SSW 18 Rundum gesunde Schwangerschaft

Rund um die 18. Schwangerschaftswoche ist dein Babybauch wahrscheinlich schon gut zu sehen. Er ist aber auch immer öfter der Grund für verschiedene Beschwerden. Erfahre hier, was hilft und wie du fit und gesund bleibst.

Rund um die 18. Schwangerschaftswoche ist dein Babybauch wahrscheinlich schon gut zu sehen. Er ist aber auch immer öfter der Grund für verschiedene Beschwerden. Erfahre hier, was hilft und wie du fit und gesund bleibst.

Das erwartet dich in SSW 18

In der 18. Schwangerschaftswoche befindest du dich im 5. Monat und damit im 2. Trimester deiner Schwangerschaft. Zeit für einen weiteren Gesundheitscheck: Die 4. Vorsorgeuntersuchung kann ab SSW 17 stattfinden. Um dein Baby gut zu versorgen und auch, um deinen Körper für die Anstrengungen der Schwangerschaft und Geburt zu stärken, ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Nutze diese Zeit, um mehr über gesunde Lebensmittel und wichtige Nährstoffe zu lernen, und probiere vielleicht auch mal neue Rezepte aus.

Dein Baby in SSW 18

Der Fötus wiegt in SSW 18 durchschnittlich 222 g und ist ca. 17,8 cm groß – gemessen vom Scheitel bis zur Ferse (im Mutterpass SFL abgekürzt). Arme und Beine wachsen nun deutlich schneller, der Kopf wächst langsamer als der Rest des Körpers. Die Proportionen passen sich allmählich an, doch das Köpfchen nimmt noch immer ca. 1/3 der gesamten Körpergröße ein.

Unter der Haut deines Babys, die bislang ziemlich faltig aussah, bildet sich nun nach und nach Fettgewebe. Dieses hält dein Baby nach der Geburt warm. Schließlich ist es in der Außenwelt deutlich kälter als in der Fruchtblase. Die hat sogar eine etwas höhere Temperatur als deine Körperkerntemperatur.

Die Augen deines Babys können sich schon bewegen, aber die Augenlider bleiben noch bis ca. zur 27. Schwangerschaftswoche geschlossen. In dieser Phase der Schwangerschaft verbringt dein Baby die meiste Zeit des Tages mit Schlafen. In seinen Wachphasen ist es aber sehr aktiv, trainiert seine Muskeln und turnt fleißig.

Spürst du schon Kindsbewegungen?

Vielleicht hast du schon die ersten Bewegungen deines Babys wahrgenommen – viele Schwangere berichten, dass sie sich wie ein leichtes Flattern oder Blubbern anfühlen. Ein großer Augenblick in der Schwangerschaft! Wenn du noch nichts gespürt hast, denk dran: Jede Schwangerschaft verläuft individuell. Vor allem bei Erstgebärenden dauert es oft ein wenig länger, bis sie ihr Baby zum 1. Mal spüren.

Auch die Lage des Mutterkuchens (Plazenta) spielt eine Rolle. Befindet sich die Plazenta nämlich an der vorderen Seite der Gebärmutter, liegt sie wie ein Puffer zwischen Bauchwand und Baby. Dann kannst du die Bewegungen erst später und weniger intensiv spüren. Eine Vorderwandplazenta stellt keine Gefahr für das Baby oder die Geburt dar. Sie ist nicht mit einer Placenta praevia zu vergleichen, bei der die Plazenta sehr tief liegt und den Gebärmutterhals teilweise oder ganz bedeckt. Das kann die Ursache für Blutungen sein und eine spezielle Behandlung erfordern.

Dein Körper in SSW 18

In der 18. Schwangerschaftswoche fühlen sich viele Schwangere energiegeladener als noch im 1. Trimester. Gönne dir dennoch ab und zu eine Pause und leg die Beine hoch. Je größer dein Baby wird, desto mehr Leistung erbringt dein ganzer Körper – vom Herz-Kreislauf-System über die Organe bis zum Gewebe.

Zu diesen Beschwerden kann es in SSW 18 kommen

Durch die beruhigende Wirkung des Hormons Progesteron arbeitet dein Darm langsamer – Verstopfungen können die Folge sein. Versuche, viel zu trinken und über den Tag verteilt ausreichend Ballaststoffe zu dir zu nehmen. Spaziergänge regen die Verdauung ebenfalls an.

Eine stärkere Pigmentierung der Haut in der Schwangerschaft kommt recht häufig vor. Woran liegt’s? Am erhöhten Spiegel des Hormons Östrogen, das die Produktion des Hautfarbstoffs Melanin anregt. Achte vor allem im Gesicht auf eine Pflege mit UV-Schutz. Meist verschwinden Pigmentflecken nach der Geburt wieder.

Die Schwangerschaftshormone bewirken, dass der Schließmuskel am Mageneingang etwas erschlafft, sodass Magensäure leichter aufsteigen und in die Speiseröhre zurückfließen kann. Zusätzlich drückt die wachsende Gebärmutter auf den Magen. Beides kann Sodbrennen verursachen. Iss mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, verzichte auf fettige oder stark gewürzte Speisen und versuche es mit Hausmittelchen wie Haferflocken oder gekochten Kartoffeln.

Eine unangenehme Begleiterscheinung, mit der viele Schwangere nun Bekanntschaft machen, sind Hämorrhoiden. Jeder Mensch hat sie. Doch durch die verstärkte Durchblutung, Gefäßerweiterungen und den Druck der Gebärmutter können sie in der Schwangerschaft hervortreten. Das kann schon mal unangenehm sein, doch in der Regel lassen sich Hämorrhoiden gut behandeln. Sprich offen darüber mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme.

Dein Bauch wird von Woche zu Woche größer und schwerer, dadurch verlagert sich dein Gewicht nach vorne. Viele Schwangere gleichen den veränderten Körperschwerpunkt automatisch durch ein Hohlkreuz aus. Das kann Rückenschmerzen verursachen. Regelmäßige Bewegung wie Schwimmen, Yoga oder spezielle Schwangerschaftsgymnastik stärkt den Rücken. Versuche außerdem, beim Gehen dein Baby nicht „vor dir her zu schieben“. So vermeidest du ein Hohlkreuz und einen leicht watschelnden Gang.

Kind

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Vegane und vegetarische Ernährung in der Schwanger­schaft

Als Schwangere hast du einen höheren Bedarf an Energie und Nährstoffen, damit sich dein Baby gesund entwickeln kann – daher ist eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft besonders wichtig. Unabhängig davon, ob du Fleisch isst oder eine vegetarische oder vegane Ernährung bevorzugst: Achte auf eine ausreichende Versorgung mit Jod, Folsäure und der langkettigen Omega-3-Fettsäure DHA. Diese Nährstoffe können die Entwicklung und Gesundheit deines Babys maßgeblich beeinflussen. Folsäure ist wichtig für die Zellteilung und beugt Fehlbildungen des Nervensystems vor. Jod ist unerlässlich für die Entwicklung des Nervensystems und der Schilddrüse, und DHA ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Gehirns.

Wenn du dich in der Schwangerschaft vegan oder vegetarisch ernährst, kann eine Ernährungsberatung hilfreich sein, um sicherzustellen, dass die Nährstoffzufuhr für die gesunde Entwicklung deines Kindes optimal ist. Informiere auch deine behandelnde Gynäkologin, deinen Gynäkologen oder deine Hebamme über deine Essgewohnheiten. Sie kontrollieren deine Blutwerte in der Schwangerschaft regelmäßig und können mögliche Nährstoffmängel (z. B. an Eisen, Vitamin B12 und D) feststellen, einordnen und bei Bedarf Tipps geben, wie du diese wieder ausgleichen kannst.

Wichtige Nährstoffe für Schwangere

Du verzichtest auf Fleisch und Fisch, nimmst aber verschiedene andere tierische Produkte mit Milch oder Ei zu dir? Dann ernährst du dich ovo-lakto-vegetarisch. Wenn du darauf achtest, dass deine Lebensmittelauswahl vielseitig und ausgewogen ist, bist du mit der vegetarischen Ernährungsform auch in der Schwangerschaft gut versorgt.

Wenn du gar keine Lebensmittel tierischen Ursprungs zu dir nimmst, solltest du dich gut darüber informieren, welche pflanzlichen Nahrungsmittel optimale Nährstoffquellen sind. Als Veganerin solltest du außerdem wissen, welche Nährstoffergänzungen du zusätzlich brauchst, damit dein Körper – und somit auch der deines Babys – ausreichend versorgt ist. Lass dich dazu von deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme beraten.

Achte als schwangere Vegetarierin oder Veganerin darauf, diese Nährstoffe zu dir zu nehmen:

  • Eisen: Eisen kommt vor allem in Fleisch und Fisch vor. Als pflanzliche Eisenquellen für Vegetarierinnen und Veganerinnen werden Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, getrocknete Früchte und dunkelgrünes Gemüse empfohlen. Lass deinen Eisenstatus regelmäßig medizinisch prüfen. Wird ein Eisenmangel festgestellt, können dir die Mediziner*innen spezielle Eisenpräparate verschreiben.

  • Vitamin B12: Eine gute Versorgung mit Vitamin B12 kann vor allem über Milchprodukte und Eier sichergestellt werden. Veganerinnen müssen Vitamin B12 deshalb über Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Lass auch deinen Vitamin-B12-Status regelmäßig bestimmen.

  • Zink: Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, ist oft nicht gut mit Zink versorgt. Wichtige Quellen sind Soja-Produkte, Gemüse, Körner und Nüsse. Sprossen und Sauerteigbrot können die Aufnahme von Zink aus der Nahrung verbessern.

  • Kalzium: Vor allem Veganerinnen sind oft nicht ausreichend mit Kalzium versorgt. Da sie auf Milch und Milchprodukte verzichten, sollten sie ihren Bedarf mit Lebensmitteln decken, die mit Kalzium angereichert sind, z. B. Fruchtsäfte, Sojamilch, Reismilch oder Frühstückscerealien. Auch Brokkoli, Sojabohnen, Feigen und Mandeln sind kalziumreich.

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