Studie: Fitness 2022

Die repräsentative Studie „Fitness 2022“ der pronova BKK beleuchtet das Fitnesslevel der Deutschen nach zwei Jahren Pandemie. Die Ergebnisse zeigen, dass Homeoffice, geschlossene Sportstudios und weniger Alltagsbewegung Spuren hinterlassen haben. Wir haben den Personal- und Athletiktrainer Arne Greskowiak um eine Einordnung der Ergebnisse gebeten.

pronova BKK: 30 Prozent der Deutschen fühlen sich weniger fit als vor Corona. Was hat die Pandemie mit der sportlichen Leistungsfähigkeit der Deutschen gemacht?

Arne Greskowiak: Die ohnehin Sportlichen finden immer einen Weg, auch unter schweren Bedingungen ihr Training durchzuführen. Für die, die sowieso nichts machen, gab es jetzt eine einfache Ausrede. Problematisch war die „Mitte“. Sie musste ein Konzept finden, die fehlende Alltagsbewegung zu ersetzen – ohne zu wissen, wie lange die Corona-Situation andauert. Viele haben sich Fahrradergometer und Co. angeschafft. Dabei ist wichtig, die Geräte in den Alltag zu integrieren, nicht im Keller verstauben zu lassen.

pronova BKK: Männer bescheinigen sich in der Studie ein höheres Fitnesslevel. Wie kommt das?

Greskowiak: Gerade Männer unter 50 überschätzen sich oft und fühlen sich kräftiger als sie sind. Das zeigt sich bei vielen Sportveranstaltungen, bei denen die Herren schnell losrennen aber nicht durchhalten. Während Männer nach kurzer Internetrecherche die Hanteln ausprobieren, schließen sich Frauen eher Online-Gruppenformaten an. Sie suchen öfter nach professioneller Anleitung.

pronova BKK: Wie konnten es immerhin 38 Prozent der fitten Deutschen schaffen, ihre Sportlichkeit während der Pandemie zu steigern?

Greskowiak: Für ein gesundes Leben im Alltag muss die Fitness auf der Prioritätenliste nach oben wandern und hinter Familie und Arbeit ihren Platz finden. Ich sage beim Personal Training immer, dass jeder ein Prozent seiner Zeit für Sport aufwenden kann. Das klingt wenig, sind aber immerhin 100 Minuten pro Woche, die zum Beispiel in zwei Mal 50 Minuten aufgeteilt werden können. Wichtig ist ein individueller Trainingsplan.

pronova BKK: Durch Corona leiden die Menschen unter Bewegungsmangel, Rücken- und Nackenschmerzen und auch psychischen Problemen.

Greskowiak: Zwei Drittel sind eine sehr hohe Zahl an Beeinträchtigten. Psychisch haben die fehlenden Kontakte und der geänderte Alltag Spuren hinterlassen. Alltagsbewegungen sind weggefallen, wenn man zum Arbeiten vom Bett direkt an den Küchentisch gewandert ist. Die ungesunde Haltung auf unergonomischen Stühlen über die lange Zeit des Homeoffice-Provisoriums wirkt sich auf Rücken und Nacken aus.

pronova BKK: Was können Betroffene dagegen tun?

Greskowiak: Wir müssen wieder mehr Bewegung in unseren Alltag bekommen. Ziel sind 7.000 Schritte am Tag, aufgezeichnet mit einer App oder Uhr. Dafür muss man falsche Gewohnheiten durchbrechen und gezielt vor die Tür gehen. Sich kleine Ziele am Tag einbauen. Beispielsweise alle 45 Minuten einmal vom Tisch aufstehen, Schultern aktiv nach hinten strecken, um aufrecht zu stehen und den Kopf nach links und rechts neigen.

pronova BKK: Welche Auswirkungen hat die Seele auf den Körper?

Greskowiak: Im Profisport wie im Eishockey kann das eine nicht ohne das andere. Und auch bei jedem anderen wirkt sich die Angst um soziale Kontakte oder das permanente Vergleichen auf Social Media negativ auf die Psyche aus. Sport hilft der Seele. Durch mehr Sauerstoffzufuhr und eine Anregung des Herz-Kreislauf-Systems fühlt man sich gut. Nach einem ganzen Tag auf dem Sofa hingegen schlapp. Dazu kommt die meditative Wirkung der Bewegung, um den Kopf freizubekommen in der digitalen Welt. Nur einen Schritt vor den anderen setzen.

pronova BKK: Outdoor-Sport und Online-Training haben in der Pandemie gewonnen, werden diese Trends anhalten?

Greskowiak: Beides wird bestehen bleiben. Viele Städte haben neue Outdoor-Bewegungsparcours gebaut, denn Sport an der frischen Luft ist gut. Gleichzeitig haben sich die Menschen abgewöhnt, an einem bestimmten Ort zu bestimmter Zeit zu sein. Beim Joggen und Radfahren sind sie frei in der Zeiteinteilung, bei Online-Kursen zumindest örtlich flexibel. Digitale Angebote werden weiter boomen. Hingegen ist Fitness zu einem festen Termin in der Sporthalle eher ein Auslaufmodell.

pronova BKK: Was ist ein gesundes Fitnessprogramm im Alltag?

Greskowiak: Bewegung und Training müssen klar differenziert werden. Alltagsbewegung mit 7.000 Schritten pro Tag sollte kombiniert werden mit einem gezielten Training, das einen überschwelligen Reiz setzt. Es ist nicht damit getan, einmal in der Woche Sport zu treiben, wenn man Fitnessziele erreichen will.

pronova BKK: Wie können Firmen Mitarbeitern zu einem gesunden Lebensstil verhelfen?

Greskowiak: Beim Betriebssport muss die Hemmschwelle so niedrig wie möglich sein. Der Fokus sollte darauf liegen, einen gesunden Lebensstil zu fördern. Mitarbeiter können beispielsweise Punkte sammeln. Im Bereich Ernährung können sie zwei Hände voll Gemüse essen und genug Wasser trinken. Beim Training die Bewegung zählen, zur Regeneration weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen und ausreichend schlafen. Als vierter Punkt ist auch das Mindset wichtig. Moderne Benennung hilft, keiner will mehr Wirbelsäulengymnastik machen.

Zum Experten:

Arne Greskowiak ist seit 14 Jahren Personal- und Athletiktrainer in Köln. Er trainiert unter anderem die deutsche Basketballnationalmannschaft, die Eishockeymannschaft Kölner Haie und diverse Privatkunden und Individualathleten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Er vertritt die Auffassung: Kein Mensch ist unsportlich. www.agosport.de

Du interessierst dich für alle Ergebnisse aus unserer Studie?

Trag hier deine E-Mail-Adresse ein und wir senden dir den kompletten Studienband nach Veröffentlichung automatisch zu.

Pressemitteilungen

STUDIE: RUND EIN DRITTEL DER DEUTSCHEN FÜHLT SICH WENIGER FIT ALS VOR DER PANDEMIE

31 Prozent der Männer bescheinigen sich ein hohes Fitnesslevel, aber nur 15 Prozent der Frauen

Leverkusen, 21. April 2022 – Die Mehrheit der Deutschen ist durch die Corona-Pandemie deutlich weniger fit als zuvor: 81 Prozent fühlen sich weniger sportlich als noch 2019 oder konnten ihr Fitnesslevel zumindest nicht anheben. Nur 19 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger halten sich für fitter als vor der Pandemie. Diese Minderheit hat ihre Fitness trotz geschlossener Studios sogar steigern können – dies gilt vor allem für die unter 30-Jährigen. Besonders fit fühlen sich derzeit die Männer. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Fitness 2022“ der pronova BKK, für die im Januar 2022 insgesamt 1.000 Menschen ab 18 Jahren befragt wurden.

30 Prozent der Befragten fühlen sich weniger fit als vor Corona. 51 Prozent geben an, in etwa gleich fit wie vor der Pandemie zu sein. „Wer also schon vorher sportlich nicht besonders aktiv war, hat durch die geschlossenen Fitnesscenter einen zusätzlichen Grund gefunden, dem inneren Schweinehund nachzugeben. Einige spüren bereits den Bewegungsmangel im Homeoffice und nehmen ein gesunkenes Fitnesslevel wahr. Andere können es gerade eben noch aufrechterhalten“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK.

Somit steht es gerade einmal mittelmäßig um die körperliche Fitness der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger. Ein Viertel der Deutschen schätzt die eigene Fitness nach zwei Jahren Pandemie als gering ein, knapp über die Hälfte der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sieht sich noch im Mittelmaß. 23 Prozent gehören allerdings zu denjenigen, die sich in guter körperlicher Verfassung und leistungsfähig fühlen. Extrem fit mit 8, 9 oder 10 von möglichen zehn Punkten beurteilt sich aber kaum jemand.

Männer fühlen sich fitter als Frauen

Unter denjenigen, die sich trotz der Corona-Krise derzeit körperlich leistungsstark fühlen, gibt es besonders viele Männer: 31 Prozent von ihnen bescheinigen sich selbst eine hohe bzw. sehr hohe Fitness, das sind mehr als doppelt so viele wie bei den Frauen (15 Prozent). 27 Prozent der Frauen, aber nur 22 Prozent der Männer empfinden ihre eigene Sportlichkeit als gering. „Andere Studien der pronova BKK haben bereits gezeigt, dass vor allem Frauen unter der Pandemie gelitten haben und sich zwischen Homeschooling und Homeoffice aufgerieben fühlten. Da blieb ihnen kaum Zeit, an ein Sportprogramm zu denken“, sagt Dr. Herold.

Auch das Alter spielt beim Fitnesslevel eine Rolle. Von den unter 50-Jährigen halten sich fast drei von zehn Befragten für besonders leistungsfähig – bei der Generation 60Plus sind es deutlich weniger. Beispielsweise sind 29 Prozent der 30- bis 39-Jährigen körperlich in guter Verfassung und nur zwölf Prozent von ihnen gar nicht sportlich. Bei den über 60-Jährigen sind 38 Prozent auf geringem und 17 Prozent auf hohem Fitnessniveau.

Pandemie-Zeit sportlich genutzt

Diejenigen, die sich derzeit für sportlich halten, haben nach eigenen Angaben die Pandemie für sich genutzt: Fast vier von zehn der Fitten haben ihre Leistungsfähigkeit in den vergangenen zwei Jahren auf das heutige Niveau gesteigert.

Im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie hat sich das Fitness-Level insbesondere bei den unter 40-Jährigen angehoben. Während 25 Prozent der 30- bis 39-Jährigen sowie sogar 33 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sich als sehr viel fitter als vor der Pandemie sehen, sind es bei den über 50-Jährigen nur noch 18 Prozent, bei den über 60-Jährigen ein Zehntel.

Das Erfolgsrezept der fitten Bundesbürgerinnen und -bürger: 59 Prozent der Menschen mit einem hohen Fitnesslevel geben an, sie hätten sich gezielt mehr bewegt, weil Alltagswege, etwa der zur Arbeit, weggefallen sind. 51 Prozent hatten in der Pandemie mehr Zeit, die sie für Sport genutzt haben. 40 Prozent haben in der Corona-Krise Workouts zuhause oder per Video für sich entdeckt.

Zur Studie

Die Studie „Fitness 2022“ wurde im Januar 2022 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Erwachsene ab 18 Jahre repräsentativ online befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits rund 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon, per Videoberatung, über die App, via E-Mail, im Chat oder in den 60 Servicecentern vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

STUDIE: ZWEI DRITTEL DER DEUTSCHEN KLAGEN ÜBER GESUNDHEITLICHE AUSWIRKUNGEN DER PANDEMIE

Bewegungsmangel, Rücken- und Nackenschmerzen sowie psychische Probleme haben zugenommen

Leverkusen, 26. April 2022 – Corona hat auch körperlich Spuren hinterlassen: Insgesamt nehmen 65 Prozent der Deutschen nach zwei Jahren Pandemie gesundheitliche Folgen bei sich wahr. Neben Bewegungsmangel (35 Prozent) und Rücken- sowie Nackenschmerzen (27 Prozent) stellt ein Viertel der Deutschen psychische Probleme bei sich fest. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Fitness 2022“ der pronova BKK, für die im Januar 2022 insgesamt 1.000 Menschen ab 18 Jahren befragt wurden.

Auch andere Beschwerden haben in den zwei Jahren Pandemie zugenommen oder sind erst seitdem aufgetreten – so verzeichnen jeweils 16 Prozent eine größere Gewichtszunahme sowie Kopfschmerzen. 13 Prozent haben den Konsum von Genussmitteln wie Alkohol oder Nikotin gesteigert. Zehn Prozent bemerken Kurzatmigkeit.

Die unter 30-Jährigen klagen besonders oft über psychische Probleme: 39 Prozent von ihnen geben Symptome wie depressive Stimmung, Ängste, Aggression oder Rückzug an. Im Schnitt über alle Generationen hinweg sind es hingegen nur 24 Prozent. Die 18- bis 29-Jährigen sind es auch, die am häufigsten von Bewegungsmangel, Rücken- und Nackenschmerzen sowie Kopfschmerzen betroffen sind.

„Gerade die Jüngeren reagieren stärker auf das Gefühl der Hilflosigkeit in der Corona-Krise. Der Mensch kann eine derartige psychische Belastung nur eine begrenzte Zeit aushalten, sie kann sich dann auch körperlich äußern“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. „Wir kennen den Ausdruck ‚den Kopf frei bekommen‘ im Sport-Kontext. Bewegung mildert die Belastungen, doch wie unsere Studie zeigt, stellen viele auch hier einen Mangel bei sich fest.“

Sport wird auch als Krankheitsvorsorge gesehen

Ganz allgemein ist die Mehrheit der Deutschen der Ansicht, die Vorteile der eigenen Fitness sind bessere Gesundheit bzw. der Erhalt der eigenen Gesundheit. 58 Prozent meinen, durch eine gute Fitness ließen sich die eigene Kraft und Ausdauer steigern.

53 Prozent der Deutschen verbinden mit der eigenen Fitness den Vorteil, dann weniger Beschwerden zu haben. Tatsächlich leiden überdurchschnittlich viele mit geringem Fitnesslevel unter Bewegungsmangel, Rückenschmerzen, Gewichtszunahme und Kurzatmigkeit. Dies ist auch eine Folge der Corona-Pandemie: „Während der Pandemie musste körperliche Betätigung anders organisiert werden. Der Weg zur Arbeit oder der Besuch im Sportverein sind oft weggefallen. Stattdessen wurde in schlechter Haltung am Küchentisch gearbeitet. Kein Wunder, dass Rückenschmerzen und Kurzatmigkeit zunehmen“, sagt Dr. Herold. „Für eine gute Grund-Fitness braucht es kein aufwändiges Sportprogramm. Es reicht, im Alltag öfter die Treppe zu nutzen und Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.“

Zur Studie

Die Studie „Fitness 2022“ wurde im Januar 2022 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Erwachsene ab 18 Jahre repräsentativ online befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits rund 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon, per Videoberatung, über die App, via E-Mail, im Chat oder in den 60 Servicecentern vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

PANDEMIE-FOLGE: OUTDOOR-AKTIVITÄTEN DEUTLICH BELIEBTER ALS FITNESSSTUDIO ODER SPORTVEREIN

Studie zeigt, dass Deutsche zudem verstärkt auf Online-Trainings setzen

Leverkusen, 17. Mai 2022 – Sport in Innenräumen, wie im Fitnessstudio oder im Sportverein, hat während der Pandemie stark abgenommen. Sie will auch im Laufe dieses Jahres kaum jemand mehr besuchen. Zu den beliebtesten Aktivitäten derzeit zählen immer noch Spazierengehen, Radfahren und Fitnessübungen zuhause. Letztere werden häufiger als vor Corona online durchgeführt: Während vor der Pandemie nur neun Prozent regelmäßig virtuell angeleitetes Home-Training durchführten, sind es derzeit schon 14 Prozent. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Fitness 2022“ der pronova BKK, für die im Januar 2022 insgesamt 1.000 Menschen ab 18 Jahren befragt wurden.

Jeder zweite Deutsche geht derzeit regelmäßig spazieren oder fährt mit dem Rad – damit sind dies mit Abstand die beliebtesten Optionen, um sich fit zu halten. Vor der Pandemie war es nur jeder Dritte. Auf dem zweiten Platz landet das Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden ohne digitale Anleitung – 34 Prozent betreiben es derzeit, vor Corona nur 19 Prozent. Regelmäßigen Sport im Freien wie Joggen machen aktuell 29 Prozent, vor der Pandemie 26 Prozent. Der Besuch von Fitnessstudios hat jedoch deutlich nachgelassen: Während vor 2020 noch 25 Prozent im Fitnesscenter aktiv waren, schrumpfte die Zahl in den Corona-Monaten auf sechs Prozent und liegt auch derzeit nur bei zehn Prozent. Für das laufende Jahr ist mit keiner Zunahme zu rechnen. Sportvereinen mit Indoor-Angeboten droht ein ähnlicher Mitgliederschwund: Die Aktivenzahl halbierte sich von 24 Prozent auf heute zwölf Prozent.

„Wichtig ist nicht, wo man Sport macht, sondern dass man sich überhaupt aufrafft. Aus medizinischer Sicht ist Bewegung an der frischen Luft sogar besonders empfehlenswert“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK.

Boom der Hula-Hoop-Reifen

Wer sich alleine zuhause zum Sport motiviert, braucht dafür zumindest eine Grundausstattung. Mittlerweile besitzen fast sechs von zehn Deutschen eine Gymnastik- oder Yogamatte. 14 Prozent haben sie während der Pandemie extra neu angeschafft. Auch die Anzahl an Hanteln im eigenen Haushalt ist um zehn Prozentpunkte gestiegen – mittlerweile besitzen 47 Prozent diese. Einen besonderen Boom verzeichnen Hula-Hoop-Reifen: Vor der Pandemie waren 15 Prozent der Deutschen im Besitz eines solchen Geräts, mittlerweile hat sich die Zahl mit 28 Prozent fast verdoppelt. 35 Prozent der Frauen und sogar 44 Prozent der unter 30-Jährigen haben einen Hula-Hoop-Reifen zu Hause.

Online-Sport: Trend vor allem bei den unter 40-Jährigen

Zum Ausgleich für die entfallene Nutzung von Vereinen oder Studios haben Bundesbürgerinnen und -bürger Online-Sportangebote für sich entdeckt. Insgesamt fast jede und jeder Fünfte nimmt seit der Pandemie erstmalig an angeleitetem Home-Training via YouTube oder Fitness-App teil, jede und jeder Achte an Online-Kursen von qualifizierten Anbietern. Besonders die unter 40-Jährigen, die in der Pandemie damit angefangen haben, halten sich weiterhin mit angeleitetem Home-Training und Online-Sport fit. Auch die regelmäßige Teilnahme an Online-Kursen von Studios, Krankenkassen und Vereinen erfreut sich großer Beliebtheit besonders bei den unter 40-Jährigen: 22 Prozent der 30- bis 39-Jährigen und immer noch 16 Prozent der 18-29-Jährigen geben an, diese Angebote für sich zu nutzen.

„Wenn die Zeit der hohen Infektionszahlen vorbei ist, werden die Deutschen wieder mehr in Gruppen oder im Sommer draußen trainieren. Doch besonders, wer Beruf und Familie hat, wie viele in den 30ern, will die Vorteile von zeit- und ortsunabhängigen Onlineangeboten nicht mehr missen“, so Dr. Herold. „Wichtig bleibt, auf ein qualifiziertes Angebot zu achten, damit durch falsche Ausführung der Übungen keine Probleme auftreten.“

64 Prozent der Online-Sporttreibenden legen besonderen Wert auf eine ausführliche und detaillierte Beschreibung der Übungen, 61 Prozent sind Hinweise wichtig, dass bestimmte Übungen bei bestimmten Beschwerden nicht erlaubt sind. Weiterhin relevant finden sie Kostenfreiheit, Werbefreiheit sowie die nachgewiesene Qualifikation der Trainerinnen und Trainer. 25 Prozent der Deutschen, die sich als fit bezeichnen, bevorzugen Kurse von bekannten Influencerinnen und Influencern. Bei den eher unsportlichen Befragten legen nur sechs Prozent Wert darauf.

Zur Studie

Die Studie „Fitness 2022“ wurde im Januar 2022 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Erwachsene ab 18 Jahre repräsentativ online befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits rund 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon, per Videoberatung, über die App, via E-Mail, im Chat oder in den 60 Servicecentern vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

STUDIE: BERUFSTÄTIGE VERLEGEN BETRIEBSSPORT VERMEHRT INS HOMEOFFICE

Rückenschule und Ernährungsberatung zählen zu den besonders gefragten Angeboten des Arbeitgebers

Leverkusen, 31. Mai 2022 – Während der Corona-Pandemie haben deutsche Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen großes Interesse an betrieblichen Online-Sportangeboten entwickelt. 41 Prozent möchten vergleichbare Angebote vom Arbeitgeber nutzen oder tun dies bereits. Bei Online-Workouts in der Mittagspause gilt das für 32 Prozent. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Fitness 2022“ der pronova BKK, für die im Januar 2022 insgesamt 1.000 Menschen ab 18 Jahren befragt wurden.

Die betriebliche Gesundheitsförderung steht in Zeiten von Corona vor großen Herausforderungen. Betriebssport war mit Abstandsregeln und Hygienevorschriften kaum möglich. Die Rückenschule oder das gesunde Lunchangebot in der Kantine konnte fast niemand in Anspruch nehmen, weil die meisten Mitarbeitenden im Homeoffice waren. Folglich ist das Interesse an fast allen Arbeitgeber-Angeboten im Laufe der Corona-Pandemie gesunken. Ein Viertel der Berufstätigen hat an keinem der gängigen Angebote Interesse.

Homeoffice-Workout am Küchentisch

Als Alternative wünschen sich die Deutschen ein Portfolio an Maßnahmen, das sie auch außerhalb des Firmen-Standorts nutzen können. 21 Prozent der Befragten erhalten von ihrem Arbeitgeber das Angebot eines Home-Trainings. Zehn Prozent haben den Online-Sport bereits öfter genutzt. Etwa ein Drittel der Berufstätigen wünscht sich vom Arbeitgeber ein derartiges Homeoffice-Workout und würde es dann auch in Anspruch nehmen.

Workouts in der Mittagspause finden die Deutschen online ebenso interessant wie vor Ort: Jeweils sechs Prozent sorgen digital und analog für den „Sport at work“. Die sportliche Mittagspause als Online-Event wird bisher nur von 18 Prozent der Arbeitgeber angeboten. Weitere 26 Prozent der berufstätigen Deutschen würden dies jedoch nutzen, wenn es vom Unternehmen bereitgestellt würde.

„Qualifizierte Sportprogramme, die auch im Homeoffice angeboten werden, schützen die Mitarbeitenden vor dem in der Pandemie verbreiteten Bewegungsmangel“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. „Gleichzeitig können Rückentrainings und gezielte Beratung auch den Folgen einer schlechten Haltung beim Arbeiten zuhause vorbeugen.“

Beliebteste Angebote vor der Pandemie

Die Rückenschule gehörte vor Corona zu den beliebtesten Angeboten – 57 Prozent haben sich dieses Programm aus der betrieblichen Gesundheitsförderung gewünscht. Derzeit ist die Zahl der Interessenten auf 45 Prozent gesunken. Obwohl der Bedarf weiterhin groß und der Effekt der Rückenschule unstrittig ist: 27 Prozent der Befragten geben Rücken- und Nackenschmerzen als direkte gesundheitliche Folge der Corona-Pandemie an. Und 53 Prozent sehen einen wesentlichen Vorteil der eigenen Fitness darin, weniger Rückenschmerzen zu haben.

Noch etwas beliebter als die Rückenschule ist die allgemeine Gesundheitsprüfung durch den Betriebsarzt. 58 Prozent hatten vor Corona daran Interesse, derzeit sind es immerhin noch 50 Prozent. Für eine allgemeine Gesundheitsberatung interessieren sich 44 Prozent der Berufstätigen, 2020 waren es noch 54 Prozent. Fast gleichbleibend hoch ist das Interesse an einer Ernährungsberatung, 43 Prozent können sich diese auch jetzt noch vorstellen, vor zwei Jahren waren es 46 Prozent. Auch der Bedarf an einem Fitnesstest oder einer Prämie fürs Radfahren zur Arbeit ist vergleichsweise hoch – 42 beziehungsweise 39 Prozent würden dies gern nutzen.

Zur Studie

Die Studie „Fitness 2022“ wurde im Januar 2022 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Erwachsene ab 18 Jahre repräsentativ online befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits rund 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon, per Videoberatung, über die App, via E-Mail, im Chat oder in den 60 Servicecentern vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

Pressekontakt pronova BKK

Nina Remor
pronova BKK
Horst-Henning-Platz 1
51373 Leverkusen
Tel.: 0214 32296-2305
E-Mail: presse@pronovabkk.de

Deine Online-Hilfe für mentale Gesundheit

Stress, Ängste, Schlafstörungen oder Antriebslosigkeit? Die Pandemie fordert auch unsere Psyche. Nutze die schnelle Online-Hilfe für eine psychische Erstberatung oder eine Online-Therapie. Kostenlos für Versicherte der pronova BKK.

Zur Online-Hilfe für mentale Gesundheit

Das Sieben-Minuten-Workout für den ganzen Körper

Wir zeigen dir, wie du in nur sieben Minuten deinen ganzen Körper trainierst. Starte das Video und mach mit!

Zum Sieben-Minuten-Workout

Herodikos Plus: Individuelle App-gestützte Behandlung von Rücken- und Knieschmerzen

Herodikos Plus ist ein digitales Online-Programm, das individuelle digitale Übungspläne mit persönlicher und regelmäßiger Begleitung durch erfahrene Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten kombiniert.

Zu Herodikos Plus

Weitere Studien

  • Nur ein kleiner, feiner Unterschied? Alles schreit nach Gleichberechtigung, nach Gleichbehandlung. Doch in der Medizin ist das gar nicht so sinnvoll. Denn: Der biologische Unterschied zwischen Mann und Frau hat große Auswirkungen auf Krankheitsverläufe, Symptome, Arzneimittelwirkung. Und genau aus diesen Gründen ist die geschlechtssensible Medizin – die Gendermedizin – so wichtig.

    Weitere Details
  • Eine repräsentative Studie der pronova BKK beleuchtet, wie die „Generation Z“ auf das Thema Gesundheit und Vorsorge blickt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren ganz bewusst und sehr reflektiert mit ihrer Gesundheit auseinandersetzen. Nach anderthalb Jahren Pandemie fühlen sie sich jedoch ausgelaugt und sind psychisch erschöpft. Sie bezeichnen sich selbst als Leidtragende der Pandemie. Wir haben die auf den Gesundheitsmarkt spezialisierte Zukunfts- und Trendforscherin Corinna Mühlhausen um eine Einordnung der Ergebnisse gebeten.

    Weitere Details
  • Eine aktuelle Studie der pronova BKK beleuchtet die Einstellungen und Stimmungen von Familien in der Corona-Krise. Wir haben hierfür 1.000 Menschen mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt befragt. Die auf den Gesundheitsmarkt spezialisierte Zukunftsforscherin Corinna Mühlhausen ordnet die Ergebnisse ein.

    Weitere Details
  • Eine aktuelle repräsentative Studie der pronova BKK beleuchtet das Seelenleben der „Generation Corona“, also der 16- bis 29-Jährigen. Die Ergebnisse zeichnen ein bedrückendes Bild: Jugendliche und junge Erwachsene leiden erheblich unter den pandemiebedingten Einschränkungen. Die Generation Corona ist traurig, einsam, voller Sorgen - und immer am Handy. Ihre sozialen Kontakte sind massiv eingeschränkt. Eine Situation, die das Wort Krise wirklich verdient. Wir haben die auf den Gesundheitsmarkt spezialisierte Zukunftsforscherin Corinna Mühlhausen um eine Einordnung der Ergebnisse gebeten.

    Weitere Details