Mumps: Eine typische Kinderkrankheit

Eine typische Kinderkrankheit ist Mumps (Parotitis), umgangssprachlich auch als Ziegenpeter bekannt. Wir informieren dich über Symptome, Ursachen, Impfung und Behandlung von Mumps.

Eine typische Kinderkrankheit ist Mumps (Parotitis), umgangssprachlich auch als Ziegenpeter bekannt. Wir informieren dich über Symptome, Ursachen, Impfung und Behandlung von Mumps.

Was ist Mumps?

Mumps ist eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die tatsächlich nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene betreffen kann. Ein größerer Ausbruch ereignete sich 2010/2011 in Bayern, wo fast 300 Fälle aufgezeichnet wurden, von denen mehr als die Hälfte zwischen 16-24 Jahre alt war. Mups wird durch das Mumpsvirus verursacht, was eine Entzündung der Speicheldrüsen, vor allem der Ohrspeicheldrüsen, hervorruft. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 16-18 Tage, aber auch 12-25 Tage sind möglich.

Wichtig: Mumps ist eine meldepflichtige Erkrankung. Deine Ärztin oder dein Arzt muss bereits den Verdacht dem zuständigen Gesundheitsamt melden.

Symptome und Verlauf von Mumps

Die Anzeichen von Mumps können unterschiedlich sein. Typischerweise beginnt die Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Ein charakteristisches Merkmal ist die Schwellung der Ohrspeicheldrüsen, die zu schmerzhaftem Anschwellen im Wangen- und Kieferbereich führt. Diese Schwellung kann auf einer oder beiden Seiten auftreten. Manchmal treten auch Hals- und Nackenschmerzen auf.

Ähnliche Beschwerden wie Müdigkeit, Fieber und geschwollene Lymphknoten treten übrigens auch beim Pfeifferschen Drüsenfieber auf, das ebenfalls durch Viren verursacht wird und daher manchmal mit Mumps verwechselt werden kann.

Ursachen und Ausbreitung von Mumps

Das Mumpsvirus verbreitet sich vor allem durch Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch. Wenn man zum Beispiel engen Kontakt mit einer infizierten Person in Schule oder Kindergarten hat oder gemeinsame Gegenstände benutzt, kann das Virus schnell übertragen werden. Das tückische bei Mumps ist, dass Personen bereits ansteckend sein können, bevor sie die typischen Symptome haben.

Behandlung und Komplikationen bei Mumps

Leider gibt es momentan keine spezifischen antiviralen Medikamente gegen Mumps. Daher liegt der Fokus der Therapie darauf, die Symptome zu lindern. Dazu gehören Ruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und schmerzlindernde Medikamente zur Kontrolle von Fieber und Schmerzen. In den meisten Fällen heilt die Krankheit innerhalb von etwa 2 Wochen von alleine ab.

Allerdings ist es möglich, dass bei manchen Menschen seltene Probleme auftreten. Z. B. können Jungen eine Hodenentzündung bekommen und Mädchen entzündliche Prozesse im Eierstockbereich. Solche Probleme können später zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen.

Prävention durch Impfung

Die beste Methode, um Mumps zu verhindern, ist die Impfung. Die Mumps-Masern-Röteln (MMR)-Impfung bietet einen sicheren Schutz vor Mumps und wird üblicherweise 2x verabreicht: das 1. Mal im Alter von 12-15 Monaten und das 2. Mal im Alter von 4-6 Jahren. Die Impfung schützt nicht nur dein Kind, sondern hilft auch, die Verbreitung der Krankheit in der Gesellschaft zu reduzieren.

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Autor: Onlineredaktion Pronova BKK Zuletzt aktualisiert: 11.09.2024