SSW 31 Tipps für einen besseren Schlaf

Rund um die 31. Schwangerschaftswoche kommen viele Frauen nachts nicht mehr zur Ruhe. Die Gründe für Schlafprobleme in der Schwangerschaft sind vielfältig. Lies hier, was dir helfen kann, um wieder besser zu schlafen.

Rund um die 31. Schwangerschaftswoche kommen viele Frauen nachts nicht mehr zur Ruhe. Die Gründe für Schlafprobleme in der Schwangerschaft sind vielfältig. Lies hier, was dir helfen kann, um wieder besser zu schlafen.

Das erwartet dich in SSW 31

In der 31. Schwangerschaftswoche befindest du dich im 8. Monat und 3. Trimester deiner Schwangerschaft.

„Und, wie sind die Nächte?“ Eine Frage, die vor allem Eltern mit kleinen Babys gestellt wird. Aber auch in der Schwangerschaft kann Schlaf bzw. kein Schlaf ein Thema sein. Obwohl du müde bist, ist es manchmal gar nicht so einfach, zur Ruhe zu kommen. Ein erholsamer Schlaf allerdings ist für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden wichtig. Stellt erst einmal ein neugeborenes Baby deinen Alltag auf den Kopf, bist du froh, wenn du in den Nächten vor der Geburt Kraft tanken konntest. Es lohnt sich also, den Ursachen der Schlaflosigkeit auf den Grund zu gehen. Eine für dich bequeme Schlafposition trotz wachsendem Bauch zu finden, ist der 1. Schritt.

Hast du schon den nächsten Vorsorgecheck bei deiner Ärztin, deinem Arzt oder der Hebamme gemacht? Zwischen SSW 29 und 32 steht eine Vorsorgeuntersuchung und auch der 3. Basis-Ultraschall an – der letzte Routine-Ultraschall vor der Geburt.

Schon gewusst? Eine Kardiotokographie (CTG) gehört bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft nicht mehr zu den regulären Vorsorgeuntersuchungsmethoden. Wehentätigkeit und Herztöne werden dann wahrscheinlich erst rund um die Geburt gemessen, aufgezeichnet und ausgewertet.

Dein Baby in SSW 31

Der Fötus wiegt in SSW 31 durchschnittlich 1.707 g und ist ca. 40,2 cm groß – gemessen vom Scheitel bis zur Ferse (SFL). Wenn dein Baby etwas mehr oder weniger wiegt, es größer oder kleiner als der Durchschnitt ist, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto individueller entwickelt sich der Fötus.

Dein Baby: Körperliche Entwicklungen

  • Lungen: Die Lungenreifung schreitet weiter voran. Durch die selbstständige Produktion von Surfactant wird verhindert, dass die Lungenbläschen nach der Geburt verkleben. Eine Frühgeburt in dieser Phase erfordert auch weiterhin eine medizinische Atemunterstützung. Die Überlebensquote von Babys, die in SSW 31 als Frühchen geboren werden, liegt jetzt bei über 90 %.

  • Gehirn und Organe: Das Gehirn entwickelt seine Furchenstruktur, was zu einer höheren Gehirnaktivität führt. Durch diese Struktur gewinnt das Gehirn an Oberfläche, ohne dabei weiter wachsen zu müssen. Die Leber ist in der Lage, Abfallstoffe zu verarbeiten, und die Nieren sind voll entwickelt und funktionsfähig.

  • Knochen: Die Knochen verhärten sich, mit Ausnahme der Schädelknochen, die noch flexibel sind, um die Geburt zu erleichtern. Zwischen ihnen befinden sich noch Fugen, die mit Bindegewebe bedeckt sind. Die sogenannten Fontanellen können sich so gegeneinander verschieben, dass der Kopf deines Babys leichter durch den Geburtskanal passt. Erst im Laufe der ersten 2 Lebensjahre werden die Fontanellen zu festen Knochen.

  • Sinneswahrnehmung: Die Sinne deines Babys sind fast vollständig entwickelt; das Baby kann Geräusche, Licht und Berührungen wahrnehmen und reagiert auf vertraute Stimmen.

Dein Körper in SSW 31: Schlaflose Nächte

Du bist müde, aber kommst trotzdem nicht zur Ruhe? Von einem erholsamen Schlaf kannst du nur träumen? Damit bist du nicht allein: Je nach Quelle wird angegeben, dass bis zu 60 % aller Frauen im Verlauf der Schwangerschaft mit Schlafproblemen zu tun haben. Meist können sie schlecht einschlafen oder wachen nachts auf und finden dann nicht wieder zurück in den Schlaf.

Ursachen für unruhige Nächte in der Schwangerschaft

In der Frühschwangerschaft haben vor allem die hormonelle Umstellung und Übelkeit zu nächtlicher Unruhe geführt. In den letzten Schwangerschaftsmonaten rauben oft mehrere Beschwerden gleichzeitig deinen Schlaf.

Der stark gewachsene Bauch drückt auf die Wirbelsäule. Das führt zu Rücken- und Symphysenschmerzen. Der große Babybauch macht es außerdem schwerer, eine bequeme Liegeposition zu finden. Je nach Lage und Größe des Kindes entsteht außerdem Druck auf Organe wie Magen, Blase oder Lunge. Die Folgen können häufiger Harndrang, Atembeschwerden, Sodbrennen oder Verstopfung sein – Faktoren, die den Nachtschlaf stören können. Gleichzeitig werden die Kindsbewegungen gegen Ende der Schwangerschaft kräftiger und können dich jederzeit aufwecken.

Der erhöhte Schlafbedarf ist eine ganz natürliche Reaktion deines Körpers, um Kraft für die Veränderungen und Anpassungen in der Schwangerschaft zu sammeln. Verursacht wird die erhöhte Müdigkeit u. a. durch die hormonelle Umstellung und eine vermehrte Ausschüttung des Hormons Progesteron. Es hat eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung, kann aber auch Tagesmüdigkeit und nächtliche Unruhe fördern. Der Anstieg des Stillhormons Prolaktin, das später die Milchbildung unterstützt, kann vor der Geburt ebenfalls bereits den Tiefschlaf verkürzen.

Zu den körperlichen Faktoren für Schlafprobleme können sich auch psychische mischen: Stress, Angst und Sorgen rund um die neue Lebenssituation können dich daran hindern, ein- oder durchzuschlafen. Um das Gedankenkarussell zu stoppen, versuche, dich vor dem Schlafengehen mit Dingen zu beschäftigen, die dir Freude bereiten. Sollte dich etwas beunruhigen oder belasten, suche das Gespräch: Die Fachleute, die dich in der Schwangerschaft betreuen, stehen dir mit Rat und Tat zur Seite. Aber auch deine Partnerin oder dein Partner und Freund*innen sollten ein offenes Ohr für dich haben. Außerdem hilft es, Gedanken und Gefühle vor dem Schlafengehen aufzuschreiben.

Was du für eine erhol­same Nacht tun kannst

Du weißt jetzt, was dir den Schlaf raubt? Dann kannst du Maßnahmen ergreifen, damit du besser schlafen kannst.

Schaffe dir eine gemütliche Schlafumgebung und sorge für einen möglichst geregelten Tagesablauf mit ausreichend frischer Luft und Licht. Das unterstützt den Schlaf-Wach-Rhythmus. Es ist außerdem eine gute Idee, sich mit unterschiedlichen Entspannungsmethoden vertraut zu machen: Meditationen und Atemübungen zur Entspannung kannst du in der Keleya-App entdecken. Probier’s einfach mal aus, wir übernehmen die Kosten für dich.

Nach einem anstrengenden Tag freut sich dein Körper z. B. über eine Massage, oder gönne ihm vor dem Schlafengehen eine Dehnübung: Begib dich in den Vierfüßlerstand, die Knie sind hüftbreit auseinander. Setz dich mit dem Po auf deine Fersen und strecke deinen Arme nach vorne auf dem Boden aus.

Schlaf und Ernährung hängen unmittelbar zusammen: Während ein schweres, fettreiches Essen vor dem Schlafengehen Sodbrennen begünstigt und das Einschlafen deutlich erschwert, kann ein leichtes, proteinreiches Abendessen schlaffördernd und beruhigend wirken. Auf größere Mahlzeiten solltest du ab ca. 2 Stunden vor dem Schlafengehen verzichten. Ein Snack kurz vor dem Schlafen, z. B. aus Getreide und Milchprodukten, kann dabei helfen, den Blutzucker konstant zu halten, und sättigt länger. Wenig schlaffördernd sind auch Verspannungen und Muskelkrämpfe, die oft durch einen Mangel an Magnesium entstehen. Du kannst mit einer Ernährung vorbeugen, die viel Getreide, Gemüse, Milchprodukte und Nüsse enthält.

Schwangeren wird empfohlen, auf der Seite zu schlafen – vor allem auf der linken. Diese Position entlastet sowohl den Babybauch als auch deine Organe. So wird’s gemütlich: Lege dich auf die Seite, strecke das untere Bein aus, winkle das obere Bein etwas an. Zwischen die Knie kannst du dir ein Kissen legen, z. B. ein Stillkissen. Schwangere, die auf der Seite schlafen, haben mit zunehmender Schwangerschaftsdauer ein geringeres Risiko für das sogenannte Vena-cava-Syndrom. Es kann in der Schwangerschaft auftreten, wenn die untere Hohlvene (Vena Cava) zusammengedrückt wird, z. B. durch das Gewicht des Kindes in der Gebärmutter. Das kann passieren, wenn du im letzten Schwangerschaftsdrittel längere Zeit auf dem Rücken liegst. Du kannst deinen Oberkörper außerdem beim Schlafen etwas höher lagern, um so unangenehmes Aufsteigen von Magensäure, die zum Sodbrennen führt, zu vermeiden.

Die Einnahme von Schlafmitteln ist während der Schwangerschaft tabu, da das ungeborene Kind den enthaltenen Wirkstoffen ausgesetzt wird. Auch bei pflanzlichen Präparaten wie Baldrian sollten mögliche Risiken vorab unbedingt mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme besprochen werden. Die Fachleute haben auch weitere Tipps, wie du die Schlafqualität in der Schwangerschaft verbessern kannst.

Blasenentzün­dungen in der Schwan­gerschaft

Etwa 1-2 % der Schwangeren entwickeln laut der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft eine Blasenentzündung, zu der Frauen aus anatomischen Gründen eher neigen als Männer. In der Schwangerschaft kommen körperliche Anpassungen als weitere Faktoren hinzu, die eine Harnwegsinfektion begünstigen. Grundsätzlich kann eine Blasenentzündung zu jedem Zeitpunkt in der Schwangerschaft auftreten, das Risiko steigt aber leicht im späteren Verlauf – besonders im 2. und 3. Trimester.

Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge wird dein Urin bei jeder Vorsorgeuntersuchung regelmäßig untersucht. So lassen sich Infektionen früh erkennen – oft schon, bevor Symptome auftreten. Die Behandlung erfolgt dann mit Wirkstoffen, die speziell für Schwangere geeignet und wissenschaftlich gut geprüft sind: Sie sollen die Keime wirksam bekämpfen und gleichzeitig für das Baby sicher sein.

Wann wird ein CTG eingesetzt?

Lange war es üblich, dass etwa ab der 30. Schwangerschafts­woche routinemäßig bei den Vorsorgeuntersuchungen ein CTG (Kardiotokographie) geschrieben wird. Doch laut aktueller Leitlinie der medizinischen Fachgesellschaften wird das CTG-Schreiben nicht mehr empfohlen – jedenfalls wenn deine Schwanger­schaft problemlos verläuft. Der Grund, warum die routinemäßige CTG-Kontrolle abgeschafft wurde: Es gibt keine Belege, dass Mutter und Kind von der Untersuchung profitieren. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass das CTG bei dir erst kurz vor oder während der Geburt zum Einsatz kommt.

Eine Kardiotokographie als Standarduntersuchung ist nur noch in folgenden Fällen vorgesehen:

  • Drohende Frühgeburt (ab der 27. Schwangerschaftswoche)
  • Vorzeitige Wehen oder auffällige Herztöne (ab der 28. Schwangerschaftswoche)
  • Verdacht auf Plazentainsuffizienz
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Blutungen in der Schwangerschaft
  • Nach Überschreitung des Geburtstermins
  • Bei Gabe von wehenhemmenden Medikamenten (Tokolyse)
  • Frühere Totgeburten

Auch bei schwangerschaftsspezifischen Erkrankungen kann eine CTG-Aufzeichnung nötig sein. Dazu zählen Schwangerschaftsdiabetes, erhöhter Blutdruck oder auch eine Wachstumsverzögerung des Fötus.

Wie funktioniert die Kardiotokographie?

Bei einem CTG wird der schwangeren Frau ein Bauchgurt mit 2 Messfühlern umgelegt. Einer der Sensoren zeichnet mittels Ultraschalls die Herzfrequenz des Kindes auf. Der andere Messfühler reagiert auf Spannungen der Bauchdecke und erfasst so mögliche Wehen. Sofern du Kontraktionen der Gebärmutter hast, werden diese zusammen mit den Herztönen des Babys in Kurven angezeigt. Das Ergebnis dieser Aufzeichnung nennt man Kardiotokogramm. Der Unterschied zum Ultraschall: Neben der kindlichen Herzfrequenz wird auch die Wehentätigkeit gemessen, also die Häufigkeit und Dauer von Kontraktionen der Gebärmutter.

So wild die Messkurven vielleicht manchmal aussehen, in den meisten Fällen sind die Werte vollkommen normal. Eine Herzfrequenz beim Baby von 110-150 Schlägen in der Minute ist unauffällig. Ein wesentlicher Faktor bei Auffälligkeiten ist ein Abfall der Herzfrequenz in Bezug zur Wehentätigkeit. Solch ein auffälliger CTG-Befund kann zur Abklärung der Ursachen weitere Untersuchungsmethoden nach sich ziehen.

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