SSW 13 Willkommen im 2. Trimester

Dein Baby wächst rasant, und das anfängliche Hormonchaos in deinem Körper ebbt ab. Jetzt beginnt das 2. Trimester deiner Schwangerschaft. Viele Frauen fühlen sich in dieser Phase besonders wohl und strahlen das auch aus.

Dein Baby wächst rasant, und das anfängliche Hormonchaos in deinem Körper ebbt ab. Jetzt beginnt das 2. Trimester deiner Schwangerschaft. Viele Frauen fühlen sich in dieser Phase besonders wohl und strahlen das auch aus.

Das erwartet dich in SSW 13

In der 13. Schwangerschaftswoche befindest du dich im 4. Monat deiner Schwangerschaft. Du hast jetzt das 2. Trimester erreicht! Du kannst auf aufregende (und ja, auch anstrengende) 3 Monate zurückblicken – vom positiven Schwangerschaftstest in deiner Hand über die ärztliche Bestätigung der Schwangerschaft bis zum 1. Ultraschall, bei dem du dein Baby sehen und sein Herz schlagen hören konntest.

Neben der Freude über die Schwangerschaft hast du wahrscheinlich schon verschiedene Symptome und Beschwerden der (frühen) Schwangerschaft kennengelernt – die einen intensiver als die anderen. Manche davon haben sich schon wieder verabschiedet, und du startest jetzt in eine entspanntere Phase. Vielleicht passen dir deine Hosen nicht mehr, und vielleicht kann man schon ein Bäuchlein sehen.

Auch organisatorische Dinge werden immer wichtiger – z. B. die Suche nach einem Geburtsvorbe­reitungskurs. Selbst wenn dieser erst später, frühestens ab SSW 24, startet, solltest du dich bald um einen Platz kümmern. So kannst du bestens vorbereitet in die nächsten Wochen deiner Schwangerschaft starten.

Dein Baby in SSW 13

Dein Baby wiegt in SSW 13 durchschnittlich 73 g und ist ca. 6,8 cm groß – gemessen vom Scheitel bis zum Steiß (im Mutterpass SSL abgekürzt). Es sieht immer mehr aus wie ein kleiner Mensch: Augen und Ohren sind an ihrer Position, die Gesichtszüge werden feiner.

Jetzt beginnt eine intensive Entwicklungsphase: Dein Baby wächst weiter in hohem Tempo, und das zentrale Nervensystem beginnt sich auszubilden. Das erlaubt dem Fötus, seine Bewegungen zunehmend zu koordinieren und mit Reflexen auf Reize zu reagieren. Auch der Gleichgewichtssinn entsteht langsam.

Dein Baby kann sich nun schon aktiv bewegen – streckt sich, dreht sich und wendet sich, auch wenn du davon noch nichts spürst. Es befindet sich weiterhin gut geschützt in der Fruchtblase, umgeben von warmem Fruchtwasser. Das gibt ihm Bewegungsfreiheit und Sicherheit zugleich.

Dein Körper in SSW 13

Die hormonelle Umstellung ist weitgehend abgeschlossen. Das Schwangerschaftshormon hCG stabilisiert sich, was oft dazu führt, dass Übelkeit und Müdigkeit nachlassen. Gleichzeitig steigt der Progesteronspiegel, was deine Muskeln entspannt, aber auch zu Verstopfung oder Blähungen führen kann.

Die Gebärmutter wächst und kann als kleine Wölbung am Unterbauch sichtbar werden. Durch die verbesserte Durchblutung und hormonelle Veränderungen kann deine Haut rosiger wirken, Haare und Nägel wachsen kräftiger.

Gleichzeitig können Pigmentveränderungen wie die Linea nigra, eine feine Linie, die meist vom Schambein bis zum Bauchnabel verläuft, oder dunklere Brustwarzen auftreten. Diese Linie ist Teil einer natürlichen Veränderung, sie kommt bei dunkleren Hauttypen eher vor als bei helleren. Die Ursache: Östrogen und Progesteron sorgen für einen Anstieg der Melaninproduktion. Nach der Geburt verschwindet die Linie in der Regel wieder, wenn sich der Hormonspiegel normalisiert. Schwangerschaftsstreifen treten meist später auf, ca. im 6. bis 7. Schwangerschaftsmonat, wenn die Haut durch den stark wachsenden Bauch besonders stark gedehnt wird.

Aus dem Gleichgewicht: Vaginale Infektionen

Du hast einen weiß-gräulichen Ausfluss, Juckreiz, und du nimmst einen unangenehmen Geruch wahr? Das können Zeichen dafür sein, dass deine Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist. In der Schwangerschaft liegt die Häufigkeit für eine bakterielle Vaginose zwischen 10 und 20 %. Deine Ärztin oder dein Arzt diagnostiziert die Vaginose mittels eines Abstrichs. Bei positivem Ergebnis wird sie meist mit einem Antibiotikum behandelt. Eine Vaginose kann, wenn sie unbehandelt bleibt, das Risiko einer Frühgeburt erhöhen – besonders wenn die Infektion früh in der Schwangerschaft auftritt. Die Ursache hierfür sind verschiedene biochemische Reaktionen zwischen Fötus und Gebärmutter. Solltest du Symptome bemerken, lass diese ärztlich abchecken.

Kind

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Diese Unter­suchungen stehen in SSW 13 an

Mit dem Beginn des 2. Trimesters steht die 3. reguläre Vorsorgeuntersuchung an. Von den vorherigen Terminen kennst du schon die Untersuchungen, die auch diesmal wieder gemacht werden:

  • Blutdruckmessung
  • Gewichtskontrolle
  • Urintest auf Zucker, Eiweiß und bei Bedarf auf Bakterien (z. B. bei Harnwegsinfekt)
  • Blutuntersuchung zur Hämoglobin-Bestimmung (Ausschluss einer Schwangerschaftsanämie)
  • Kontrolle des Stands der Gebärmutter
  • Kontrolle der kindlichen Herztöne
  • Feststellung der Lage des Kindes

So kann deine Ärztin, dein Arzt oder auch deine Hebamme die Entwicklung deiner Schwangerschaft und die deines Babys sowie dein allgemeines Wohlbefinden im Blick behalten.

Bestimmung des kindlichen Rhesusfaktors

Ein besonderer Bestandteil der Blutuntersuchung kann ab sofort und in den nächsten Wochen die Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors (RhD) sein. Dieser Test ist vor allem dann wichtig, wenn du selbst Rhesus-negativ bist. Die Untersuchung wird von uns über deine eGK bezahlt.

Dein Rhesusfaktor wurde bereits zu Beginn deiner Schwangerschaft ermittelt. Nun kann auch der Rhesusfaktor deines ungeborenen Kindes festgestellt werden. Alles, was es dafür braucht, ist eine einfache Blutentnahme: Im mütterlichen Blut zirkuliert ab der 12. SSW eine ausreichende Menge kindlicher Erbsubstanz (zellfreie fetale DNA). Solltest du Rhesus-negativ, dein Baby aber Rhesus-positiv sein, dient diese Information der Vorsorge: Du bekommst dann zwischen SSW 28 und 30 die Anti-D-Prophylaxe mit einer Anti-D-Immunglobulin-Injektion.

Lange wurde die Anti-D-Prophylaxe routinemäßig allen Rhesus-negativen Schwangeren verabreicht – unabhängig davon, welchen Rhesusfaktor das Kind hat. Das Problem dabei: Laut Gemeinsamen Bundesauschusses erwarten rund 30 bis 40 % der Rhesus-negativen Frauen ein Kind, das ebenfalls Rhesus-negativ ist. Für sie ist die Prophylaxe medizinisch unnötig.

Nicht verwechseln: Der Antikörper-Suchtest und die fetale Rhesusfaktor-Bestimmung sind 2 unterschiedliche Untersuchungen, die sich sinnvoll ergänzen.

Vorsicht bei Herpes

Viele Menschen tragen das Herpes-simplex-Virus in sich, oft unbemerkt. Lippenherpes (meist Typ 1) oder Genitalherpes (meist Typ 2) zeigen sich durch kleine Bläschen, die zwar unangenehm, aber in der Regel harmlos sind. In der Schwangerschaft bekommt das Thema jedoch eine besondere Bedeutung. Vor allem dann, wenn du dich zum 1. Mal mit dem Virus ansteckst.

Denn wenn dein Körper das Virus nicht kennt, konnte er noch keine schützenden Antikörper bilden. Eine Infektion, besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft, kann dann auf dein Baby übergehen. Das passiert bei Genitalherpes vor allem während der Geburt über den Geburtskanal oder bei Lippenherpes nach der Geburt durch engen Hautkontakt.

Wenn du immer mal wieder Lippenherpes hast, ist das auch in der Schwangerschaft meist kein Problem. Dein Körper hat bereits Abwehrstoffe gebildet, die dein Baby über die Plazenta aufnimmt und die es in den ersten Wochen nach der Geburt schützen können. Trotzdem gilt: Achte auf Hygiene und vermeide während eines akuten Ausbruchs engen Kontakt mit dem Baby, insbesondere Küsse.

Spürst du erste Anzeichen – wie Kribbeln oder Brennen –, hole dir frühzeitig ärztlichen Rat. Antivirale Medikamente können helfen, den Ausbruch abzumildern und die Ansteckungsgefahr zu senken. Tritt ein Genitalherpes kurz vor der Geburt auf, kann ein Kaiserschnitt empfohlen werden, um dein Kind zu schützen.

Bitte auch deine Familie und Freund*innen, mit einem frischen Lippenherpes vorsichtig zu sein: In dieser Zeit sollten sie das Baby nicht küssen und sich vor dem Kontakt gründlich die Hände waschen. So schützt du dein Neugeborenes bestmöglich.

Denk dran: Halte Momente fest

Oft rauscht die Schwangerschaft im Alltag nur so an euch als werdenden Eltern vorbei. Umso schöner ist es, wenn ihr Rituale schafft, die euch verbinden und besondere Momente festhalten.

Wie wäre es z. B. mit einem wöchentlichen Bauchfoto-Shooting oder einem Schwangerschaftstagebuch, in dem ihr Gedanken, Gefühle und kleine Meilensteine festhaltet? Auch das gemeinsame Stöbern nach Babyartikeln kann Spaß machen.

Diese kleinen Gewohnheiten stärken nicht nur die Vorfreude, sondern auch das Wir-Gefühl und hinterlassen bleibende Erinnerungen.

Jetzt angehen: Geburtsvorbereitungskurs

Die Geburt deines Babys ist noch weit entfernt, auch wenn du sicher immer wieder daran denkst und viele Fragen hast. Beantwortet werden diese in einem Geburtsvorbereitungskurs. Empfohlen wird zwischen der 24. und 30. Schwangerschaftswoche mit dem Kurs zu beginnen. Da die Plätze schnell ausgebucht sein können, kannst du dich schon jetzt um die Anmeldung kümmern.

Die Kurse werden in der Regel von erfahrenen Hebammen in Hebammenpraxen, Kliniken oder Geburtshäusern angeboten – sowohl vor Ort als auch online. Als deine Krankenkasse übernehmen wir für dich die Kosten für 14 h Geburtsvorbereitung. Wichtig ist, dass der Kurs von zugelassenen Expert*innen durchgeführt und mit uns direkt abgerechnet werden kann.

Lass dich von deiner Wunschperson zum Geburtsvorbereitungskurs begleiten – egal ob Partner*in, Mutter, Schwester oder Freund*in. Wenn deine Begleitperson auch bei der Pronova BKK versichert ist, beteiligen wir uns gerne an ihren Kosten für den Kurs. Der Zuschuss beträgt 50 % des Rechnungsbetrags und max. 100 € je Schwangerschaft.

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