SSW 26 Start der Geburtsvorbereitung

In der 26. Schwangerschaftswoche entwickelt sich dein Baby Schritt für Schritt weiter. Dein Körper trainiert mit Übungswehen für die Geburt und der Vorbereitungskurs kann jetzt starten. Lies hier, was noch passiert.

In der 26. Schwangerschaftswoche entwickelt sich dein Baby Schritt für Schritt weiter. Dein Körper trainiert mit Übungswehen für die Geburt und der Vorbereitungskurs kann jetzt starten. Lies hier, was noch passiert.

Das erwartet dich in SSW 26

In der 26. Schwangerschaftswoche befindest du dich im 7. Monat und im 2. Trimester deiner Schwangerschaft. Falls du noch nicht bei deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder einer Hebamme warst, kann jetzt noch die 6. Vorsorgeuntersuchung stattfinden. Achte weiter gut auf dich und nutze die vielen Angebote deiner Pronova BKK für eine gesunde und sichere Schwangerschaft.

Schon bald sollte dein Geburtsvorbereitungskurs starten. Es wird empfohlen, dass der Kurs 3-4 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin endet. Wie der Name schon sagt, wird dir im Kurs viel Wissen rund um die Geburt vermittelt. Du hast die Möglichkeit, Fragen zu stellen, dich mit anderen auszutauschen und dich auf die Geburt einzustimmen.

Wir übernehmen für dich als Pronova BKK-Versicherte die Kosten für einen Geburtsvorbereitungskurs und beteiligen uns auch an den Kosten für eine ebenfalls bei uns versicherte Begleitperson. Nimm am besten die Person zu den Kursterminen mit, die dich auch bei der Geburt selbst und in der Zeit danach unterstützen wird.

Dein Baby in SSW 26

Der Fötus wiegt in SSW 26 durchschnittlich 902 g und ist ca. 32,7 cm groß – gemessen vom Scheitel bis zur Ferse (SFL).

In der 26. Schwangerschaftswoche kann das Baby in deinem Bauch weiterhin verschiedene Positionen einnehmen, da es noch genug Platz hat, um sich zu bewegen: Es kann sich in Schädellage (Kopf nach unten), Beckenend- oder Steißlage (Po nach unten) oder Querlage (seitlich) befinden und die Lage bis zur Geburt noch oft ändern.

Was passiert im Körper des Babys?

Die Wochen des 7. Schwangerschaftsmonats haben vor allem den Zweck, dass dein Baby an Gewicht zunimmt. Die Fettpolster, die zuvor angelegt worden sind, werden nun allmählich gefüllt. Bis zur Geburt kann dein Baby sein Gewicht noch fast vervierfachen. Das durchschnittliche Geburtsgewicht für Babys liegt bei etwa 3.500 g. Die schnelle Gewichtszunahme erhöht zwar die Überlebenschancen deines Babys, sollte es jetzt schon zur Welt kommen. Aber noch würde es zu den extrem frühen Frühgeborenen gehören, und intensivmedizinische Betreuung wäre notwendig. Aber mit jeder weiteren Woche im Bauch verbessern sich seine Überlebenschancen.

Jetzt entwickelt sich auch die Sehfähigkeit deines Kindes. Die Augen sind inzwischen mit den Bereichen des Gehirns, in denen die optischen Reize verarbeitet werden, gut verknüpft. Dein Baby öffnet jetzt langsam seine Augen. Noch sieht es sehr unscharf und kann keine Konturen erkennen. Aber es kann schon zwischen hell und dunkel unterscheiden und reagiert darauf, wenn z. B. helles Licht auf den Babybauch fällt.

Wach- und Ruhephasen prägen sich immer mehr aus und sind auch für dich immer besser voneinander zu unterscheiden: Bewegt sich dein Baby, ist es wach und aktiv. Ist es ganz ruhig in deinem Bauch, schläft es, dann spürst du auch mal über mehrere Stunden keine Kindsbewegungen. Oft ist es so, dass Babys an manchen Tagen ruhiger, an anderen wieder aktiver sind. Wenn du unsicher bist, ob die Häufigkeit und Intensität der Bewegungen normal sind, sprich mit deiner Hebamme, deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Dein Körper in SSW 26

Der Umfang des Bauches entwickelt sich bei schwangeren Frauen unterschiedlich. Sollte es deine 2. Schwangerschaft sein, hast du bestimmt schon festgestellt, dass dein Bauch schneller und früher als bei der 1. Schwangerschaft gewachsen ist. Das liegt daran, dass das Gewebe bereits vorgedehnt ist. Auch die Lage deines Kindes und die Menge des Fruchtwassers hat Einfluss auf Form und Größe deines Bauchs.

Was passiert in SSW 26 noch in deinem Körper?

Wie viel Gewicht eine Schwangere zunimmt, ist unterschiedlich. Die Höhe hängt vom Ausgangsgewicht, von genetischen Faktoren und natürlich von der Ernährung ab. Die Neigung zu Wassereinlagerungen macht sich auf der Waage ebenfalls bemerkbar. Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto höher ist die wöchentliche Zunahme. Sie liegt jetzt bei etwa 400 g pro Woche. Welche Gewichtszunahme für dich persönlich gesund ist, wird bei den Vorsorgeuntersuchungen festgestellt und mit dir besprochen. Durch das Wiegen bei jedem 4-wöchentlichen Vorsorgetermin wird kontrolliert, ob sich die Schwangerschaft gut entwickelt und dein Baby gut versorgt wird.

In der Schwangerschaft treten Harnwegsinfekte häufiger auf. Das liegt daran, dass sich deine Anatomie verändert und Keime leichter in die Harnwege gelangen können. Unbehandelt können Infekte weiter aufsteigen und im schlimmsten Fall eine Frühgeburt begünstigen. Deshalb ist es wichtig, die ersten Anzeichen ernst zu nehmen.

Achte auf Symptome wie Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterbauch oder ungewöhnlich häufigen Harndrang. Trinke ausreichend Wasser, gehe regelmäßig zur Toilette und zögere nicht, deine Ärztin bzw. deinen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Behandlung schützt dich und dein Baby zuverlässig. Harnwegsinfekte sind in der Schwangerschaft häufig, aber in der Regel gut behandelbar.

Zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft kann dein Bauch immer mal wieder hart werden. Kein Grund zur Sorge: Diese Wehen dienen nur Trainingszwecken. Sie entstehen durch das Zusammenziehen der Gebärmutter, die Muskulatur stellt sich damit auf die Geburt ein. Übungswehen haben nicht genug Kraft, dafür zu sorgen, dass sich der Muttermund öffnet. Zu einer Geburt kann es außerdem nur kommen, wenn zusätzlich Hormone wie Oxytocin ausgeschüttet werden. Zu viel Stress kann dafür sorgen, dass die Übungswehen häufiger und stärker kommen. In Normbereich sind 8-10 Übungswehen am Tag. Mehr als 3 Wehen pro Stunde oder mehr als 10 am Tag, die auch nach einer Ruhepause nicht nachlassen, solltest du ärztlich abklären lassen. Sie sind ein Zeichen deines Körpers, dass du für Entlastung, Ausgleich und Entspannungspausen sorgen solltest.

Geburts­vor­berei­tungs­kurs: Das solltest du wissen

Eine Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs wird Schwangeren und ihren Partner*innen dringend empfohlen. Ein klassischer Geburtsvorbereitungskurs läuft in der Regel über 14 h, verteilt auf 7 Termine mit je einer Doppelstunde. Die Kurse werden meistens von Hebammen geleitet. Die Expert*innen teilen all ihr Fachwissen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und begleiten dich auch emotional auf deinem Weg. Sie helfen dabei, mögliche Ängste abzubauen, und stärken dich. Weil Geburten nicht immer planbar sind, lernst du verschiedene Optionen und Möglichkeiten kennen. Es gibt neben den klassischen Paar- oder Einzelkursen auch Auffrischungskurse für Zweit- bzw. Mehrgebärende, Intensivkurse am Wochenende oder Angebote für Eltern von Mehrlingen.

Häufige Fragen zur Geburtsvorbereitung

Du wirst in einem Geburtsvorbereitungskurs umfassend auf die Geburt und das Wochenbett vorbereitet. Typische Inhalte sind:

  • Informationen zu Geburtsverlauf und Geburtspositionen
  • Atem- und Entspannungsübungen
  • Massagetechniken für das Wohlbefinden während der Schwangerschaft und als unterstützende Maßnahme bei der Geburt
  • Natürliche sowie medizinische Möglichkeiten der Schmerzlinderung
  • Tipps für die Zeit im Wochenbett, u. a. Bonding, Stillen, Wundpflege
  • Organisatorische und rechtliche Themen, u. a. Geburtsort, Geburtsplan, Mutterschutz

Geburtsvorbereitungskurse bieten zudem die Möglichkeit, sich mit anderen werdenden Eltern auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Zuallererst: Ein Geburtsvorbereitungskurs ist keine Pflicht – aber er wird allen Schwangeren dringend empfohlen. Wenn du schon ein Baby oder sogar mehrere geboren hast, bieten dir spezielle Kursangebote für Mehrgebärende eine Auffrischung deines Wissens. Außerdem können neue Erkenntnisse und Erfahrungen geteilt werden. Themen wie die Einbeziehung des Geschwisterkindes finden dort ebenso statt wie die Reflexion vergangener Geburten. Außerdem bieten dir die Kurse eine gute Gelegenheit, dich mal ganz bewusst „nur“ mit der aktuellen Schwangerschaft und der kommenden Geburt auseinander zu setzen.

Viele Hebammen bieten Kurse zur Vorbereitung auf die Geburt an – in Hebammenpraxen, Kliniken und Geburtshäusern, vor Ort, aber auch online. Bitte achte darauf, dass die Anbieter*innen für die gesetzliche Versorgung zugelassen sind.

Als deine Krankenkasse übernehmen wir für dich als Schwangere die Kosten für 14 h Geburtsvorbereitung. Wichtig ist, dass der Kurs von zugelassenen Expert*innen durchgeführt und mit uns direkt abgerechnet werden kann. Lass dich von deiner Wunschperson zum Geburtsvorbereitungskurs begleiten – egal ob Partner*in, Mutter, Schwester oder Freund*in. Wenn deine Begleitperson auch bei der Pronova BKK versichert ist, beteiligen wir uns gerne an ihren Kosten für den Kurs. Der Zuschuss beträgt 50 % des Rechnungsbetrags und max. 100 €.

Kind

Vertraute Unterstützung, wenn es losgeht

Deine Hebamme an deiner Seite: Mit der Rufbereitschaft steht deine Hebamme in den letzten Wochen vor der Entbindung jederzeit bereit für die Geburt. Und weil wir wissen, wie wertvoll dies sein kann, unterstützen wir diese Hebammen-Extraleistung mit bis zu 250 €.