SSW 1 Dein Körper bereitet sich vor

Du bist noch nicht schwanger, und doch ist diese Woche wichtig, um eine Schwangerschaft zu berechnen. Dein Körper stellt sich mit Beginn der Periode Monat für Monat wieder darauf ein, schwanger zu werden.

Du bist noch nicht schwanger, und doch ist diese Woche wichtig, um eine Schwangerschaft zu berechnen. Dein Körper stellt sich mit Beginn der Periode Monat für Monat wieder darauf ein, schwanger zu werden.

Das erwartet dich in SSW 1

Es klingt verwirrend, aber in der 1. Schwangerschaftswoche bist du noch gar nicht schwanger. Dennoch wird eine Schwangerschaft ab dem 1. Tag deiner letzten Periode gerechnet. Monat für Monat bereitet sich dein Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Mit dem 1. Tag der Periode beginnt ein neuer Zyklus. Dabei stellt sich dein Körper erneut auf einen möglichen Eisprung und eine mögliche Befruchtung ein.

Auch für die Bestimmung des Geburtstermins ist dieser Tag der Ausgangspunkt. Der Tag der Empfängnis lässt sich dagegen oft nicht sicher angeben, außerdem ist die Dauer des Zyklus selten gleich. Medizinisch spricht man erst ab der erfolgreichen Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter von einer Schwangerschaft.

Auch wenn du offiziell noch nicht schwanger bist: Wichtige Prozesse für eine spätere Empfängnis laufen bereits jetzt in deinem Körper ab. Achte gut auf ihn und versorge ihn mit gesunder Ernährung, Folsäure und Bewegung.

Dein Körper in SSW 1

Hormonell wird jetzt alles darauf vorbereitet, dass in rund 2 Wochen ein Eisprung stattfinden kann. Die Eizellen reifen im Eierstock bis zum Eisprung heran, und die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf. So werden optimale Bedingungen für eine mögliche Einnistung geschaffen.

Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Menstruationsblutung. Dabei kann es zu Menstruationsbeschwerden wie Unterleibsschmerzen, Krämpfen, Kopfschmerzen oder allgemeinem Unwohlsein kommen. Der Zyklus beginnt von Neuem.

Zu diesen Beschwerden kann es in SSW 1 kommen

Falls du bereits Veränderungen oder Symptome bemerkst, liegen diese zu diesem Zeitpunkt nicht an einer Frühschwangerschaft, sondern können z. B. durch Menstruation verursacht sein. Bei sehr starken Schmerzen oder ungewöhnlich starken Blutungen solltest du ärztlichen Rat einholen. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln oder pflanzlichen Präparaten solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt abstimmen.

Durch das Zusammenziehen der Gebärmutter, die ihre Schleimhaut abstößt, kann es sein, dass du ein unangenehmes Ziehen oder sogar starke Krämpfe im Unterleib spürst. Wärme, z. B. durch eine Wärmflasche, ein Körnerkissen oder ein warmes Bad, entspannt die Muskulatur der Gebärmutter. Leichte Bewegung wie Spaziergänge oder sanftes Yoga regen die Durchblutung an und können die Schmerzen reduzieren. Versuche es außerdem mit Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation, um Stress und Schmerzempfinden zu verringern.

Eine häufige Begleiterscheinung von Regelschmerzen sind Rückenschmerzen. Wärme oder eine sanfte Massage des Lendenbereichs können jetzt guttun. Achte außerdem auf eine rückenschonende Haltung und vermeide, wenn möglich, lange zu sitzen.

Hormonelle Schwankungen während der Menstruation sind ganz normal. Wenn sie bei dir zu Kopfschmerzen führen, kann ausreichend Flüssigkeit helfen, den Kreislauf zu stabilisieren – am besten trinkst du Wasser oder Kräutertee. Wärme im Nacken oder Kälte auf der Stirn bzw. an den Schläfen können ebenfalls helfen. Gönn dir Ruhepausen, wann immer es im Alltag möglich ist, idealerweise in einem abgedunkelten Raum. Bei verspannungsbedingten Kopfschmerzen können sanfte Dehnübungen für Nacken und Schultern helfen.

Der Blutverlust kann für deinen Körper belastend sein, dich müde und erschöpft machen. Plane in dieser Zeit viel Schlaf und immer wieder kleine Pausen ein. Achte auf eine eisenreiche Ernährung mit viel grünem Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, um den Blutverlust auszugleichen. Leichte Bewegung sorgt für Energie und hebt die Stimmung.

Die Veränderungen im Hormonhaushalt während der Menstruation können sich auch auf deine Psyche auswirken. Plane bewusst Zeit für Dinge ein, die dir jetzt guttun. Reden entlastet: Tausche dich mit anderen Frauen, deiner Partnerin oder deinem Partner aus.

Manche Frauen berichten während der Menstruation von Durchfall oder Verstopfung. Achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse, um eine gesunde Verdauung zu unterstützen. Sanfte Bewegung regt den Darm an. Auch bei diesen Beschwerden kann Wärme krampflösend wirken.

Folsäure: Für eine gesunde Entwicklung

Auch wenn die Einnistung noch nicht stattgefunden hat, beginnt jetzt eine wichtige Phase für die Entwicklung deines Babys und für eine gesunde Schwangerschaft. Folsäure (synthetisch) bzw. Folat (natürlich) ist ein Vitamin der B-Gruppe (B9) und spielt eine zentrale Rolle bei der Zellteilung, Blutbildung und der Entwicklung des Nervensystems.

  • Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung können schon 400 µg täglich, am besten ab 4 Wochen vor der Empfängnis, nachweislich das Risiko für Neuralrohrdefekte wie Spina bifida („offener Rücken“) senken.
  • Da sich das Neuralrohr bereits in der SSW 4 schließt, ist eine frühzeitige Supplementierung wichtig. Viele Frauenärztinnen und Frauenärzte empfehlen, mit der Einnahme ab dem Kinderwunsch zu starten und sie bis zur Geburt fortzusetzen.
  • Und auch in deine Ernährung kannst du Folsäure einbauen. Spinat, Feldsalat, Linsen, Kichererbsen, Vollkornprodukte, Nüsse und Eier gehören zu den Top-Quellen.

Achte auch darauf, Alkohol und Nikotin so früh wie möglich zu meiden, wenn du schwanger werden möchtest. Beides kann die Fruchtbarkeit und Eizellreifung negativ beeinflussen und nach der Befruchtung der Gesundheit des Embryos schaden.

SSW 1: Noch keine Untersuchung nötig

In der 1. Schwangerschaftswoche passiert noch nicht viel. Rein rechnerisch beginnt die Schwangerschaft zwar bereits jetzt, doch eine Befruchtung hat zu diesem Zeitpunkt nicht stattgefunden. Eine medizinische Untersuchung ist deshalb erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Die Erstuntersuchung bei deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder einer Hebamme kannst du bei Verdacht auf eine Schwangerschaft oder nach einem positiven Schwangerschaftstest ab der 5. Schwangerschaftswoche machen. Sie sollte spätestens bis zur 9. Schwangerschaftswoche stattgefunden haben. So stellst du sicher, dass bei dir und deinem Baby alles in Ordnung ist.

Bei dieser 1. Vorsorgeuntersuchung wird die Schwangerschaft offiziell bestätigt, und du bekommst deinen Mutterpass. Außerdem stehen einige wichtige Basischecks auf dem Programm. Dazu zählen:

  • Blutuntersuchungen (Blutgruppe, Rhesusfaktor, Antikörper, HIV, Hepatitis B, Röteln)
  • Urinprobe und Chlamydien-Test
  • Blutdruck- und Gewichtskontrolle
  • Erhebung der Krankengeschichte und Beratung zu Ernährung, Impfstatus, Risiken und Hebammenwahl

Unsere Schwangerschafts- Extras

Mehr drin – für dich und dein Baby

Mit uns sind du und dein Baby rundum gut abgesichert: Umfangreiche Vorsorgeangebote, Vorbereitungskurse für dich und dein*e Partner*in sowie digitale Programme begleiten dich durch die Schwangerschaft, Geburt und Zeit danach. Entdecke jetzt, was alles für dich drin ist.