Jede*r 2. in der Gen Z hat Zukunfts­angst im Job

Leverkusen, 20.02.2026: Bei Berufstätigen unter 30 Jahren sind die Zukunftssorgen um den Job deutlich stärker ausgeprägt als bei älteren Arbeitnehmenden. Hauptauslöser dafür sind die schwächelnde Konjunktur und Befürchtungen um die eigene Gesundheit. Neue Technologien und Automatisierung belasten rund 1/3 aller Beschäftigten. Am sichersten fühlen sich die Angestellten im öffentlichen Dienst. Hier bangt jede*r 5. um seinen Job.

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Leverkusen, 20.02.2026: Bei Berufstätigen unter 30 Jahren sind die Zukunftssorgen um den Job deutlich stärker ausgeprägt als bei älteren Arbeitnehmenden. Hauptauslöser dafür sind die schwächelnde Konjunktur und Befürchtungen um die eigene Gesundheit. Neue Technologien und Automatisierung belasten rund 1/3 aller Beschäftigten. Am sichersten fühlen sich die Angestellten im öffentlichen Dienst. Hier bangt jede*r 5. um seinen Job.

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Berufseinsteiger und junge Berufstätige blicken düster auf die kommenden Jahre: 48 % in der Gen Z spüren Angst um ihren Arbeitsplatz. Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil der Ängstlichen. Bei Beschäftigten ab 40 Jahren haben noch 38 % Sorgen um die berufliche Zukunft, in den 50ern betreffen die Zweifel nur 34 %.

Gerade die als anpassungsfähig und flexibel geltende jüngere Generation macht sich laut Studie somit mehr Sorgen als 40- oder 50-Jährige im Kollegenkreis: „Die heutige Welt ist geprägt von wirtschaftlicher Instabilität, Klimawandel und globalen Konflikten. Diese Dauerbelastung erzeugt ein Gefühl von Ohnmacht und Unbeständigkeit“, sagt Patrizia Thamm, Wirtschaftspsychologin und Resilienz-Trainerin bei der Pronova BKK. Keinen Einfluss zu haben, mache es gerade den Jüngeren schwer, optimistisch nach vorne zu schauen und langfristige Perspektiven zu entwickeln. Entsprechend stark seien ihre Ängste und psychischen Belastungen.

Schwächelnde Konjunktur belastet Beschäftigte stärker als KI und Auto­mati­sierung

Im Handel sowie in der Telekommunikations- und IT-Branche sorgen sich deutlich mehr Beschäftigte um ihren Job als im Dienstleistungsbereich oder in der öffentlichen Verwaltung. Hauptauslöser für die Zukunftsangst sind Wirtschaftskrisen, Auftragsrückgänge und Firmenschließungen (40 %). Auch Umstrukturierungen im Unternehmen belasten die Beschäftigten. 37 % machen sich zudem Sorgen, länger durch arbeitsbedingte Erkrankungen oder Stress auszufallen. Knapp jede*r 3. Arbeitnehmer*in fürchtet, den Job durch Künstliche Intelligenz oder Automatisierung zu verlieren. „Unklarheit über wirtschaftliche Entwicklungen oder Veränderungen im Unternehmen schürt Unsicherheit und Misstrauen. Arbeitgebende sollten regelmäßig über die Lage, geplante Veränderungen und Zukunftsaussichten informieren. Zudem können sie in Weiterentwicklung und Umschulung investieren. So können Mitarbeitende sich an neue Anforderungen anpassen“, erklärt Patrizia Thamm von der Pronova BKK.

Trotz Unzu­frieden­heit: Beschäftigte scheuen Job­wechsel

Die Zukunftsangst spiegelt sich auch im Verhalten vieler Beschäftigter wider, die trotz Unzufriedenheit im aktuellen Job ausharren. Mehr als die Hälfte würde derzeit gerne den Job wechseln, doch nur 14 % planen bereits konkrete Schritte. Unter den jungen Erwachsenen ist der Wunsch nach Veränderung noch stärker ausgeprägt: 67 % wünschen sich einen neuen Job. Nur 19 % schmieden jedoch aktiv Pläne. „Viele Menschen wünschen sich Veränderung, fürchten aber die Gefahren, die ein Jobwechsel mit sich bringt. Gerade in unsicheren Zeiten erscheint das Risiko zu groß, Vertrautes aufzugeben. Hinzu kommt: Manche empfinden ihr aktuelles Arbeitsumfeld trotz Unzufriedenheit als stabilisierend. Sie behalten lieber Kontrolle über eine belastende Situation, als eine ungewisse einzugehen“, sagt Wirtschaftspsychologin Thamm.

Über die Studie

Für die repräsentative Studie „Arbeiten 2025“ der Pronova BKK wurden 1230 Arbeitnehmer*innen ab 18 Jahren im Oktober 2025 online befragt. Die Befragung gibt einen Einblick, wie die Männer und Frauen Stress und Arbeitsklima wahrnehmen, wie sie mit Erkrankungen und Ausfallzeiten umgehen und über den Einsatz von KI im Berufsleben.

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Nina Remor

Pressereferentin

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