austauscht und digital vernetzt ist, versteht nicht, warum Schulen oder auch das Gesundheitssystem noch vor allem analog ablaufen. Weder Homeschooling noch die Corona-Warnapp haben zuverlässig funktioniert. Viele Eindämmungsmaßnahmen verliefen schleppend, weil es keine digitalen Verfahren gab. Erklären Sie mal der Generation Z, dass die Nachverfolgung der Kontakte mühsam per Telefon erfolgen muss.“