Jüngere Menschen häufiger betroffen
Seit mehr als einem Jahr lernen Schülerinnen und Schüler im Distanz- oder Wechselunterricht, jetzt schreiben sie in einer nie dagewesenen Situation ihre Abschlussprüfungen. Mittlere Reife, Abitur oder Bachelorabschluss werden trotz aller Anstrengung womöglich nicht so anerkannt wie sonst, befürchten 50 Prozent der unter 30-Jährigen.
Nicht nur wegen der Ausnahme-Abschlüsse, sondern auch bei der Suche nach Ausbildungs- oder Studienplätzen, Praktika und Jobs hat es die „Generation C“ in der Corona-Krise schwerer. Ganze Branchen fallen als Arbeitgeber weg, weil sie nicht öffnen dürfen, andere stecken in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Nach eigener Einschätzung wurde jedem vierten 16- bis 29-Jährigen ein Studienplatz, neuer Job oder Praktikum durch die Folgen der Pandemie genommen, ohne dass sich dies nachholen lässt. Das trifft vor allem die Jüngsten: 43 Prozent der Schülerinnen und Schüler mussten auf Praktika oder Ähnliches verzichten. Unter den Studierenden konnten 33 Prozent ihren Job während oder nach dem Studium nicht antreten.