Viele Berufstätige fühlen sich nicht nur körperlich, sondern auch mental unter Druck. Jede*r 3. hat im Job bereits selbst Erfahrung mit Burn-out gemacht. Bei Kolleg*innen haben 40 % der Befragten diesen Zustand beobachtet.
Vor allem strukturelle Faktoren belasten die Berufstätigen. 32 % der Befragten geben an, dass eine unfaire oder unausgewogene Verteilung der Aufgaben mehr Stress auslöst als noch vor 5 Jahren. 26 % der Befragten fühlen sich durch komplexe bürokratische und rechtliche Anforderungen unter Druck gesetzt. Ebenso viele stresst die ständige Erreichbarkeit. Beschäftigte in der Gen Z sind davon besonders stark betroffen.
„Burn-out entsteht schleichend, deshalb ist es so gefährlich“, sagt Wirtschaftspsychologin und Resilienz-Trainerin Patrizia Thamm von der Pronova BKK. Warnsignale wie körperliche und emotionale Erschöpfung, Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen würden häufig ignoriert, ebenso eine verminderte Leistungsfähigkeit. „Wer über Wochen oder Monate mehrere dieser Signale bemerkt, sollte frühzeitig gegensteuern“, warnt Thamm.