Hilfsangebote sind wichtig
Die junge Generation hat es seit Beginn der Pandemie nicht leicht: Der Alltag ist meist eintönig, ohne viele Gelegenheiten zur Zerstreuung. Jugendliche und junge Erwachsene, die noch unter einem Dach mit ihren Eltern wohnen, verbringen nun mehr Zeit zu Hause als vor der Pandemie üblich – da bleiben Reibereien nicht aus. Sechs von zehn Befragten halten sich die meiste Zeit allein in ihrem Zimmer auf und beschäftigen sich dort selbst. 38 Prozent der unter 30-Jährigen berichten über mehr Konflikte und Streitereien mit der Familie. Die Studie zeigt auch, dass junge Menschen, die mit Geschwistern im Elternhaus leben, häufiger depressiv sind (61 Prozent) und auch öfter zu aggressivem Verhalten neigen (43 Prozent). „In manchen Familien ist schon viel kaputtgegangen und viel Schlimmes passiert. Hilfsangebote und Sensibilisierung sind wichtig“, sagt die auf den Gesundheitsmarkt spezialisierte Zukunftsforscherin Corinna Mühlhausen. „Bei anderen können wir davon ausgehen, dass es sich lediglich um eine Ausnahmesituation handelt. Alle sitzen enger zusammen und bekommen mehr voneinander mit. Doch sie werden mit dem Gefühl aus der Krise gehen, etwas zusammen durchgestanden zu haben und resilienter sein."