SSW 7 Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

In deinem Körper wächst seit ein paar Wochen ein kleiner Mensch heran. Das kostet Kraft! Achte auf eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung. Erfahre, worauf es jetzt noch ankommt.

In deinem Körper wächst seit ein paar Wochen ein kleiner Mensch heran. Das kostet Kraft! Achte auf eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung. Erfahre, worauf es jetzt noch ankommt.

Das erwartet dich in SSW 7

In der 7. Schwangerschaftswoche befindest du dich im 2. Monat und im 1. Trimester deiner Schwangerschaft. Dein Baby entwickelt sich in einem bemerkenswerten Tempo. Mit einer bewussten Ernährung und der regelmäßigen medizinischen Vorsorge bei deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme legst du den Grundstein für eine gesunde Schwangerschaft.

Vielen Schwangeren macht jetzt ihr Kreislauf zu schaffen, und sie fühlen sich müder als sonst. Auch zu Blutungen kann es immer wieder kommen. Beides muss dich nicht beunruhigen, du solltest es aber ärztlich abklären lassen.

In der Schwangerschaft bemerkst du, wie sich dein Körper verändert, und lernst seine Bedürfnisse immer besser kennen. Dass du ein Baby erwartest, ist eine super Gelegenheit, mit gesunden Gewohnheiten zu starten, um dich und dein Baby optimal zu unterstützen. Verzichte zu 100 % auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen. Gesund und ausgewogen zu kochen, muss nicht kompliziert oder teuer sein: Entdecke hier praktische Tipps und Ideen sowie leckere Lieblingsrezepte. In der Schwangerschaft hast du auch einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen wie Folsäure und Eisen. Lass dich über nötige Nahrungsergänzungsmittel von deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme beraten.

Dein Baby in SSW 7

Der Embryo ist in SSW 7 durchschnittlich 5 mm groß – gemessen vom Scheitel bis zum Steiß (im Mutterpass SSL abgekürzt). Aus dem kleinen Zellhaufen ist ein erkennbarer Embryo geworden, der gut geschützt in der Fruchthöhle liegt. Das darin enthaltene Fruchtwasser wirkt wie ein Stoßdämpfer und schützt das Baby vor Erschütterungen.

Weitere körperliche Entwicklungen in SSW 7

  • Das Herz deines Babys schlägt kräftig und pumpt Blut durch den winzigen Körper. Es versorgt die Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen.
  • Es entstehen die Anlagen für Arme und Beine, die aussehen wie kleine Knospen, aus denen bald Hände und Füße wachsen.
  • Auch das Gehirn wächst, Augen und Nasenlöcher bilden sich, und erste Züge eines Gesichts werden erkennbar.
  • Das Verdauungssystem, die Leber und die Nieren entwickeln sich weiter.
  • Auch wenn genetisch bereits kurz nach der Befruchtung feststeht, ob dein Baby ein Mädchen oder ein Junge wird, sind bis zur 7. Schwangerschaftswoche noch beide Geschlechtsorgane angelegt. Danach beginnen sie sich auszudifferenzieren. Das Geschlecht deines Kindes ist allerdings in der Regel erst ab SSW 14 bis 16 im Ultraschall zu erkennen.

Dein Körper in SSW 7

Dein Körper steht weiter unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone hCG, Östrogen und Progesteron. Sie sorgen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut stabil bleibt, sich die Schwangerschaft festigt und dein Baby gut versorgt wird.

Der Blutkreislauf deines Kindes ist mit deinem verbunden: Dein Blut enthält alle notwendigen Nährstoffe für die Bildung der Plazenta und die Versorgung des wachsenden Embryos. Um diese Aufgaben zu meistern, fließt mittlerweile 30 % mehr Blut in deinen Adern. Durch die veränderte Durchblutung kann dir schwindelig werden, und dein Kreislauf reagiert empfindlicher. Dein Ruhepuls liegt jetzt etwa 10 Schläge pro Minute höher als vor der Schwangerschaft. Kreislaufprobleme und ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck können häufige Begleiterscheinungen in SSW 7 sein (aber auch darüber hinaus).

Bringe deinen Kreislauf in Schwung

  • Bewege dich an der frischen Luft. Das verbessert die Durchblutung und kräftigt deinen Kreislauf.
  • Vermeide es, lange zu stehen und nach dem Sitzen oder Liegen zu schnell aufzustehen.
  • Trinke mindestens 1,5–2 l Flüssigkeit pro Tag und iss mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Das hält deinen Blutzuckerspiegel stabil.
  • Versuch es mal mit Wechselduschen und kalten Beingüssen. Beginne mit warmem Wasser und beende die Anwendung mit einem kalten Wasserguss. Am besten morgens und abends wiederholen.
  • Trage Kompressionsstrümpfe, die die venöse Durchblutung unterstützen und Schwellungen vorbeugen können. Sie sind nicht nur dann sinnvoll, wenn du schon Kreislaufprobleme hast, sondern dienen auch der Prävention – besonders wenn du viel stehst oder sitzt.
  • Bei akuten Kreislaufproblemen: Lege dich hin und lagere die Beine hoch, um den Blutfluss zu verbessern. Nimm ein paar tiefe, ruhige Atemzüge an der frischen Luft.

Blutungen: Muss ich jetzt zum Arzt?

Blutungen in der Schwangerschaft können unterschiedliche Ursachen haben. Mal werden sie von hormonellen Schwankungen ausgelöst, mal gehen sie vom Muttermund aus, der in der Schwangerschaft sehr gut durchblutet und empfindlich auf Berührung reagiert. Sie können auch nach dem Geschlechtsverkehr oder einer gynäkologischen Untersuchung auftreten.

Mit Blutungen in der Schwangerschaft bist du nicht allein: Während der ersten Wochen haben viele Schwangere hin und wieder einen dunkelroten, fast braunen Ausfluss oder leichte hellrote Schmier- bzw. Zwischenblutungen. Lass Blutungen in der Schwangerschaft immer medizinisch checken.

Blutungen können, besonders wenn sie mit Schmerzen im Unterleib verbunden sind, auf ernste Komplikationen hinweisen. Dazu zählen z. B. eine drohende Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft, die schnell behandelt bzw. abgeklärt werden müssen.

Das Risiko einer Fehlgeburt in SSW 7 ist im Vergleich zu den ersten Schwangerschaftswochen geringer. Verschiedene Quellen geben die Wahrscheinlichkeit, das Baby in der vollendeten 7. SSW zu verlieren, mit unter 5 % an. Das Risiko einer Fehlgeburt sinkt von Woche zu Woche, besonders deutlich ab der vollendeten 8. Schwangerschaftswoche.

Kind

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Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft achtest du wahrscheinlich ganz automatisch stärker auf deine Ernährung. Schließlich versorgst du nicht nur dich, sondern auch dein Baby. Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen, besonders Folsäure, Eisen, Jod und Omega-3-Fettsäuren, steigt bei Schwangeren an. Um ihn zu decken, achte darauf, dich abwechslungsreich und vollwertig zu ernähren. Reich an Folsäure und Eisen sind z. B. grüne Blattgemüsesorten wie Spinat, Grünkohl oder Brokkoli, Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Rindfleisch, Leinsamen und Kürbiskerne. Wenn du dich in der Schwangerschaft vegetarisch oder vegan ernährst, solltest du dich über deinen individuellen Nährstoffbedarf gut informieren und ihn ggf. mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen.

Auf welche Lebens­mittel sollten Schwangere verzichten?

Manche Lebensmittel bergen für Schwangere ein erhöhtes Risiko, weil sie bestimmte Krankheitserreger wie Listerien oder Toxoplasmose enthalten. Infektionen mit diesen Erregern sind in der Schwangerschaft zum Glück selten, können aber für dein Baby gefährlich werden und seine Entwicklung beeinträchtigen. Der beste Schutz ist es, auf einige Lebensmittel zu verzichten und auf eine hygienische Zubereitung zu achten.

Toxoplasmose wird durch einen Parasiten verursacht, der über rohes Fleisch, Katzenkot oder verunreinigte Erde übertragen werden kann. Solltest du bereits eine Toxoplasmose-Infektion durchgemacht haben (in der Regel verläuft diese ohne Symptome), besteht für dein Baby kein Risiko. Du kannst mit Hilfe eines Toxoplasmose-Suchtests checken lassen, ob du immun bist oder nicht – die Kosten für diesen Vorsorgetest (und weitere) zahlen wir.

Listeriose ist eine Infektion, die vor allem durch rohe tierische Produkte oder Rohmilchkäse übertragen wird. Für gesunde Erwachsene ist sie selten gefährlich. In der Schwangerschaft kann sie über die Plazenta auf das Ungeborene übergehen oder bei der Geburt auf das Kind übertragen werden.

Vermeiden solltest du in der Schwangerschaft:

  • Rohe tierische Produkte wie rohes oder halbgares Fleisch (z. B. Mett, Carpaccio, Tatar), Rohwurst wie Mettwurst, Salami und roher Schinken, roher Fisch oder Meeresfrüchte (z. B. Sushi, Austern), rohe Eier (z. B. in Tiramisu, frische Mayonnaise, Zabaione).
  • Rohmilch und Rohmilchkäse wie Weichkäse, Blauschimmelkäse und Frischkäse aus Rohmilch solltest du – unabhängig von der Milchsorte – in der Schwangerschaft gar nicht essen. Die Milch ist nicht pasteurisiert und kann Keime enthalten. Alternativen: lang gereifte, harte Käsesorten wie Parmesan, Cheddar oder Gouda (ohne Rinde) sowie Käse aus pasteurisierter Milch.
  • Fischsorten wie Thunfisch, Schwertfisch oder Hecht, wegen des hohen Quecksilbergehalts. Iss lieber Lachs, Kabeljau, Forelle oder Hering – aber gut gegart.
  • Leber und Leberprodukte wie Leberpastete, Leberwurst und Lebergerichte.

Achte auf die Küchenhygiene. Reste solltest du nicht lange aufbewahren und Speisen immer gründlich auf mindestens 70 °C Kerntemperatur erhitzen. Das tötet Keime sicher ab. Wasche Obst und Gemüse gründlich, besonders wenn du es roh isst. Auch hier können Keime lauern. Wenn du in der Schwangerschaft Fieber oder grippeähnliche Symptome bekommst, lass dich sicherheitshalber ärztlich untersuchen. So kann schnell geklärt werden, ob es sich nur um eine harmlose Erkältung handelt oder ob weitere Schritte nötig sind.

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Mehr für dich drin

Um deine Ernährung auch in der Schwangerschaft optimal zu gestalten, kannst du mit unserem Kalorienrechner checken, wie hoch dein täglicher Bedarf und Verbrauch ist. Du kannst angeben, in welchem Schwangerschaftsdrittel du bist, auch eine mögliche Stillzeit wird mitberechnet.

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Tipps für deine Ernährung

Trinken nicht vergessen

Mind. 1,5–2 l Flüssigkeit pro Tag sind wichtig – am besten Wasser oder ungesüßter Tee. Vermeide stark koffein- und zuckerhaltige Getränke wie Energydrinks. Diese enthalten nicht nur viel Koffein, sondern auch andere bedenkliche Inhaltsstoffe wie Taurin, das den Wachmacher-Effekt von Koffein noch verstärkt.

Und was ist mit Kaffee? Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt an, dass ein Koffeinkonsum von bis zu 200 mg pro Tag für das ungeborene Kind unbedenklich ist. Diese Menge entspricht etwa 2 Tassen Filterkaffee.

Kleine Mahlzeiten, große Wirkung

Mehrere kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, helfen gegen Übelkeit und stabilisieren den Kreislauf, besonders morgens, wenn der Blutzuckerspiegel niedrig ist. Komplexe Kohlenhydrate, wie sie Vollkornbrot, Haferflocken oder Kartoffeln enthalten, sind ideale Energielieferanten. Ingwer- oder Kamillentee kann beruhigend wirken und Übelkeitssymptome lindern.

Null Promille, null Rauch

Nicht nur gesunde Nährstoffe gelangen direkt über die Plazenta zu deinem Baby, sondern auch Alkohol und Nikotin oder andere Schadstoffe. In der sensiblen Phase der Organentwicklung kann das zu bleibenden Schäden führen, etwa zu Fehlbildungen, Frühgeburten und Wachstumsstörungen. Auch kleine Mengen Alkohol können bereits unheilbare Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) zur Folge haben. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft Suchtmittel konsumiert, kann das bei den Kindern später zu Problemen beim Lernen, im Verhalten oder bei Atemwegserkrankungen führen. Darum wird empfohlen, während der gesamten Schwangerschaft komplett auf Alkohol und Nikotin zu verzichten.

Wichtig: Viele Frauen merken erst in der 5. oder 6. Schwangerschaftswoche, dass sie schwanger sind. Falls du davor Alkohol getrunken oder geraucht hast, weil die Schwangerschaft nicht geplant war: Mach dir keine Vorwürfe. Du konntest nicht wissen, dass du schwanger bist. Aber: Sag ab jetzt konsequent „Nein“, um deine Gesundheit und die deines Babys zu schützen.

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