Cranberry: Die Powerfrucht für deine Gesundheit

Cranberrys gelten längst als echte Superfrucht: Schon die indigenen Völker Nordamerikas kannten die heilenden Kräfte der kleinen roten Beeren. Doch sind sie wirklich so gesund? Was in ihnen steckt erfährst du hier.

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Cranberrys gelten längst als echte Superfrucht: Schon die indigenen Völker Nordamerikas kannten die heilenden Kräfte der kleinen roten Beeren. Doch sind sie wirklich so gesund? Was in ihnen steckt erfährst du hier.

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Die bewegte Geschichte der Cranberry

Cranberrys stammen ursprünglich aus Nordamerika. Im 17. Jahrhundert entdeckten auch europäische Einwanderer*innen die roten Beeren für sich.

Ihren englischen Namen verdanken sie ihrer auffälligen Blüte, die an den Schnabel eines Kranichs erinnert: auf Englisch „crane“. Im Deutschen war deshalb früher auch der Begriff „Kranichbeere“ gebräuchlich. Heute ist die Frucht außerdem unter dem botanischen Namen Großfruchtige Moosbeere bekannt. Sie gehört zur Pflanzengattung der Heidelbeeren (Vaccinium) und erinnert optisch an die Preiselbeere, eine nahe Verwandte.

Heimisch ist die Pflanze in Heide-, Wald- und Moorgebieten Skandinaviens und Nordamerikas. In Deutschland hingegen ist der Anbau bisher weniger verbreitet; vereinzelte Anbaugebiete entstehen jedoch zunehmend.

Während Cranberrys in den USA schon lange getrocknet, in Säften und als Sauce in zahlreichen Gerichten zum Einsatz kommen, sind sie in deutschen Küchen bisher seltener anzutreffen. Dabei sind sie echte Superfrüchte.

Superkräfte: Das können Cranberrys

Zunächst einmal enthalten Cranberrys verschiedene Nährstoffe, die zu einer gesunden Ernährung beitragen, u. a. Natrium, Kalium und Phosphor. Auch Vitamin C ist eine Menge enthalten: pro 100 g frische Cranberrys sind es ca. 11 mg Vitamin C. Zum Vergleich: Bei Äpfeln sind es je nach Sorte etwa 5-30 mg Vitamin C pro 100 g Fruchtfleisch.

Cranberrys werden in der Forschung auf ihre Präventions- und Heilwirkungen untersucht. Es gibt Hinweise darauf, dass ihre Inhaltsstoffe deine Gesundheit unterstützen können. Umfangreich erforscht sind die Wirkungen allerdings noch nicht. Zu den möglichen positiven Effekten zählen:

  • Unterstützung der Blasengesundheit und mögliche Vorbeugung von Harnwegsinfektionen
  • Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Senkung des Blutdrucks
  • Unterstützung der Zahngesundheit, da sie gegen schädliche Bakterien im Mundraum schützen können
  • Förderung der Hautgesundheit durch antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften
  • Unterstützung der Darmgesundheit durch enthaltene Ballaststoffe. Aber: Ein übermäßiger Verzehr hat eine gegenteilige, reizende Wirkung.

Cranberrys und ihre Wirkung bei Blasen­entzün­dungen

Dass Cranberrys bei Blasenentzündungen helfen sollen, hast du vielleicht schon gehört. Aber stimmt das tatsächlich?

Cranberrys enthaltenen Proanthocyanidine (PAC). Und die sollen verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenwand anheften. Darauf weist auch der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte hin: Studien deuten auf eine positive Wirkung bei Harnwegsinfekten hin. Aber: Der wissenschaftliche Kenntnisstand ist noch nicht eindeutig.

Cranberrys als Nahrungs­mittel: Frisch, gefroren oder als Pulver?

Frische Cranberrys sind aufgrund ihrer wertvollen Nährstoffe besonders gesund. Kaufe statt Pulvern, Tabletten und Kapseln also am besten naturbelassene Beeren. Wenn du keine frischen Beeren finden kannst, probiere doch mal die tiefgekühlte Variante oder Cranberry-Saft mit 100 % Fruchtgehalt, den sogenannten Muttersaft. Aber nicht erschrecken: Frische Cranberrys sind so richtig schön sauer.

Deutlich süßer sind die Beeren in getrockneter Form. Das liegt daran, dass beim Trocknen der Zuckeranteil – und damit auch der Kohlenhydratanteil steigt – auf bis zu 75 %. Ungesund sind sie dadurch nicht. Auch getrocknete Cranberrys verfügen noch über einen hohen Anteil an Vitamin C, Kalium, Natrium, Magnesium und Kupfer. Mit ihren frisch gepflückten Vorgängerinnen können sie allerdings nicht mehr mithalten.

Stärke dein Immunsystem mit Cranberrys

In Deutschland bekommst du frische Cranberrys aus heimischem Anbau zwischen September und November. Mit vielen leckeren Rezepten kannst du deiner Winterküche so ganz easy einen fruchtigen und gesunden Kick verpassen – und dabei dein Immunsystem stärken. Ein Tee aus frischen Cranberrys unterstützt dank den Antioxidantien Vitamin C und Zink dein Immunsystem. On top wirkt das heiße Getränk antibakteriell und entzündungshemmend – perfekt für verschnupfte Wintermonate.

Wichtig: Wie bei allen Themen rund um gesunde Ernährung gilt aber natürlich auch hier, Cranberrys können eine medizinische Behandlung ergänzen, aber nicht ersetzen.

Rezept-Idee: Frischer Cranberry-Tee mit Zitrone und Ingwer

Der Cranberry-Tee mit Zitrone und Ingwer versorgt dich mit Vitamin C, Antioxidantien, natürlichen Entzündungshemmern und boostet dein Immunsystem. Probiere es doch mal aus:

Zutaten: Für ca. eine Kanne Tee

  • 150 g frische Cranberrys
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 l Wasser
  • Ggf. etwas Honig zum Süßen

Und so funktioniert die Zubereitung

Zubereitungsdauer: ca. 15 min
Ziehzeit: ca. 20 min

Zunächst die frischen Cranberrys abwaschen und mit einer Saftpresse auspressen. Ingwer schälen und Zitrone in Scheiben schneiden. Den Cranberrysaft in einem Topf mit 1 l Wasser aufgießen. Ingwer und Zitronenscheiben hinzugeben. Das Ganze bei mittlerer Hitze etwa 5-8 min kochen lassen, von der Herdplatte nehmen und abgedeckt weitere 20 min ziehen lassen.

Den Tee durch ein feines Sieb geben und abkühlen lassen. Wer es etwas süßer mag, kann ein wenig Honig dazugeben. Besser natürlich: einfach weglassen und den Tee ungesüßt genießen.

FAQ zu Cranberrys

Cranberrys können eine positive Wirkung bei Blasenentzündungen haben. Sie enthalten Proanthocyanidine (PACs), die dazu beitragen, dass sich Bakterien schlechter an die Schleimhaut der Blase und der Harnwege anheften.

Wenn du öfter an Harnwegsinfekten bzw. Blasenentzündungen leidest, kann eine regelmäßige Einnahme helfen, einer Infektion vorzubeugen. Ideal ist der ungesüßte Muttersaft.

Wichtig: Wenn du eine Blasenentzündung vermutest und die Beschwerden trotz viel Trinkens und Schonung nach spät. 3 Tagen nicht besser werden, gehe bitte auf jeden Fall zu deiner Ärztin oder deinem Arzt. Solltest du Blut im Urin feststellen, Schmerzen in der Nierengegend haben (sog. Flankenschmerzen), Fieber entwickeln, Übelkeit oder Erbrechen haben, nicht abwarten. Dann wende dich bitte umgehend an deine Arztpraxis.

Cranberrys enthalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen – fast so viel wie Linsen. Und sie haben jede Menge Nährstoffe:

  • Kalium
  • Folsäure
  • Vitamin C
  • Antioxidantien

Cranberrys können sich positiv bei Harnwegsentzündungen auswirken (siehe oben). Außerdem gibt es Hinweise, dass Cranberrys auch für die Herzgesundheit förderlich sein können: Laut einer 2022 veröffentlichten Studie würden Befunde belastbare Belege dafür liefern, dass die Gefäßgesundheit positiv beeinflusst wird. Selbst bei Menschen mit niedrigem Herzrisiko. Die Datenlage ist hier aber noch nicht abgeschlossen.

Besonders natürlich ist der Muttersaft, also 100 % Cranberrysaft. Du kannst alternativ auch auf heimische Beeren zurückreifen: v. a. Preiselbeeren, die in ihren Inhaltsstoffen sehr ähnlich zu Cranberrys sind.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Cranberrys wird der Gehalt an Proanthocyanidinen (PAC) in Milligramm angegeben. Allerdings gibt es zu Wirkungsmengen keine abschließende wissenschaftliche Aussage, zumal die Höhe des PAC nichts über die Bioverfügbarkeit im Körper aussagt.

Daher unser Tipp: Greife auf den Muttersaft zurück oder auf Preiselbeeren als regionale Alternative.

Auch getrocknete Cranberrys stecken voller wertvoller Mineralstoffe. Nur ihr Vitamin C Gehalt ist geringer. Allerdings haben getrocknete Cranberrys einen sehr hohen Zuckeranteil.

Ja, einfach Cranberrys – am besten Bio – frisch oder tiefgekühlt in einem Topf mit Wasser kochen. Das Verhältnis sollte 1:1 sein. Anschließend alles durch ein feines Sieb drücken – schwupps ist dein eigener Cranberrysaft fertig. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage aufbrauchen.

Cranberrys enthalten viele Gerbstroffe. Wenn du zu viel zu dir nimmst, können Bauschmerzen die Folge sein.

Wichtig: Solltest du an Nierenproblemen oder Nierensteinen leiden, besprich den Verzehr bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Dasselbe gilt, wenn du Gerinnungshemmer einnimmst. Dann unbedingt die Einnahme vorab besprechen, denn Cranberrys wirken blutverdünnend.

Wenn du an Diabetes leidest, achte unbedingt darauf, dass du ungesüßte Cranberry-Produkte verwendest. Diese darfst du auch als Diabetiker*in zu dir nehmen.

In kleinen Mengen kannst du ab und an Cranberrys naschen, wenn du schwanger bist – frisch oder als getrocknete Früchte. Den Saft oder Kapseln solltest du in der Schwangerschaft nur in Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt nehmen.

Und ganz wichtig: Falls du an einer Harnwegsentzündung leidest, gehe in der Schwangerschaft bitte umgehend zu deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.

Eine junge Frau sitzt am Küchentisch und beißt in ein Brot mit Marmelade.
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