Zytomegalie in der Schwan­ger­schaft: Früh­erken­nung kann Risiken für un­ge­borenes Kind senken

Leverkusen, 16.06.2026: Eine Infektion mit dem Zytomegalie-Virus (CMV) während der Schwangerschaft bleibt oft unbemerkt – kann für das ungeborene Kind jedoch schwerwiegende Folgen haben. Anlässlich des Zytomegalie-Awareness-Monats Juni informiert die Pronova BKK deshalb über diese häufigste bei Geburt bestehende Infektion, die Bedeutung der Früherkennung und weist auf Behandlungsmöglichkeiten bei einer Infektion in der Schwangerschaft hin.
Leverkusen, 16.06.2026: Eine Infektion mit dem Zytomegalie-Virus (CMV) während der Schwangerschaft bleibt oft unbemerkt – kann für das ungeborene Kind jedoch schwerwiegende Folgen haben. Anlässlich des Zytomegalie-Awareness-Monats Juni informiert die Pronova BKK deshalb über diese häufigste bei Geburt bestehende Infektion, die Bedeutung der Früherkennung und weist auf Behandlungsmöglichkeiten bei einer Infektion in der Schwangerschaft hin.

Risiken für das ungeborene Kind

Das Zytomegalie-Virus gehört zur Familie der Herpesviren und ist weit verbreitet. Für gesunde Erwachsene verläuft eine Infektion meist ohne Beschwerden oder mit leichten Erkältungssymptomen. Erfolgt die Erstinfektion jedoch während der Frühschwangerschaft, kann das Virus auf das ungeborene Kind übertragen werden. Mögliche Folgen reichen von Hör- und Sehstörungen bis hin zu Entwicklungsverzögerungen oder schweren neurologischen Schädigungen.

Zytomegalie-Test ist keine Standard­leistung

Bisher gehört der Test auf eine Zytomegalie-Infektion nicht zum regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Viele Schwangere müssen die Untersuchung daher selbst bezahlen. Die Pronova BKK unterstützt ihre Versicherten hierbei im Rahmen ihres Schwangerschaftsbudgets: Der Zytomegalie-Test in der Frühschwangerschaft kann darüber erstattet werden. So erhalten werdende Mütter die Möglichkeit, Klarheit über ihren Infektionsstatus zu gewinnen und gegebenenfalls frühzeitig weitere diagnostische oder therapeutische Schritte einzuleiten.

Frühe Diagnose eröffnet Behand­lungs­möglich­keiten

„Zytomegalie ist vielen werdenden Eltern kaum bekannt, obwohl sie die häufigste angeborene Virusinfektion in Deutschland ist“, erklärt Dr. med. Anke Hurst, Fachärztin für Innere Medizin und Beratungsärztin bei der Pronova BKK, „Je früher eine Infektion erkannt wird, desto besser können Ärztinnen und Ärzte die Schwangerschaft begleiten und mögliche Behandlungsoptionen prüfen.“

Wird eine Zytomegalie-Infektion in der Frühschwangerschaft rechtzeitig festgestellt, kann in bestimmten Fällen eine Behandlung mit dem antiviralen Wirkstoff Valaciclovir in Betracht kommen. „Durch die Gabe von Valaciclovir kann das Risiko einer kindlichen Infektion im Mutterleib auf etwa 10 % reduziert werden“, erklärt Prof. Kagan, Mitautor der Ende 2024 erschienenen Leitlinie zu CMV. Diese stellt die Behandlung ausführlich dar, sodass diese zunehmend breitere Anwendung findet. Die Prophylaxe erfolgt derzeit trotzdem noch außerhalb der regulären Zulassung, als sogenannte Off-Label-Anwendung, daher ist ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse notwendig.

Vorbeugung bleibt wichtig

Da es bislang keine Schutzimpfung gegen Zytomegalie gibt, spielt die Vorbeugung weiter die zentrale Rolle. Das Virus wird über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Urin oder Tränenflüssigkeit übertragen. Besonders Schwangeren mit Kontakt zu kleinen Kindern wird empfohlen, auf sorgfältige Händehygiene zu achten, Besteck oder Trinkgefäße nicht gemeinsam zu nutzen und den Kontakt mit Speichel möglichst zu vermeiden.

„Aufklärung ist entscheidend, um werdende Eltern für das Thema zu sensibilisieren und die Prävention zu stärken“, erklärt Dr. Hurst, „Gemeinsam mit einer frühzeitigen Diagnostik kann dies dazu beitragen, das Risiko für eine Infektion des ungeborenen Kindes zu reduzieren.“

Ausführliche Informationen zu Zytomegalie in der Schwangerschaft und der leitliniengerechten Off-Label Behandlung gibt es unter https://www.pronovabkk.de/zytomegalie

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Pressereferentin

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