Ursachen: Wer ist betroffen?
Scheidentrockenheit gehört zu den häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren. Grund dafür sind hormonelle Veränderungen, insbesondere ein sinkender Östrogenspiegel. Dadurch wird die Scheidenschleimhaut dünner, weniger elastisch und schlechter durchblutet. Gleichzeitig verändert sich das natürliche Scheidenmilieu.
Doch nicht immer steckt ein Östrogenmangel im Rahmen der Wechseljahre dahinter. Auch bei Schwangeren und Frauen im Wochenbett, insbesondere stillende Mütter, schwankt der Hormonspiegel – und muss sich nach der Geburt erst wieder neu einpendeln.
Frauen, die bestimmte Medikamente einnehmen, können ebenfalls betroffen sein. Dazu gehören u. a. einzelne Antidepressiva oder Antihistaminika. Ebenso können Krebsbehandlungen, Diabetes und Autoimmunerkrankungen sowie Stress, psychische Belastungen oder Erkrankungen die natürliche Feuchtigkeit der Scheide beeinflussen. Wenn du mit Hormonpräparaten wie der Pille verhütest, kann das ebenfalls ein Auslöser sein.
Auch Endometriose kann indirekt eine Rolle spielen. Zwar verursacht die Erkrankung selbst nicht zwangsläufig Scheidentrockenheit, bestimmte hormonelle Therapien können die Beschwerden jedoch begünstigen.
Schon gewusst? Häufiges Waschen, parfümierte Produkte, Intimdeos oder Vaginalspülungen können die Schleimhaut ebenfalls reizen und das natürliche Scheidenmilieu stören.