Medizinische Empfehlungen werden überprüft
Vorreiter sind die jungen Deutschen: 54 % der 18- bis 29-Jährigen haben die Diagnose von ChatGPT und Co. bereits dem Besuch in der Praxis vorgezogen. Selbst von denjenigen, die doch in die Sprechstunde gehen, sind nicht alle überzeugt von der Einschätzung der Fachleute: 62 % der unter 30-Jährigen haben eine Empfehlung der Mediziner*innen von der Technologie überprüfen lassen.
Doch die KI-Antworten sollten nicht unkritisch übernommen werden. „KI kann veraltete, unvollständige und schlicht falsche Informationen liefern, denn sie arbeitet oft nicht mit geprüften Quellen und aktuellen Leitlinien. Darüber hinaus kennt sie nur die von Patient*innen eingegebenen Daten. Wenn wichtige Angaben fehlen, weil Nutzer*innen sie nicht als relevant erachten, kann auch die Antwort nicht zuverlässig sein“, warnt Dr. med. Anke Hurst, Fachärztin für Innere Medizin und Beratungsärztin bei der Pronova BKK.