SSW 37 Baby in Startposition

In der 37. Schwangerschaftswoche beschäftigst du dich bestimmt immer wieder damit, in welcher Position dein Baby liegt und was das für die Geburt bedeutet. Erfahre hier, welche Kindslagen es gibt und ob sie sich beeinflussen lassen.

In der 37. Schwangerschaftswoche beschäftigst du dich bestimmt immer wieder damit, in welcher Position dein Baby liegt und was das für die Geburt bedeutet. Erfahre hier, welche Kindslagen es gibt und ob sie sich beeinflussen lassen.

Das erwartet dich in SSW 37

In der 37. Schwangerschaftswoche befindest du dich am Anfang des 10. Schwangerschaftsmonats. Vielleicht wunderst du dich: Dauert eine Schwangerschaft nicht 9 Monate? Tatsächlich geht diese Rechnung nur grob auf: Da der genaue Zeitpunkt der Befruchtung oft unbekannt ist, wird die Schwangerschaft in der Medizin ab dem 1. Tag der letzten Periode berechnet. Nach dieser Zählweise (p. m. = post menstruationem) umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder 10 sogenannte Mondmonate mit jeweils 28 Tagen.

Es kann gut sein, dass du in dieser Woche noch deutlicher spürst, wie sich dein Körper in kleinen Schritten verändert: Du wirst schneller müde, dein Becken fühlt sich lockerer an, oder du nimmst neue Arten von Wehen wahr. Das sind natürliche Zeichen dafür, dass sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet. Gleichzeitig darf jetzt der mentale Fokus größer werden. Frag dich selbst: Wie fühle ich mich? Was brauche ich jetzt? Und: Bin ich gut aufs Wochenbett vorbereitet?

Dein Baby in SSW 37

Das Baby wiegt in SSW 37 durchschnittlich 2.966 g und ist ca. 47,6 cm groß – gemessen vom Scheitel bis zur Ferse (SFL). Die körperliche Entwicklung ist so gut wie abgeschlossen: Die meisten Organe sind so weit ausgereift, dass sie ihre Aufgaben bei einer Geburt zu diesem Zeitpunkt zuverlässig erfüllen könnten. Nun nimmt dein Kind vor allem noch an Körperlänge und Gewicht zu.

Welche Augenfarbe hat mein Baby?

Vielleicht spekulierst du schon, welche Augenfarbe dein Kind haben wird. Das ist spannend, denn die Augenfarbe ist zum jetzigen Zeitpunkt und auch bei der Geburt noch nicht „fertig“. Deshalb wirkt die Iris (Regenbogenhaut) bei vielen Neugeborenen zunächst blaugrau. Das liegt daran, dass in den ersten Lebenswochen nur wenig Melanin, also Farbpigment, im Irisgewebe vorhanden ist.

Erst nach der Geburt beginnt der Körper unter Einfluss von Licht und genetischer Steuerung, zunehmend Melanin einzulagern. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern – manchmal bis zum 1. Geburtstag.

  • Braune Augen entstehen, wenn viel Melanin in die Iris eingelagert wird.
  • Blaue, graue oder grüne Augen enthalten weniger Melanin. Ihre Farbe entsteht zusätzlich durch die Art, wie Licht an der Struktur der Iris gestreut und reflektiert wird.

Welche Augenfarbe dein Kind am Ende haben wird, hängt von mehreren Genen ab und lässt sich bei Geburt meist noch nicht sicher vorhersagen.

Kindslagen: Was sie für die Geburt bedeuten

Jetzt, kurz vor der Geburt, ist die Lage deines Babys im Bauch ein zentrales Thema – nicht weil du etwas tun musst, sondern weil das geburtshilfliche Team daraus ableiten kann, wie die Geburt verlaufen könnte und ob vorher oder währenddessen medizinische Unterstützung nötig ist. Bei den kommenden Vorsorgeuntersuchungen wird die Kindslage deshalb mittels Tastuntersuchung oder Ultraschall besonders genau kontrolliert.

Die Schädellage – im Mutterpass mit SL abgekürzt – ist die häufigste und anatomisch günstigste Lage für eine vaginale Geburt mit einem geringen Risiko für Komplikationen. Dabei liegt das Baby mit dem Kopf nach unten, das Gesicht zeigt zum Rücken der Mutter. In dieser Position passen Kopf und Becken am besten zusammen – das erleichtert den Geburtsverlauf.

Sternengucker-Babys liegen auch mit dem Kopf nach unten, schauen mit dem Gesicht aber nach vorne. Im Mutterpass wird die Sternengucker-Lage nicht als separate Abkürzung notiert, sondern auch unter SL geführt, weil es weiterhin eine Schädellage ist. Grundsätzlich ist eine vaginale Geburt möglich, sie kann aber länger dauern oder mit einem intensiveren Druck im Rücken verbunden sein. Hebammen arbeiten mit bestimmten Positionen, um eine Drehung des Babys zu fördern. Häufig kommt das Baby während der Geburt so noch in die optimale Lage.

In Beckenendlage – im Mutterpass BEL abgekürzt – sitzt das Baby mit dem Po nach unten, der Kopf liegt oben. Es gibt verschiedene BEL-Varianten:

  • Bei einer vollständigen BEL liegen die Beine des Babys angewinkelt – es sitzt wie in einer kleinen Hocke.
  • Bei einer unvollständigen BEL sind die Beine gestreckt und zeigen nach oben („Steißlage“).
  • Bei der seltenen Fußlage liegt ein Fuß oder liegen beide Füße unten, sodass ein Fuß oder beide Füße zuerst in den Geburtskanal eintreten könnten.

Ist eine vaginale Geburt mit BEL möglich?

Viele Kliniken bieten vaginale Geburten bei einer Beckenendlage an, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Unerlässlich sind bei BEL-Geburten erfahrene Geburtshelfer*innen im Kreißsaal. Chancen und Risiken werden abgewogen und mit der Schwangeren besprochen. Je nach individueller Situation wird der Schwangeren eine äußere Wendung angeboten. Wenn eine vaginale Geburt als nicht sicher eingestuft wird, wird ein Kaiserschnitt empfohlen.

Eine Querlage – im Mutterpass QL abgekürzt – bedeutet, dass das Baby quer in der Gebärmutter liegt und der Kopf zur Seite zeigt. Eine vaginale Geburt ist nicht möglich, wenn ein Kind zur Geburt quer im Bauch liegt. Auch hier kann mit sicheren Manövern durch die Hebamme oder durch eine sogenannte „äußere Wendung“ in der Klinik versucht werden, die Querlage zu verändern. Gelingt dies nicht, wird die Geburt als geplanter Kaiserschnitt erfolgen.

In Schräglage – im Mutterpass SchL abgekürzt – liegt das Baby leicht diagonal, also weder ganz quer noch ganz längs. Noch ist eine natürliche Bewegung möglich, und viele Babys finden von selbst in eine stabile Längslage. Hebammen können oft einen schonenden Positionswechsel anregen. Dreht sich das Baby in Schädellage, ist eine vaginale Geburt möglich. Wenn die Schräglage bleibt, erfolgt eine klinische Einschätzung, ob eine „äußere Wendung “ sinnvoll ist. Gelingt diese nicht, wird in der Regel ein geplanter Kaiserschnitt empfohlen.

Kannst du die Lage deines Babys selbst beeinflussen?

Ein direktes „Steuern“ der Lage ist nicht möglich, aber du kannst die Bewegungsfreude deines Babys im Bauch fördern. Nichts davon muss dein Baby drehen, aber es kann euch beiden guttun:

  • Bewegung: Spaziergänge in moderatem Tempo oder sanfte Übungen für die Beckenmobilität eignen sich gut.
  • Entlastung: Wechsle deine Körperhaltung häufiger und probiere Positionen wie Vierfüßler oder die Seitenlage.
  • Entspannung: Massagen des unteren Rückens und Beckens lockern die Muskulatur.
  • Raum: Vermeide längeres Sitzen in stark zurückgelehnten Positionen, um deinem Baby mehr Platz zu verschaffen.

Wichtig: Wenn dein Baby gerade noch nicht in Schädellage liegt, bedeutet das nicht automatisch, dass es zum Kaiserschnitt kommt.

Was passiert bei einer äußeren Wendung?

Eine medizinisch mögliche Option, die Lage des Kindes bei Beckenendlage, Querlage oder Schräglage noch vor der Geburt zu verändern, ist die sogenannte äußere Wendung. Dabei versucht die Ärztin oder der Arzt, dein Baby mit sanften, aber gezielten Druckbewegungen von außen zu drehen – meist über die Seite, sodass der Kopf nach unten ins Becken findet. Die ganze Zeit über werden Mutter und Baby per Ultraschall und CTG gut überwacht.

Für viele Frauen fühlt sich die Wendung eher ungewohnt oder intensiv an, sollte aber nicht deutlich schmerzhaft sein. Wenn es unangenehm wird, kann jederzeit pausiert oder abgebrochen werden. Manche Kliniken geben zusätzlich ein Mittel, das die Gebärmutter entspannt und so die Wendung erleichtert. Die eigentliche Drehbewegung dauert oft nur wenige Minuten.

Die Erfolgsrate liegt bei ca. 50-60 %. Ob ein solches Verfahren geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Art der Klinik und der Erfahrung des Geburtsteams, von individuellen Risikofaktoren sowie der Größe des Babys und deines Beckens. In SSW 37 ist der Zeitpunkt gut, um gemeinsam zu entscheiden, welcher Weg sinnvoll und sicher ist.

Dein Körper in SSW 37

Dass es verschiedene Arten von Wehen gibt, hast du bestimmt schon gehört bzw. sie am eigenen Körper gespürt. Je weiter es auf die Geburt zugeht, desto eher merkst du, wie sich ihre Qualität verändert. Die Wehen fühlen sich jetzt strukturierter, zielgerichteter und gleichmäßiger im Ablauf an. Die Gebärmutter beginnt damit, ihren Rhythmus für die Geburt zu finden.

Noch nicht stark genug: Vorwehen

Oft kommt es jetzt zu sogenannten Vorwehen, auch Prodromalwehen genannt. Sie können 30 sec bis 2 min dauern, in Wellen kommen und manchmal bis in den Rücken oder den Beckenboden ziehen. Obwohl sie sich kräftiger anfühlen und regelmäßiger wirken als die vertrauten Übungswehen, sind sie noch nicht stark genug, um den Muttermund deutlich zu öffnen. Du kannst dir das vorstellen wie ein Einpendeln: Dein Körper probt, baut Spannung auf – und lässt dann wieder los.

Woran du echte Geburtswehen erkennst

Von einem echten Geburtsbeginn sprechen Hebammen dann, wenn die Wehen über längere Zeit zunehmen – an Regelmäßigkeit, Dauer und Intensität – und sich nicht mehr dauerhaft abschwächen. Wahrscheinlich fragst du dich, wie du den Unterschied zu echten Wehen erkennst: Entscheidend ist die Veränderung über mehrere Stunden, nicht die Intensität eines einzelnen Moments. Achte also weniger auf die einzelne Wehe, sondern mehr auf den Gesamtverlauf. Hilfreich kann es sein, die Wehen für 1-2 Stunden zu beobachten.

Hinweise auf echte Geburtswehen sind:

  • Die Phasen, in denen sich die Gebärmutter zusammenzieht und wieder entspannt, werden regelmäßiger.
  • Die Kontraktionen gewinnen zunehmend an Stärke.
  • Die Wehen bleiben trotz Positionswechsel bestehen.
  • Die Wehen machen es schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren.
  • Manche Frauen empfinden ein zunehmendes Ziehen nach unten, andere eher ein inneres „Konzentrieren“ auf Bauch und Becken.

Auch in dieser Phase kannst du viel tun, um dich wohlzufühlen:

  • Bewegung im eigenen Tempo
  • Langsames Atmen
  • Wärme entspannt die Muskulatur. Wickle Wärmflaschen oder Körnerkissen in ein Tuch ein und lege sie nicht direkt auf deinen Bauch. Die Temperatur dieser Hilfsmittel sollte nahe der Körpertemperatur liegen und max. 37-38 °C betragen.
  • Eine Dusche oder ein kurzes Bad. Achte darauf, dass das Badewasser angenehm warm, aber nicht heiß ist. Die ideale Badetemperatur für Schwangere liegt bei 34-35 °C. Heißere Bäder können den Blutdruck senken und Kreislaufprobleme verursachen, da sich die Blutgefäße weiten.
  • Kleine, leicht verdauliche Snacks
  • Bewusstes Ausruhen

So unterstützt du deinen Körper dabei, seinen Geburtsrhythmus zu finden.

Wann du zum Geburtsort aufbrechen solltest

Sicher fragst du dich, wann du dich eigentlich auf den Weg ins Krankenhaus bzw. zum Geburtshaus machen solltest. Wehen sind ein sicheres Anzeichen für den Geburtsbeginn, aber oft hast du noch genug Zeit, bis es wirklich „ernst“ wird. Kontaktiere deine Hebamme, dein Geburtshaus oder die Klinik und frag nach, ob du schon losfahren solltest. Frag dich vorher:

  • Kommen die Wehen über längere Zeit regelmäßig, z. B. etwa alle 5 min?
  • Verlierst du Fruchtwasser?
  • Bemerkst du Blutungen?
  • Wird der Druck nach unten sehr stark, oder hast du das Gefühl, „da passiert jetzt wirklich etwas“?
  • Bist du unsicher, ob das, was du spürst, noch Vorwehen oder schon Geburtswehen sind?

Deine Hebamme ist genau für diese Situationen da – du musst das nicht allein einschätzen. Melde dich immer dann, wenn du das Bedürfnis dazu hast. Es gibt kein „zu früh“.

Schon jetzt das Wochenbett vorbereiten

Auf das Wochenbett – so werden die 6-8 Wochen nach der Geburt genannt – kannst du dich schon jetzt vorbereiten. Die ersten Tage und Wochen nach der Geburt sind intensiv und eine ganz besondere, sensible Zeit – körperlich, hormonell und emotional. Umso wertvoller ist eine gute Vorbereitung, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was für dich und dein Baby wirklich zählt: Ankommen und Erholung. Umgib dich in dieser Zeit nur mit Menschen, die dir guttun, lass Besuch im Wochenbett erst dann zu, wenn du dich dazu bereit fühlst. Bespricht mit deiner Partnerin oder deinem Partner, was eure Erwartungen und Vorstellungen an diese Zeit sind.

Ein vorbereiteter Alltag nimmt enorm viel Druck. Du bekommst Zeit für die Regeneration und um im Familienleben erstmal anzukommen. Ein paar einfache, aber wirkungsvolle Schritte für ein gut vorbereitetes Wochenbett sind:

  • Richte dir einen gemütlichen Wochenbettplatz ein, an dem du gerne viel liegst oder sitzt – mit allem in Griffweite: Wasser, Snacks, Stillkissen und weiche Kleidung.
  • Leg dir kleine Vorräte an, damit ihr, du bzw. deine Partnerin oder dein Partner, nicht täglich einkaufen müssen: Lebensmittel, Hygieneartikel, Binden, Spucktücher etc.
  • Organisiere Hilfe, damit du dich im Wochenbett nur um dich und dein Baby kümmern kannst: Wer übernimmt Aufgaben im Haushalt, wie Einkäufe, Putzen und Kochen? Wer hilft bei der Betreuung von Geschwisterkindern?

Im Wochenbett passiert vieles gleichzeitig: Freude, Nähe, Stolz – aber auch Müdigkeit, Erschöpfung und manchmal auch Überforderung. Das ist völlig normal, kann dich aber emotional herausfordern. Hilfreich ist es, wenn deine Erwartungen realistisch bleiben und du dich schon jetzt mit typischen Gefühlslagen in dieser sensiblen Zeit beschäftigst.

Auch fürs Wochenbett gilt: Kein Perfektionismus. Kleine Routinen, eine liebevolle Umgebung und verlässliche Hilfe sind oft viel wichtiger als eine perfekte Planung und straffe To-do-Listen. Erlaube dir Pausen, Nähe und Erholung, und hol dir Unterstützung für die ersten Wochen mit Baby.

Eine schwangere Frau steht in einem Raum und telefoniert.

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